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BERATZHAUSEN

La Sfera spielt Bibers Sonaten in Wallfahrtskirche

Was böte sich als Konzertsaal für Rosenkranz-Sonaten besser an, als ein Wallfahrtsort zu Ehren der Mutter Gottes, wie etwa die Mariahilfkirche hoch überm Labertal?
Von Ingrid Kroboth

Claudia Böckel, Hans Pritschet und Resi Dinauer (v. l.) Foto: Ingrid Kroboth
Claudia Böckel, Hans Pritschet und Resi Dinauer (v. l.) Foto: Ingrid Kroboth

BERATZHAUSEN.Dorthin hatte La Sfera, das Ensemble für Alte Musik, dieser Tage geladen. In Minimal-Besetzung waren Claudia Böckel und Hans Pritschet gekommen – im Gepäck die Mysterien- oder Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644 bis 1704). Dazu historische Instrumente: drei Violinen und eine Truhenorgel. Böckel führte die recht zahlreich hinauf zu der barocken Wallfahrtskirche gepilgerten Besucher in das zyklische Werk des böhmischen Komponisten und berühmten Geigers der Barockzeit ein.

In dem einstündigen Konzert hörten die Besucher fünf der 16 Sonaten (entstanden zwischen 1678 und 1687). Pfarrer Monsignore Georg Dunst machte beim jeweiligen Musikstück auf dessen Verbindung zu einzelnen Kunstwerken im Kirchenschiff aufmerksam: etwa die „Heimsuchung Mariae“ im Deckengemälde über dem Mittelschiff oder „Mariae Verkündigung“ hoch über dem Chorraum. Die Musiker hatten die Reihenfolge der Sonaten durcheinander sortiert – erst die Nummer 14, dann 15, weiter ging’s mit zwei, dann eins und schließlich die „Sonata XIII“. Böckel erklärte die wilde Mischung mit der Auswahl ihrer Geigen, die sie jeweils der Truhenorgel anpassen muss. An dem Tasteninstrument übernahm Pritschet die gefühlvolle Untermalung der von Böckel eindrucksvoll gespielten Geigen. Beratzhausens Organistin Resi Dinauer saß dabei und übernahm das Umblättern der Noten. (lik)

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