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Engagement

Malen ist in jedem Alter schön

Die Jugendgruppe der Regenstaufer BRK-Rettungswache besucht das Seniorenheim. Der Austausch der Generationen klappt.
Von Petra Schmid

Jung und Alt gestalteten zusammen bunte „Kunstwerke“ - alle hatten Spaß dabei. Foto: Petra Schmid
Jung und Alt gestalteten zusammen bunte „Kunstwerke“ - alle hatten Spaß dabei. Foto: Petra Schmid

Regenstauf.Während die einen ganz konzentriert arbeiten, schauen die anderen interessiert zu. Wenn man den Raum betritt, hört man fröhliches Lachen und im Hintergrund läuft im Radio Musik. An den Tischen herrscht rege Betriebsamkeit. Die „Arbeitsgruppen“ sind schon voll im Einsatz und die Stimmung im Multifunktionsraum des BRK-Seniorenheims in Regenstauf ist locker und entspannt. Kein Wunder, die Heimbewohner, die am Projekt „Malen mit dem Jugend-BRK“ teilnehmen, freuen sich über ihren Besuch.

Die Aktion ist keine „Eintagsfliege“, schon öfters waren die Jugendrotkreuzler zu einem Besuch und zu gemeinsamen Bastelaktionen bei den älteren Herrschaften. Im vergangenen Jahr haben die Heimbewohner zusammen mit den Kinder und Jugendlichen Osternestchen gestaltet, für heuer hat sich Heidi Hiendl etwas Besonderes ausgedacht.

Keilrahmen-Bilder als Hingucker

Adelinde Pautz: „Für mich war es heute ein sehr schöner Tag und eine Abwechslung, wenn wir von den Kindern besucht werden. Bei den Bildern hat man schnell gesehen, dass die sehr schön werden. Es macht ja nichts, wenn es etwas dauert, bis sie fertig waren, wir haben ja Zeit.“
Adelinde Pautz: „Für mich war es heute ein sehr schöner Tag und eine Abwechslung, wenn wir von den Kindern besucht werden. Bei den Bildern hat man schnell gesehen, dass die sehr schön werden. Es macht ja nichts, wenn es etwas dauert, bis sie fertig waren, wir haben ja Zeit.“

Es sollen Kunstwerke geschaffen werden. Große Keilrahmen-Bilder will sie zusammen mit Jung und Alt bemalen und später, wenn alle Farben getrocknet sind, nach Absprache mit dem Heim damit die Flure schmücken.

Farbenfrohe Hingucker, die den alten Menschen täglich ins Auge springen können, möchte Hiendl so schaffen. Die Kinder der BRK-Jugendgruppe, die sie zusammen mit Sabrina Graf leitet, seien sofort von der Idee begeistert gewesen. Hiendl ist quasi das Bindeglied zwischen BRK-Seniorenheim und der BRK-Rettungswache, wo auch die Kinder und Jugendlichen engagiert sind, denn sie arbeitet in der Verwaltung des Altenheims in Regenstauf.

Samuel: „Heute war ich zusammen mit meinem Bruder Simon bei der Aktion im Seniorenheim. Mir hat es Spaß gemacht. Es war für mich interessant, die älteren Leute kennenzulernen. Sie haben gesehen, dass wir auch einmal ohne Handy und Computer etwas machen können.“
Samuel: „Heute war ich zusammen mit meinem Bruder Simon bei der Aktion im Seniorenheim. Mir hat es Spaß gemacht. Es war für mich interessant, die älteren Leute kennenzulernen. Sie haben gesehen, dass wir auch einmal ohne Handy und Computer etwas machen können.“

Wie gut die Malaktion sowohl bei den älteren Leuten als auch bei den Kids ankam, hätte sie wohl selbst nicht erwartet. Den Bewohnern war es anzumerken, dass ihnen der Besuch und das gemeinsame Arbeiten mit den Kindern viel Spaß macht. Die Augen glänzen und auch diejenigen, die ansonsten an ihrer Umwelt oft nicht mehr großen Anteil nehmen, bemühen sich, mitzuhelfen. Freilich geht es manchmal nicht ohne ein wenig Hilfestellung durch die Kinder oder das Personal, denn die Sehkraft hat durch das Alter oft ein wenig nachgelassen oder die Hand lässt sich nicht mehr so ruhig führen, wie es der eine oder andere Senior wünschen würde. Ohne großes Aufheben unterstützten hier die Kinder: Sie tunken den Pinsel in die gewünschte Acrylfarbe, streifen ab und achten darauf, ob es mit dem Ausmalen der großen Vierecke oder Dreiecke klappt.

Theodor Rippmannsberger: „Da ich sehr schlecht sehe, hätte ich gar nicht gedacht, dass ich überhaupt mitmachen kann. Aber es hat sehr gut geklappt und ich habe zusammen mit den Kindern Flächen ausgemalt. Sogar mit meiner Lieblingsfarbe blau konnte ich arbeiten.“
Theodor Rippmannsberger: „Da ich sehr schlecht sehe, hätte ich gar nicht gedacht, dass ich überhaupt mitmachen kann. Aber es hat sehr gut geklappt und ich habe zusammen mit den Kindern Flächen ausgemalt. Sogar mit meiner Lieblingsfarbe blau konnte ich arbeiten.“

Wenn alles so läuft, wie es soll, greifen sie selber wieder zum Pinsel und arbeiten an ihrer Malfläche weiter. Auch in der Beratung, welche Farbe das Kunstwerk noch perfekter machen könne, sind sie quasi die Profis. Die Arbeitsgruppen, bestehend aus einigen Senioren und drei bis vier Kindern, waren emsig beschäftigt und wollten ihre Keilrahmenbilder auf alle Fälle am Nachmittag fertigstellen.

Auch vier neue Kinder dabei

Heidi Hiendl und die Helferinnen aus dem BRK-Heim freuten sich, dass die Aktion bei beiden Seiten so gut ankam. „Ich war freudig überrascht, dass tatsächlich rund 15 Kinder heute zum Malen gekommen sind“, sagte Hiendl strahlend. Es seien sogar vier neue Kinder dabei gewesen, hob sie stolz hervor. Die BRK-Kinder sind zwischen sechs und zwölf Jahre alt und treffen sich einmal im Monat. Wichtig sei den Verantwortlichen, dass bei den Treffen der Mix zwischen Ausbildung und Spaß stimme. Denn so könne man die Jugend heutzutage für etwas begeistern, stellte Hiendl das Konzept vor.

Philipp: „Es hat mir gefallen, mit den älteren Damen und Herren zu malen. Man hat gemerkt, dass ihnen die Abwechslung sehr gut getan hat. Es ist schön, mit anderen Kindern zusammen zu arbeiten. Es sind viele Freunde von mir dabei. Das Engagement beim BRK liegt bei mir in der Familie.“
Philipp: „Es hat mir gefallen, mit den älteren Damen und Herren zu malen. Man hat gemerkt, dass ihnen die Abwechslung sehr gut getan hat. Es ist schön, mit anderen Kindern zusammen zu arbeiten. Es sind viele Freunde von mir dabei. Das Engagement beim BRK liegt bei mir in der Familie.“

Die Vorbereitung für den Mal-Nachmittag lag auch in den Händen von Hiendl. Sie grundierte die zehn Leinwände und dachte sich das Konzept der Farbflächenabteilung aus. Die Kinder durften mit den Heimbewohnern die Leinwandflächen selbst aufteilen. Sie klebten dazu mit Kreppband beliebige Flächen ab. Und dann hieß es für alle: „Ran an die Pinsel“.

Aus ihren Beobachtungen könne sie sagen, so Hiendl, die Aufmerksamkeit sei wesentlicher größer als bei anderen Freizeitbeschäftigungen nur mit Erwachsenen. Auch habe sie an dem einen oder anderen Tisch gehört, dass die Senioren aus ihrer Kindheit, als sie früher selbst bunte Bilder malten, erzählten. Gespannt hätten die Kinder gelauscht, verriet Hiendl.

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