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Linke warnen vor neuem Schuldenberg

Die Sinzinger Ortsgruppe kritisiert den Kostenanstieg bei der Schulsanierung. Sie fordert dazu eine Bürgerversammlung ein.

Die Sinzinger Linken befürchten einen starken Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Die Sinzinger Linken befürchten einen starken Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Sinzing.In ihrer jüngsten Sitzung diskutierten die Sinzinger Linken die ihrer Ansicht nach explodierenden Kosten bei der Generalsanierung der Sinzinger Grundschule. Gestartet worden ist nach einer Pressemitteilung der Linken mit acht Millionen Euro Kosten als Teilsanierung, im Februar habe der Sinzinger Bürgermeister Patrick Grossmann in der Gemeinderatssitzung dann bekanntgegeben, dass es wohl zu 18,5 Millionen Kosten für eine Generalsanierung kommen werde.

Nur vier Monate später wurde man von einer erneuten 14-prozentigen Steigerung der Kosten überrascht. Laut Planungsbüro seien es 21 Millionen Euro werden. Da in der jüngsten Schätzung jedoch die Teuerung falsch berechnet worden sei und ein wirklicher Risikoaufschlag fehle, gehen die Sinzinger Linken davon aus, dass die Gesamtkosten bei 23 bis 25 Millionen Euro liegen werden. Die Linken betonen, sie seien nicht gegen die Sanierung, jedoch stelle sich die Frage, ob die Höhe berechtigt ist, wenn z.B. die Generalsanierung der Grundschule in Wenzenbach um ca. 50 Prozent günstiger sei.

„Hier muss der Bürgermeister unbedingt Transparenz schaffen.“

Klaus Nebl, Vorsitzender der Linken in Sinzing

„Hier muss der Sinzinger Bürgermeister unbedingt Transparenz gegenüber seinen Bürgern schaffen“, betonte Klaus Nebl, der Vorsitzende der Sinzinger Linken, und forderte den Bürgermeister auf, zu der Kostensituation eine Bürgerversammlung einzuberufen, in der er den Bürgern die Höhe der Kosten erläutert und erkläre, wie er den dadurch entstehenden Schuldenberg wieder abbauen wolle. Nach einer schnellen Schätzung von Nebl kann auf Sinzing in den nächsten Jahren eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von rund 1500 Euro zukommen, was landkreisweit wohl den höchsten Wert darstellen dürfte. Nach Einschätzung der Linken müsste der Sinzinger Bürgermeister dann erneut die Grund- und die Gewerbesteuer erhöhen. Ebenso müsse der Sinzinger Bürgermeister den Bürgern und vor allem den direkten Anliegern endlich erklären, in welchen Phasen gebaut werden soll, da sie jetzt schon Angst vor einem achtjährigen Baulärm haben.

Die Sinzinger Linken befassten sich auch mit der kürzlich durch den Bauausschuss beschlossenen Erweiterung der Tempo-30-Zone bis zur Waldstraße. Ein Ortstermin habe klar gemacht, dass die Erweiterung um 50 Meter zur bestehenden Tempo-30-Zone völlig unzureichend sei. Die wirklichen Gefahrenpunkte in der Bruckdorfer Straße ergäben sich erst danach bei der Raiffeisenbank und beim gegenüberliegenden Gewerbehaus. Dort sei man beim Ausparken rückwärts geradezu im Blindflug, da der Verkehr beidseitig sehr schlecht einsehbar sei. Die Sinzinger Linken fordern deshalb die Ausweitung von Tempo 30 auf die gesamte Länge der Bruckdorfer Straße.

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