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Mehr Platz für Kindergartenkinder

Relativ überraschend wurde jetzt eine Lösung gefunden.
Von Andrea Leopold

Im Gemeindehaus Holzheim werden im Obergeschoss ab September 22 Kinder vorläufig untergebracht.  Foto: Andrea Leopold
Im Gemeindehaus Holzheim werden im Obergeschoss ab September 22 Kinder vorläufig untergebracht. Foto: Andrea Leopold Foto: Andrea Leopold/Andrea Leopold

Holzheim am Forst.Endlich ist eine Lösung für die Kindergartenfrage in Holzheim gefunden. Die Kinder können ab September im Obergeschoss des Gemeindehauses betreut werden. Das hat der Gemeinderat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Dieses Thema hatte zuvor zu einigem Unverständnis im Gremium geführt.

Im Februar 2018 wurden die Kommunen Holzheim und Kallmünz auf die fehlenden Bedarfsplanungen im Bereich der Kindertagesbetreuung und des Krippenbereichs vom Kreisjugendamt hingewiesen. Der Krippe in Kallmünz verfügte bis dato über keine freien Plätze mehr und auch im Kindergarten waren keine Ressourcen mehr vorhanden. Im November 2018 teilte man mit, dass Kallmünz seinen Kindergarten vom Träger kaufen möchte.

Dadurch wurde die Situation für Holzheim noch prekärer. Erst im August 2019 stimmte der Gemeinderat mit 8:4 Stimmen für den Bau des Kinderhauses. „Durch den zeitlichen Verzug in der Planungs- und Entscheidungsphase stehen diese dringend benötigten Plätze für das kommende Betreuungsjahr jedoch nicht zur Verfügung“, schrieb Sieglinde Kaiser vom Kreisjugendamt.

Die aktuellen Anmeldezahlen zeigten einen deutlichen Überhang. Kaiser machte dies in einem Brief an die beiden Bürgermeister deutlich. Nach der aktuellen Gesetzeslage sei die Gemeinde verpflichtet, ein entsprechendes Angebot zur Verfügung zu stellen. Außerdem seien die Plätze rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.

Die Gemeinderäte Franz Kammerl und Matthias Günther stellten die Frage, warum so viel Zeit von Februar 2018 bis November 2018 verstreichen musste, bis die Dringlichkeit mitgeteilt worden sei. Bürgermeister Andreas Beer ließ den Interpretationen der Räte freien Lauf. Sieglinde Kaiser stellte in ihrem Schreiben zwei Optionen vor: Eine Nachmittagsgruppe im Katholischen Kindergarten Kallmünz oder eine Containerlösung in Holzheim, was zu hohen Investitionskosten geführt hätte. Erst kurz vor der Gemeinderatssitzung wurde zusammen mit Kaiser und Landrätin Tanja Schweiger die Lösung mit dem Gemeindehaus auf den Weg gebracht.

Kämmerer Bernhard Hübl stellte die Haushaltssatzung der Gemeinde vor. Laut Bürgermeister Beer ist die Lösung mit dem Gemeindehaus um rund die Hälfte billiger als der Container. Es müsse jedoch der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht, eine Fluchttreppe gebaut und Handläufe angebracht werden.

22 Kinder sollen dann ab September in dem Gebäude betreut werden. Finanziert werden sollen die dafür notwendigen Investitionen durch eine optionale Kreditaufnahme von 300 000 Euro. Prognostiziert wird ein Schuldenstand von 313 000 Euro ohne und 613 000 Euro mit Kreditaufnahme. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten im Bereich der Steuereinnahmen massive Kürzungen vorgenommen werden. Ansonsten stehe die Gemeinde finanziell stabil da.

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