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Kung-Fu-Großmeister aus Regendorf

Zum 30-jährigen Jubiläum von NamWahPai Kung Fu Deutschland bekam Andy Jobst den 10. Dan verliehen – die höchste Auszeichnung im Kampfsport.

Shifu Andy Jobst (Mitte) erhielt die höchste Auszeichnung. Foto: msr

Regendorf.Ein durchtrainierter Körper, 87 Kilo reinste Muskelmasse, kein Gramm Fett, Typ Drachentöter – das ist Andy Jobst. „Asiatische Kampfkünste haben mich von Kindheit an schon begeistert, doch am Dorf ist es damit gar nicht so einfach“, erklärt Jobst in einem Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung. Deshalb lernt Jobst in Regensburg Karate. Mit 14 Jahren lässt er kein Training aus und besitzt drei Jahre später bereits den braunen Gürtel. Von der Welt des Kung Fu begeistert, hält es den gelernten Schlosser nicht lange in der Oberpfalz. Er reist nach Malaysia, macht dort seinen Schwarzgurt, kommt mit dem Kung Fu Ableger Nam Wah Pai in Kontakt und macht „Karriere“ in der Welt der asiatischen Philosophie. Vor genau 30 Jahren kehrte Shifu Andy Jobst als Shifu (respektvolle Anrede für den Lehrer) aus Malaysia nach Deutschland zurück, wo er die Kampfkunst Nam Wah Pai Kung Fu bei Da Shifu Yap Voon Kheong erlernt hatte. Seitdem hat er viele hundert Schüler unterrichtet und in diese Kampfkunst eingeführt. Jetzt wurde dem Vorzeigeathleten die größte Ehre zuteil, die man bei Nam Wah Pai erringen kann. Im Rahmen des alljährlichen Sommerlagers in Regendorf bei Zeitlarn, bei dem die Nam Wah Pai-Kung Fu-Kämpfer zusammenkommen, ehrten sie ihren Meister. In einer feierlichen Zeremonie wurde ihm der goldene Gürtel verliehen. Mit diesem 10. Dan ist er nun Nachfolger des 2008 verstorbenen DaShifu Yap Voon Kheon als internationaler Großmeister des Nam Wah Pai-Kung Fu. Kung Fu-Meister anderer Stilrichtungen waren mit ihren Schülern angereist, um diesem Event beizuwohnen: Shifu Frank Greinacher aus Gevelsberg, Shifu Sierra Gomez aus Unlingen, Shifu Terence Lo aus Singapur, Trainer Alex Wopper aus Chile. Nach der offiziellen Verleihungszeremonie des 10. Dans durch die Meisterschüler zeigten die Nam Wah Pai-Kämpfer in einer einstündigen Galavorstellung, was sie in all den Jahren gelernt hatten. Beeindruckende Formen, spektakuläre Bruchtests und faszinierende Tierformen brachten die vielen Gäste zum Staunen. Bei einer bayerischen Brotzeit und herrlichem Wetter wurde bis spät in die Nacht gefeiert und auf weitere 30 Jahre erfolgreiches Nam Wah Pai-Kung Fu angestoßen. (msr)

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