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Beschluss

Marktrat Laaber bremst den Verkehr

In zwei Bereichen in Laaber müssen Autofahrer künftig langsamer fahren. Auch Hortplätze waren ein großes Thema im Marktrat.
Von Ingrid Kroboth

Auf der Schernrieder Straße soll künftig langsamer gefahren werden. Foto: Ingrid Kroboth
Auf der Schernrieder Straße soll künftig langsamer gefahren werden. Foto: Ingrid Kroboth

Laaber.Der Straßenverkehr im Bereich der Schernrieder Straße und dem Neubaugebiet „Am Chor“ soll deutlich langsamer werden. Das hat der Marktrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen – und damit die Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses übernommen. Dazwischen fand eine Verkehrsschau der Polizei statt, die eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten aufzeigte – und die nun auch umgesetzt werden.

So wird die Gemeindeverbindungsstraße von Laaber nach Schernried auf einen Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometer reduziert. Die Ortstafel „Laaber“ wird versetzt. „Am Chor“ wird künftig ein Verkehrsschild den Beginn einer Tempo-30-Zone auf der Schernrieder Straße in Richtung Ortszentrum markieren. Fahrbahn-Verengungen sollen zusätzlich die Geschwindigkeit drosseln. Zudem ist vorgesehen, den Gehweg von der Ortsmitte her zum Baugebiet zu verlängern. Auf Anregung von Hans Gleixner (FWG) sollen auf der gesamten Strecke die in den öffentlichen Raum hängenden Hecken und Sträucher zurückgeschnitten werden.

Kameraüberwachung bei Müllcontainern

„Vorsicht Kamera“ heißt es künftig an den Müllcontainern bei Eisenhammer. Wie Bürgermeister Hans Schmid (CSU) wusste, wurden dort wieder größere Mengen Müll abgeladen. Auf Rücksprache mit dem Landratsamt ist dort eine Kamera-Überwachung erlaubt – „als erzieherische Maßnahme“.

Uneins waren sich die Räte zunächst beim Ablauf des Städtebaulichen Entwicklungskonzepts hinsichtlich der Marktplatz-Umgestaltung. Rudolf Straubinger (FWG) hätte die Pläne zur Umgestaltung gerne noch heuer gesehen. Brigitte Eibl (CSU) plädierte für ein „Gesamtkonzept“ – aber mit vorgezogenem Baubeginn, forderte Maria Scharfenberg (Grüne). „Wie lange dauert denn das Gesamtkonzept?“, wollte Oliver Engl (SPD) wissen. Er will das Vorhaben „nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag“ hinausgeschoben wissen. Stefan Scheuerer (CSU) verwies auf Musterbeispiele zur Städtesanierung und Hans Gleixner (FWG) gab seinen Kollegen recht: „Der Baubeginn macht wenig Sinn, wenn wir nicht wissen, wohin wir wollen.“ Bürgermeister Hans Schmid hofft auf eine „starke Bürgerbeteiligung“. Letztlich müsste man auch die Grundstückseigentümer rund um den Marktplatz von einer Umgestaltung überzeugen.

Hortplätze fehlen

Der Bedarf an Hortplätzen für Kinder der ersten bis vierten Jahrgangsstufen an der Laaberer Grundschule nimmt stetig zu, stellte Bürgermeister Schmid fest. Eine Betreuung in den Ferien fehle gänzlich. Es gebe schon Fälle, dass Kinder per Gastschulantrag in anderen Gemeinden die Schule besuchten, weil dort das Angebot an Mittagsbetreuung besser für sie passe. In Laaber sei der Hort im Gebäude der Mittelschule untergebracht und werde von der Kirchenstiftung betrieben.

Stefanie Goss (CSU) wusste, dass der Bedarf an Hortplätzen in Laaber schon seit mehreren Jahren deutlich höher sei als Plätze vorhanden sind. Bürgermeister Schmid plädierte nun für den Neubau zusätzlicher Hortgruppen im Grundschulbereich, „damit wir auch für die Ganztagsschule gerüstet sind“. Den Einwand von Oliver Engl (SPD), dass auch ein zusätzlicher Kindergarten gebaut werden müsse, griff Brigitte Eibl auf: „Dann bauen wir doch ein Kinderhaus für alle Altersstufen.“ Für Stefan Scheuerer auch der richtige Zeitpunkt, denn „jetzt gibt es Geld vom Staat“.

Weitere Beschlüsse

  • Vorgabe:

    Die Werbeschilder um die Schokoladenfabrik „Macadamia“ müssen abgebaut werden. So hat es die Kreisbehörde vorgegeben.

  • Vereins-Förderrichtlinie:

    Künftig übernimmt der Markt Laaber bei Sportveranstaltungen von Vereinen die Gebühr zur Nutzung der Mehrzweckhalle und der Grundschul-Turnhalle. Bisher wurde den Klubs eine Beteiligung je genutzte Stunde von zwei Euro (Turnhalle) und 2,50 Euro (MZH) berechnet. (lik)

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