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Mobilität

Mehr Ladestationen für Zeitlarn geplant

Die Infrastruktur für E-Bikes und Elektroautos beschäftigte den Gemeinderat. Einen Beschluss gibt es vorerst noch nicht.
Von Ralf Strasser

Die Rewag will in Zeitlarn Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes aufstellen. Foto: Ralf Strasser
Die Rewag will in Zeitlarn Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes aufstellen. Foto: Ralf Strasser

Zeitlarn.Mit einer langen Reihe von Anfragen und Anträgen der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und einem Bürgerantrag der Freien Wähler beschäftigte sich der Zeitlarner Gemeinderat in seiner Maisitzung. Zu den Top-Themen zählte die Elektromobilität, um die sich mit der SPD und der CSU gleich zwei Parteien kümmern und nahezu deckungsgleiche Anträge stellten. Beide haben die Infrastruktur für die E-Bikes und Elektroautos auf ihrer Agenda.

„Es fehlen in Zeitlarn Ladestationen“, sagen Gerhard Lautenschlager und Josef Weinmann von der CSU, auch Wilhelm Dongus (SPD) sieht die immer größer werdende Rolle der E-Kraft im Straßenverkehr.

Dem will man Rechnung tragen und drängt auf Errichtung von Ladesäulen im Bereich des künftigen Park&Ride-Platzes bei der Mehrzweckhalle und beim neuen Rathaus, wenn dort auf dem Gelände des Götzfried-Stadels Parkplätze entstehen. Darüber hinaus trägt sich die CSU mit dem Gedanken, die Elektromobilität mit dem eCarsharing-Projekt KERL eG zu verbinden.

Der Mobilitätsmarkt ändert sich

Man habe dieses Thema schon vor drei Jahren diskutiert und mit 16:0 Stimmen abgelehnt, erklärte Bürgermeister Franz Kröninger. Mittlerweile habe sich aber der Markt verändert, so plane der Energieversorger Rewag in diese Richtung. „Wir müssen nur den Grund zur Verfügung stellen, alles andere ist für uns kostenlos“, sagte Kröninger. Hohe Verwaltungskosten kämen auf die Gemeinde nicht zu.

Die Entscheidung, sich beim eCarsharing-Projekt zu beteiligen, wurde allerdings verschoben. „Wir warten bis die Ladestationen stehen und entscheiden dann zu gegebener Zeit.“ Das will man auch bei den von der CSU angeregten Mutter-Kind-Parkplätzen auf dem Park&Ride-Gelände tun. „Es spricht nichts dagegen, dort Parkplätze vorzuhalten“, betonte der Bürgermeister. Aber ob diese auch rechtlich bindend sind, müsse man noch klären, meinte Kröninger auf Nachfrage von Dr. Matthias Pregler (CSU).

Politik

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Zwei weitere Anträge nahmen Straßenbaumaßnahmen in Laub und Zeitlarn in den Fokus. Die PWG-Fraktion bat um den Lückenschluss des Bürgersteigs im Bereich Kreuzweg und Ringstraße. „Da sind wir abhängig von der Abgabebereitschaft der Grundeigentümer“, schränkte Kröninger ein. Und die sei nicht hoch. Auch müsse man die Kosten im Auge behalten, da man dort wegen der Böschung eine Stützmauer errichten müsse. Hans Kröninger (ABG) stellte die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme in Frage. „Einen geschlossenen Fußgängerweg erreichen wir ohnehin nicht.“ Dennoch zeigte man Verständnis und plädierte, die Verwaltung zu beauftragen, die Grundstücksfragen zu klären und eine Kostenschätzung für die nachträgliche Errichtung eines Bürgersteigs vorzunehmen.

Nein sagte der Gemeinderat zu einem Bürgerantrag zur durchlässigen Flächenbefestigung der Straße im Bereich der Schulstraße 12 bis 14, die mit ihrem „maroden Zustand“ eine Gefahr für Fußgänger und Anlieger sei. „Die frühere Privatstraße ging im Zuge des Hochwasserschutzes in den Besitz des Freistaats über“, informierte der Bürgermeister. „Wir haben also gar keine rechtliche Grundlage und müssen daher den Antrag ablehnen.“ Die Gemeinde will im Gespräch klären, ob Möglichkeiten vorhanden sind, gab aber zu Bedenken, dass es sich um eine Ersterschließung handeln würde, die Kosten müssten auf die Anleger umgelegt werden.

Feuerwehr: Planung in Sicht

Zur Planung des Feuerwehrhauses in Regendorf sagte der Bürgermeister Kröninger, das angestrebte Gelände befinde sich in einem Außenbereich und sei daher aktuell nicht bebaubar. „Es bedarf einer Flächennutzungsplanänderung. Ohne die gibt es keine Zustimmung seitens der Regierung und des Landratsamtes, auch haushaltsrechtlich können wir deshalb noch keinen Planungsauftrag erteilen.“ Die gute Nachricht von Verwaltungschef Helmut Reichinger: Der Flächennutzungsplan, in dem auch das Feuerwehrhaus berücksichtigt ist, geht bis Ende Juni in die Auslegung.

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