MyMz
Anzeige

Verkehr

Lärmschutz-Lücke wird geschlossen

Laaber und Brunn kooperieren für einen besseren Lärmschutz an der Autobahn.
von Paul Neuhoff

Ein gemeinsames Ziel: Die Bürgermeister Schmid (l.) und Söllner (M.) mit Planer Franz Wutz  Foto: Neuhoff
Ein gemeinsames Ziel: Die Bürgermeister Schmid (l.) und Söllner (M.) mit Planer Franz Wutz Foto: Neuhoff

Laaber.Viele Bürger, die nahe an der Autobahn A3 wohnen, sind vom Verkehrslärm geplagt. So auch die Bewohner von Frauenberg in der Gemeinde Brunn und die von Schaggenhofen im Markt Laaber. In Teilabschnitten besteht dort schon seit ein paar Jahren ein Lärmschutzwall, zwischen den beiden Orten klafft aber noch eine etwa 500 Meter lange Lücke.

Die Bürgermeister von Brunn und Laaber, Karl Söllner und Hans Schmid, wollen nun Nägel mit Köpfen machen und diese Lücke schließen. Wie die beiden der Mittelbayerischen bei einem Ortstermin erläutern, will man über eine Arbeitsgemeinschaft das Vorhaben abwickeln. In der frisch unterschriebenen Vereinbarung ist auch die Verteilung der Kosten geregelt. Die Idee bestehe schon seit längerem. In vielen Gesprächen, auch mit den Verantwortlichen der Autobahnverwaltung, habe man den Gedanken weiter entwickelt, so die Bürgermeister.

Wie Karl Söllner erklärt, gibt es für die Maßnahme vom Staat keinen Zuschuss, weil es sich um eine „alte“ Autobahn handelt, an der andere Grenzwerte für Lärmschutzmaßnahmen gelten, wie an Straßen, die neu gebaut oder ausgebaut werden. Deshalb müssen die beiden Kommunen das Projekt, einen Erdwall und an der Brücke bei Schaggenhofen eine Lärmschutzwand, selbst angreifen und finanzieren. Wie Schmid erläuterte, ist für die Maßnahme ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen, bei dem alle berührten Aspekte, wie etwa naturschutzrechtliche Belange, mit einfließen. Zur Erstellung der notwendigen Unterlagen wurde das Ingenieurbüro Franz Wutz aus Painten beauftragt. Ein Lärmschutzgutachten soll die Anforderungen an die Anlage aufzeigen.

Bis zum Beginn des Vorhabens werden wohl zwei Jahre ins Land gehen, so Söllner. Bis dahin sind auch noch viele Gespräche mit allen Beteiligten zu Einzelheiten notwendig, wie etwa zur Frage, wer künftig die Baulast trägt und wer die Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen finanziert.

Söllner und Schmid sehen die Unterzeichnung der Vereinbarung als Startschuss für die entsprechende Planung an. Sollte das Projekt verwirklicht werden können, so könnte man sich auch eine Teilfinanzierung über „Kippgebühren“ vorstellen. Das heißt, wer Erdaushub anliefert, zahlt einen gewissen Obolus.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht