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Kommunalpolitik

Marktrat ebnet Weg für Entwicklung

Der Lappersdorfer Marktrat debattierte erneut über den Flächennutzungsplan. Am Ende verabschiedeten sie ihn fast einstimmig.
Von Josef Dummer

Der Marktrat tagt im Lappersdorfer Rathaus. Foto: Dummer
Der Marktrat tagt im Lappersdorfer Rathaus. Foto: Dummer

Lappersdorf.Erneut hat sich der Marktrat mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans beschäftigt. Die Räte genehmigten die Änderungswünsche aller Fraktionen, so dass der Plan jetzt mit einem integrierten Landschaftsplan der Öffentlichkeit und den Fachbehörden vorgelegt werden kann. Das Planungsbüro Markert hatte zuvor in Abstimmung mit der Verwaltung Beschlussvorschläge zu den Planungsflächen und zum Umgang mit den Anregungen aus den Fraktionen formuliert. „Wir sind jetzt auf dem Punkt, wo eine Entscheidung fallen sollte“, meinte Bürgermeister Christian Hauner.

Über die Änderungswünsche wurde einzeln abgestimmt. Ein Punkt umfasste die Erweiterung des Baugebiets „In der Pfeiffing“ um einen Grünstreifen in Richtung Friedhof Schwerdnermühle. Aus der ursprünglichen Planung als Wohnbaufläche wurde das Biotop beim Kreisel am Gymnasium genommen. Vorgesehen wird dort die Möglichkeit zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses Kareth, nachdem laut Bauamtsleiter Christian Cesarz ein Bau bei der A 93 nach Rücksprache mit der Autobahndirektion nicht realisiert werden kann. Grund dafür seien notwendige Abstandsflächen.

Nicht einig waren sich die Räte über ein Gebiet in Kareth-Nord, das ursprünglich aus der Bebauung herausgenommen werden sollte, wofür jetzt aber neue Eigentümerverhältnisse vorliegen. Der Marktrat entschied trotzdem mit 17:4-Stimmen, das Areal als Wohnbaugebiet aus dem Plan zu nehmen. Marktrat Albert Baldauf (CSU) wies darauf hin, dass es Ziel bleiben sollte, einheimischen Familien günstigen Wohnraum anbieten zu können.

Trotz Bedenken einiger Räte wegen der Nähe zur A 93 wurde eine verkleinerte Form eines Baugebiets in Kareth genehmigt, soweit das ein Lärmschutzgutachten zulässt. Neue Möglichkeiten für Wohnbebauung sollen in begrenztem Umfang in Oppersdorf, Einhausen, Hönighausen, Lorenzen und Hainsacker entstehen. Stattgegeben wurde ebenso einem SPD-Antrag auf Beibehaltung der Bauflächendarstellung in Kaulhausen sowie die Darstellung einer Wohnbaufläche zwischen Harreshof und dem Austragshaus Engl.

Jürgen Eichhammer (Planungsbüro Blasy Overland) informierte zudem über die Errichtung einer Mischwasserentlastung für das Regenüberlaufbecken in Gewald. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist das Versickern von Mischwasser in einem Wasserschutzgebiet nicht mehr zulässig. Der Ingenieur schlug drei Möglichkeiten zur Lösung des Problems vor: die Umlegung des Mischwasserkanals im Metzenbachtal (Kosten von rund 1,5 Millionen Euro), den Ausbau eines Bachgerinnes (1,65 Millionen) oder den Bau eines weiteren Rückhaltebeckens (fast drei Millionen). Aus technischer und wirtschaftlicher Sicht empfahl Eichhammer Variante 1. Der Marktrat stimmte dem zu. Baubeginn ist wohl im Frühjahr 2019.

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