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Marktrat hadert mit der Bebauung

Ein fingerförmiger Ausbau “ an der Domspatzenstraße ist nicht erwünscht.
Von Paul Neuhoff

Ortseinsichten mit einem abgespeckten Teilnehmerkreis? Mit dieser Idee des Nittendorfer Bürgermeisters Helmut Sammüller konnten sich die Marktgemeinderäte bei der jüngsten Sitzung nicht so recht anfreunden. Archivfoto: Neuhoff
Ortseinsichten mit einem abgespeckten Teilnehmerkreis? Mit dieser Idee des Nittendorfer Bürgermeisters Helmut Sammüller konnten sich die Marktgemeinderäte bei der jüngsten Sitzung nicht so recht anfreunden. Archivfoto: Neuhoff Foto: Paul Neuhoff/Paul Neuhoff

Nittendorf.Nur „Bausachen“ standen auf der kurzen Tagesordnung für die erste ordentliche Sitzung des neu gewählten Nittendorfer Marktgemeinderats. Bürgermeister Helmut Sammüller informierte zu Beginn, dass die Bauarbeiten für den geplanten Anbau am Kultursaal in Undorf an eine ortsansässige Firma vergeben wurden. Die Erweiterung wurde schon im letzten Jahr beschlossen worden, um einen Personenaufzug einbauen zu können und um Stauräume zu schaffen.

Geht es nach dem Willen des Gremiums, so kann eine geplante Bebauung eines im Außenbereich liegenden Grundstücks an der „Domspatzenstraße“ in Etterzhausen nicht verwirklicht werden.

Wie Helmut Sammüller erläuterte, habe man schon bei den Vorarbeiten zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes die Fläche nicht mit aufgenommen, da dort ein „Wurmfortsatz“ der Bebauung in den Außenbereich hinein entstehen würde.

Diese Meinung teilten auch einige Räte. Laut Herrmann Kugler will auch das Landratsamt eine solche fingerförmige Bebauung nicht. Trotz der zu erwartenden Ablehnung des Vorhabens durch das Gremium schlug Barbara Wegele eine Ortseinsicht vor, um vor allen den Neulingen Gelegenheit zu geben, sich vor Ort ein Urteil zu bilden. Die Mehrheit stimmte dem Antrag zu.

Beim Stichwort „Ortseinsicht“ verwies Bürgermeister Helmut Sammüller auf die derzeit corona-bedingte schwierige Situation hin, Ortstermine mit dem gesamten Gremium durchzuführen. Vor allem könnten die vorgeschriebenen Abstände bei dem für die Anfahrten üblicherweise genutzten 20-Sitzer-Bus bei über zwanzig Teilnehmern nicht eingehalten werden. Sammüller schlug deshalb Ortseinsichten mit einem abgespeckten Teilnehmerkreis, etwa mit den Fraktionssprechern und den drei Bürgermeistern vor.

Mit dieser Idee konnten sich die Räte aber nicht so recht anfreunden. Zuletzt einigte man sich darauf, abzuwarten, wie sich die Lage bis nach den Pfingstferien entwickelt. Notfalls müsse man mit einem großen Bus fahren, mit dem aber nicht alle Ziele ohne weiteres erreicht werden könnten, so Sammüller.

Auf eine Frage von Markträtin Katharina Rieger informierte Sammüller, dass die Marktbibliothek ab 4. Juni montags und donnerstags jeweils von 9 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr mit Einschränkungen geöffnet habe. So dürfen sich etwa nur maximal zehn Besucher in den Räumen der Bibliothek aufhalten. Um dies kontrollieren zu können, werden am Eingang „Bücherkörbe“ ausgegeben.

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