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Neubau

Lappersdorf baut günstige Mietwohnungen

In Oppersdorf entstehen gerade 18 Sozialwohnungen. Bürger mit Wohnberechtigungsschein können sich darum bewerben.
Von Josef Dummer

Architekt Gerhard Wohlrab (2. von links) informiert den stellvertretenden Bürgermeister Stefan Königsberger (2. von rechts) über den Baufortschritt beim Mietwohnungsbau in Oppersdorf. Mit auf dem Foto Martin Göthner und Ute Surrer vom Hochbauamt des Marktes und Eugenie Gelmert vom Projektsteuerungsbüro Sindersberger (von links) Foto: Dummer
Architekt Gerhard Wohlrab (2. von links) informiert den stellvertretenden Bürgermeister Stefan Königsberger (2. von rechts) über den Baufortschritt beim Mietwohnungsbau in Oppersdorf. Mit auf dem Foto Martin Göthner und Ute Surrer vom Hochbauamt des Marktes und Eugenie Gelmert vom Projektsteuerungsbüro Sindersberger (von links) Foto: Dummer

Lappersdorf.Einem Gerücht, das in diesen Tagen durch den Markt Lappersdorf geistere, soll zu aller erst Einhalt geboten werden, so der stellvertretende Bürgermeister Stefan Königsberger. Nicht teure Eigentumswohnungen würden in Oppersdorf im neuen Baugebiet „Am Kirchengraben“ durch den Markt Lappersdorf gebaut, sondern Mietwohnungen für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins.

Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland sinke seit Jahren. So habe sich die Zahl der Wohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau seit Mitte der 90er Jahre halbiert, und die Neubauquote sei bisher nicht hoch genug, um den Sozialwohnungsschwund auszugleichen.

Nachdem auch im Markt Lappersdorf die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ständig steigt, wie aus dem Rathaus zu verlauten ist, hat sich der Marktrat dazu entschlossen, wieder einmal im geförderten Sozialwohnungsbau aktiv zu werden.

Auslöser war im Oktober 2015 das von der bayerischen Staatsregierung vorgestellte Förderprojekt „Wohnungspakt Bayern“, das von 2016 bis Ende 2019 den Bau von neuen, staatlich finanzierten oder geförderten Mietwohnungen anschieben soll.

Architektenwettbewerb

Der Marktrat hatte daraufhin für den geplanten Mietwohnungsbau im Oppersdorfer Baugebiet „Am Kirchengraben“ im Mai 2016 einen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahl-/Losverfahren in Auftrag gegeben. Den Zuschlag bekamen damals die Architekten und Stadtplaner Irina Auernhammer und Gerhard Wohlrab aus München.

Das Siegerkonzept überzeugte die Preisrichter durch „seine klare Baukörperform und mit der Einfachheit der gewählten architektonischen Mittel“. Die einzelnen Erschließungsebenen seien im Gelände sensibel eingepasst.

Als sehr positiv wurden die öffentlichen Gemeinschaftsflächen im Zwischenraum der Gebäude und entlang der Laubengänge auf den einzelnen Ebenen beurteilt.

Mietwohnungsbau

  • Wohnungszahl:

    Die zwei Gebäude beinhalten drei Vier-Zimmer-Wohnungen, sechs Drei-Zimmer-, sechs Zwei-Zimmer- und drei Ein-Zimmerwohnungen.

  • Bewerbungen:

    Sie sind möglich ab Oktober dieses Jahres mit einem gültigen Wohnberechtigungsschein beim Markt Lappersdorf. Die Vergabe erfolgt im Januar nächsten Jahres, und der Bezug ist ab April/Mai 2019 möglich. (ldk)

Besonders lobte der Architekt Gerhard Wohlrab beim Besichtigungstermin die Option, mit nur einem Aufzug sämtliche Wohnungen in beiden Häusern barrierefrei erschließen zu können. Die gewählte ökologische Hybridbauweise aus Beton und Holz ermögliche eine hochwärmedämmende Fassadenkonstruktion bei guter Speichermasse im Innenbereich.

Dazu unterstreiche die einheitliche Fassadengestaltung in senkrechter Holzverschalung, „zurückhaltend rhythmisch gegliedert“, den landschaftlich geprägten Standort. Insgesamt sei das Verhältnis von Nutz- und Verkehrsfläche zur Bruttogeschossfläche gut und deute zusammen mit der Klarheit des Gebäudekörpers auf eine sehr wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin.

Ziel des Wettbewerbs sei es nach Angaben der Leiterin des gemeindlichen Hochbauamtes, Ute Surrer, gewesen, „ein bauliches Konzept zu entwickeln, das bezahlbaren Wohnraum mit hoher Qualität durch innovative Ideen und Vorgehensweisen schafft“.

Kosten 3,82 Millionen Euro

Dabei sollten sowohl die architektonische und freiräumliche Qualität, als-auch effiziente Bauweisen, Funktionalität und Kostenbewusstsein im Blick behalten werden.

Diese Vorgaben sind auch nach Feststellung des Marktrats durch das Architekturbüro Auernhammer und Wohlrab in großem Maße umgesetzt worden, auch wenn die Kosten im Marktrat teilweise Anlass für Diskussionen gaben.

Die Investitionssumme nach dem Maßnahmenbeschluss des Marktrats beläuft sich auf 3,82 Millionen Euro. Als Zuschuss aus dem „Kommunalen Wohnraumförderprogramm“ ist nach Angaben von Ute Surrer eine Fördersumme von 1,24 Millionen Euro zu erwarten.

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