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Tradition

Leonhardi-Ritt wird heuer vorverlegt

Die Großveranstaltung in Bernhardswald-Pettenreuth findet bereits am 6. Oktober statt. Erstmals gibt es einen Schirmherrn.
Von Peter Luft

Der Ritt findet am 6. Oktober ab 13.30 Uhr statt. Gleichzeitig feiert erstmals zu diesem Zeitpunkt die Heimatpfarrei Pettenreuth das Erntedankfest mit Mittagessen im Pfarrheim. Foto: Luft
Der Ritt findet am 6. Oktober ab 13.30 Uhr statt. Gleichzeitig feiert erstmals zu diesem Zeitpunkt die Heimatpfarrei Pettenreuth das Erntedankfest mit Mittagessen im Pfarrheim. Foto: Luft

Bernhardswald.Der 21. Leonhardi-Pferderitt der Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ in Pettenreuth in der Pfarreiengemeinschaft Bernhardswald bringt Neuerungen und Veränderungen mit sich. So ist schon mal das Datum der Großveranstaltung von bisher vom letzten Sonntag im Oktober auf den ersten Sonntag im Oktober vorverlegt. Er findet am 6. Oktober ab 13.30 Uhr statt. Gleichzeitig feiert erstmals zu diesem Zeitpunkt die Heimatpfarrei Pettenreuth das Erntedankfest mit Mittagessen im Pfarrheim.

Neu ist auch der Platz, wo sich Pferde, Reiter und Gespanne sammeln und sich die Reiterprozession in Bewegung setzt. Denn das ist heuer nicht am Parkplatz bei der Schule Pettenreuth, sondern am Parkplatz beim neuen Friedhof an der Straße zum Gerstenhof bei der Zimmerei Prommersberger am Kirchberg. „Wegen Umleitung und Bauarbeiten ist die Kreisstraße nicht benutzbar“, sagt Josef Prommersberger, der Mitinitiator des traditionellen Leonhardiritts. Und noch was ist neu und hat Premiere.

Leonardi-Ritt in Pettenreuth

Erstmals gibt es zum Pferderitt einen Schirmherrn. Dr. med. Gerhard Seiler vom Gestüt Schlossgut Wolfersdorf konnte dafür gewonnen werden. Pfarrer und Prodekan Alois Schmidt wird mit Ministranten dieses Fest kirchlich begleiten und segnen. Und noch eine Neuerung. Der 21. Ritt ist eine Benefizveranstaltung. Die Kirche St. Leonhard in Parleithen muss saniert, der Dachstuhl erneuert und neu getüncht werden. Die Kosten liegen im fünfstelligen Bereich. Die Pfarrei nimmt bereits Spenden an. Raiffeisenbank Pettenreuth IBAN: DE 36 75 06 01 50 01 02 63 24 03. Die Änderungen:

Zum wohl einzigartig in Form und Größe in der Umgebung stattfindenden Pferderitt der Region zu Ehren des Heiligen Leonhard, dem Patron der Rösser, werden wieder an die neunzig Huftiere mit Reiter und Gespanne aus allen Himmelsrichtungen der Oberpfalz und dem angrenzenden Niederbayern erwartet.

Die Tradition

  • Brauchtum:

    Der Leonhardiritt ist eine Prozession zu Pferde, die zum Brauchtum in Altbayern und Westösterreich zählt. Sie findet zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges (6. Jahrhundert) an seinem Gedenktag, dem 6. November, oder einem benachbarten Wochenende statt.

  • Segnung:

    Einige Dörfer in Bayern feiern Leonhardi auch im Sommer. Als Schutzpatron der landwirtschaftlichen Tiere, heute vor allem der Pferde, werden zu Leonhardi Wallfahrten mit Tiersegnung unternommen. Motiv für die Segnung der Tiere, ist ihre Rolle als Last- und Arbeitstiere.

Bürgermeister Werner Fischer führt letztmals in seiner 24-jährigen Amtszeit mit Prodekan und Pfarrer Alois Schmidt die Reiterprozession an. Wenn sie ein Pferd für mich haben, reit ich mit, so der Dekan.

Auch letztmals amtierend dabei ist Xaver Graf. Der 2. Bürgermeister, ebenso lang im Amt, wird majestätisch aus der Kutsche winken. Für ihn war kein Pferd mehr frei. Die Gründe der Änderungen sieht Josef Prommersberger so: Ende Oktober war meist schlechtes Wetter. So die letzten zwei Jahre auch. „Dann haben wir die Zeitumstellung zu berücksichtigen. Dann sind die Feiern zum Volkstrauertag. Und es kommt dann immer ein paar Tage später der große Internationale Wandertag nach Pettenreuth. Deshalb haben wir heuer den Ritt erstmals vorverlegt“, sagt Prommersberger.

Das Programm: Treffpunkt ist am 6. Oktober um 13.15 Uhr zwischen Kirche und neuem Friedhof bei der Zimmerei Prommersberger am Kirchberg mit einem Standkonzert der Blaskapelle Bernhardswald. Um 13.30 Uhr Abmarsch mit Vorbeter Thomas Meier. Um 14 Uhr ist an der Kirche in Parleithen Segnung von Mensch, Tier und Natur bei Kaffee, Kuchen und Brotzeit. Verteilung der Rosetten und geweihten Leonhardizettln. Nach Rückkehr ist Einkehr im Pfarrheim zu Kaffee und Kuchen. (llu)

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