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Kommunalpolitik

Lichtenegger ist zweiter Bürgermeister

Überraschend wird der SPD-Gemeinderat in Alteglofsheim einstimmig gewählt. Christine Frey wird zweite Stellvertreterin des Rathauschefs.
Von Philipp Seitz, MZ

Sie leiten nun die Geschicke der Gemeinde Alteglofsheim: Bürgermeister Herbert Heidingsfelder vereidigt seine Stellvertreter Reinhard Lichtenegger (SPD) und Christine Frey (Bürger für Alteglofsheim). Foto: Seitz

Alteglofsheim. Mit einer Überraschung hat die Amtszeit des neuen Alteglofsheimer Gemeinderats begonnen: Das Gremium wählte Reinhard Lichtenegger (SPD) in der konstituierenden Sitzung einstimmig zum zweiten Bürgermeister. Zuvor hatte Bernhard Steinberger, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, den SPD-Mann vorgeschlagen und als Idealbesetzung für das Amt präsentiert: „Für den zweiten Bürgermeister gibt es nur einen: Reinhard Lichtenegger.“

Seit zwölf Jahren gehört der 60-Jährige dem Alteglofsheimer Gemeindegremium an, ist in zahlreichen Ortsvereinen aktiv und habe damit große politische Erfahrung vorzuweisen. „Er ist eine Persönlichkeit im Ort und lange Jahre auch den Freien Wählern zur Seite gestanden. Außerdem ist er überparteilich und für dieses wichtige Amt prädestiniert“, so Steinberger.

Alle 17 haben ihn gewählt

Wahlleiter Josef Schambeck (CSU/PW) konnte dem einzigen Sozialdemokraten im Gremium zu einem „ziemlich eindeutigen Ergebnis“ gratulieren. Alle 17 Gemeinderäte hatten sich in geheimer Wahl für den SPD-Rat ausgesprochen, ein Votum mit dem selbst Lichtenegger nicht unbedingt gerechnet hatte: „Meine Wahl hat mich nicht überrascht, das hat sich in den Vorgesprächen angedeutet. Über das einstimmige Ergebnis habe ich mich aber sehr gefreut, es ist wirklich ein großer Vertrauensbeweis“, sagte Lichtenegger zur MZ.

In der neuen Legislaturperiode wird Alteglofsheim mit Christine Frey („Bürger für Alteglofsheim“) durch eine dritte Bürgermeisterin vertreten. Auf die Landschaftspflegerin entfielen 13 Ja-Stimmen, drei leere Stimmzettel und eine Nein-Stimme. Damit hatte Frey, die früher den „Freien Christlichen Wählern“ angehört und die „Bürger für Alteglofsheim“ mit aus der Taufe gehoben hat, auch aus den Reihen der CSU/PW Befürworter.

Schon im Wahlkampf unterstützt

Zuvor hatte der Vorschlag von Rathauschef Herbert Heidingsfelder, einen dritten Bürgermeister zu wählen, für kurze Diskussionen im Gremium gesorgt. „Alteglofsheim braucht keinen dritten Bürgermeister“, hatte der neugewählte CSU/PW-Fraktionssprecher Josef Schambeck betont. Steinberger (FWG) hielt dem entgegen, dass es mit Josef Ettl auch früher einen zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters gegeben habe. Zudem komme kein finanzieller Mehraufwand auf die Gemeinde zu. Mit 11:6 Stimmen schloss sich das Gremium schließlich Heidingsfelders Vorschlag an. Dass Heidingsfelder der „BfA“-Rätin vertraut und sie auch für das Amt vorschlug, hatte sich bereits im Vorfeld der Sitzung angedeutet: Im Wahlkampf hatte Frey die Bürgermeisterkandidatur von Heidingsfelder offen unterstützt.

Christine Frey wird künftig den Vorsitz des Ausschusses „Soziales und Kultur“ übernehmen. Dem Rechnungsprüfungsausschuss wird Lichtenegger vorstehen. Im Gemeinderat wird es künftig drei Fraktionen geben: Sie werden im Fraktionsausschuss durch Josef Schambeck (CSU/PW), Bernhard Steinberger (FW) und Christine Frey (BfA) vertreten.

Regelmäßige Vorberatungen

Am Montag vor jeder Gemeinderatssitzung werden die Parteienvertreter gemeinsam mit Bürgermeister Heidingsfelder über die anstehenden Sachverhalte und die wichtigen Tagesordnungspunkte beraten.

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