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Natur

Maschinenring wehrt sich gegen Kritik

Der Vorsitzende des Maschinenrings Jura forderte in Hemau, dass die Landwirte mit Wertschätzung behandelt werden sollen.
Von Alfons Beil

Ludwig Stiegler, Vorsitzender des Maschinen- und Betriebshilferings (MR) Jura, forderte bei der Jahresversammlung, mehr Wertschätzung für Landwirte ein. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Ludwig Stiegler, Vorsitzender des Maschinen- und Betriebshilferings (MR) Jura, forderte bei der Jahresversammlung, mehr Wertschätzung für Landwirte ein. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Hemau.Der Vorsitzende des Maschinen- und Betriebshilferings (MR) Jura, Ludwig Stiegler, forderte bei der Jahresversammlung, dass die Landwirte mit Wertschätzung behandelt werden sollen. „Wir sind keine Tierquäler“, stellte er heraus. „Wir wollen nicht die Prügelknaben der Nation sein.“ Veränderungen in der Landwirtschaft habe es immer gegeben. Viele Landwirte hätten sich bereits angepasst. Auch der Maschinenring stehe immer wieder vor neuen Herausforderungen.

Die Liquidation der Jura-Raps-Ölmühle in Mühlhausen sei positiv abgeschlossen worden, sagte Stiegler. Die Organisation war auch 2019 ein verlässlicher Partner für ihre Mitglieder. Dass dies weiterhin so sein wird, zeigten die Neuwahlen, bei denen alle Vorstandsmitglieder und Beiräte einstimmig wiedergewählt wurden.

Mitgliederzahl ist stabil

Geschäftsführerin Heidi Engelhardt berichtete, dass die Mitgliederzahl mit 1265 konstant geblieben ist. Die Mitglieder bewirtschaften eine Fläche von 36800 Hektar. Der Gesamtverrechnungswert betrug 2019 3,36 Millionen Euro. Der Maschinenring organisiert und verwaltet die Maschinengemeinschaften, wie die Miststreuergemeinschaft mit 63 Mitgliedern, die Güllegemeinschaft Jura mit 42 Mitgliedern, die Güllegemeinschaft Seubersdorf mit 24 Mitgliedern sowie die Wiesennachsähgemeinschaft mit 31 Mitgliedern. Alle Gemeinschaften seien technisch stets auf dem neuesten Stand.

Mit der MR-Ostenbayern GmbH haben die Mitglieder die Möglichkeit, für ihre Betriebe ein Zusatzeinkommen zu erwirtschaften. 2019 waren dies 390000 Euro – eine Steigerung um 30 Prozent. Auch im gesellschaftlichen Bereich war der MR mit seinen Mitgliedern aktiv. Zum Beispiel mit einer Lehrfahrt in die Steiermark, Teilnahme am Feldtag in Anzenhofen, mit der Fahrt zur Agritechnia und dem ersten Frauenabend.

Das Wahlergebnis

  • Vorstand:

    Vorsitzender, ist Ludwig Stiegler. 2. Vorsitzender Anton Landfried.

  • Ausschuss:

    Anton Biedermann, Christian Fleischmann , Julian Freihardt, Albert Hengl, Marion Iberl, Konrad Maget, Wolfgang Meyer, Anton Reisinger, Beate Eichenseher, Martin Weber (lbt)

Landrätin Tanja Schweiger hob heraus, dass der Landkreis Partner der Maschinenring sei, beispielsweise beim Winterdienst oder Abreiten für den Landschaftspflegeverband. Diese Partnerschaft bestehe seit 30 Jahren.

Bürgermeister Hans Pollinger bezeichnete den MR als eine wichtige Organisation in der Region. In den letzten Jahren habe es für die Landwirte immer wieder positive, aber auch negative Entwicklungen gegeben. Die guten regional erzeugten Lebensmittel müssten auch in der Region vermarktet werden können.

Die Welt verändert sich

Franz Roider von der MR-Ostbayern GmbH richtete mahnende Worte an die Mitglieder. Man müsse sich Gedanken machen, die Welt werde sich verändern. Er forderte alle auf, sich anzupassen. Roider forderte die Anwesenden auf, Chancen zu nutzen und sich Gedanken zu machen, wie man dies schaffen könne. Die Herausforderungen seien enorm. Die Maschinenringe müssten den Beratungsbereich ausbauen.

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