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Flugsport

Mit dem Mooney-Flugzeug zum Vereinstreff

Zur Jahresversammlung des Flugvereins EMPOA kamen Mitglieder aus ganz Europa mit ihren Maschinen nach Regenstauf.
Von Lena Krieger und Marvin Welz

Trotz schlechten Wetters landeten zahlreiche Mooney-Liebhaber auf dem Flugplatz bei Regenstauf. Foto: Marvin Welz
Trotz schlechten Wetters landeten zahlreiche Mooney-Liebhaber auf dem Flugplatz bei Regenstauf. Foto: Marvin Welz

Regenstauf.Zahlreiche Mooney-Flugzeuge des Typs M20 gab es am Flugplatz Regensburg-Oberhub bei Regenstauf zu bestaunen. Der Verein EMPOA (European Mooney Pilots and Owners Association) war zu Gast auf dem Fluggelände der Motorfluggruppe Regensburg. Der Flugzeugtyp wurde in den USA in den 50er-Jahren entwickelt. Der Viersitzer gilt außerdem als schnellstes Flugzeug mit einmotorigem Kolben. Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde fliegen die Maschinen durch die Luft.

Der Präsident des EMPOA-Vereins, der Regensburger Berufspilot David Kromka, berichtete: „Dieses Flugzeugmodell ist schon komplex zu fliegen, da muss man ein erfahrener Pilot sein. Mit der Mooney-M20-Maschine werden auch längere Reisen unternommen und eher keine Rundflüge.“

Liebhaber der M20

Fluglotse und EMPOA-Mitglied Fritz Kaiser Foto: Marvin Welz
Fluglotse und EMPOA-Mitglied Fritz Kaiser Foto: Marvin Welz

Der Flugverein entstand vor rund zwölf Jahren aus einem Internetprojekt heraus. Die Betreiber wollten über den besonderen Flugzeugtyp Mooney M20 informieren und Liebhaber des Typs vernetzen. Mittlerweile gehören knapp 300 Mitglieder aus ganz Europa dem Verein an. Dazu gehören nicht nur Berufspiloten, sondern auch Rentner und Hobbyflieger.

Die meisten Mitglieder kommen aus Deutschland. Aber auch Österreicher, Schweizer und Franzosen sind im Verein zahlreich vertreten. Fast alle der Flugzeuge befinden sich zudem im Privatbesitz der „Mooniacs“, wie die Mitglieder sich selbst bezeichnen. Vor allem die Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Flugzeugs überzeugt die Liebhaber. Die Maschine ist „ein guter Kompromiss zwischen Kosten und Leistung mit guter Geschwindigkeit“, so David Kromka. Außerdem punkten die Maschinen mit ihrer Langlebigkeit und Ausdauer. Auch der Treibstoffverbrauch hält sich vergleichsweise in Grenzen, und daher gilt die Mooney M20 bei den Fliegern als sparsame Maschine. Gerade deswegen eignet sich das Modell auch für längere Flugreisen.

Sehen Sie hier ein Video von dem Fliegertreffen:

Fliegertreffen in Regensburg-Oberhub

Die EMPOA-Mitglieder Tina und Gunter Haug kamen zum Treffen nach Regenstauf mit ihrer Maschine aus Mannheim angeflogen. Sie bereisten schon viele Orte auf der ganzen Welt mit ihrer eigenen M20. „Unsere längste Reise ging von Mannheim bis nach Feuerland, also bis an die Südspitze Südamerikas. Der ganze Trip ging über ein halbes Jahr lang“, berichtete Tina Haug. Ihr Mann Gunter erzählte außerdem, dass sich die Hauptinteressen des Ehepaars, das Fliegen und das Reisen, mit diesem Flugzeugtyp ideal verbinden lassen.

Europäischer Gedanke

EMPOA verfolgt einen europäisch geprägten Grundgedanken und hat sich zum Ziel gesetzt, Freundschaften über Sprachen und Ländergrenzen hinweg zu schließen und zu fördern. Innerhalb von zwei Tagen könne man mit der Maschine nämlich jeden Ort in Europa erreichen. Die Mitglieder des Clubs begeistern sich sehr für andere Länder und Kulturen. Englisch ist Vereinssprache, die Website ist in drei verschiedenen Sprachen gehalten: französisch, deutsch und englisch.

Mooney

  • Hersteller:

    Die Mooney Airplane Company, Inc. ist ein in den USA gegründeter Flugzeughersteller. Die Flugzeuge der amerikanischen Firma erreichten mehrere Weltrekorde in verschiedenen Kategorien, wie beispielsweise der Geschwindigkeit.

  • Typ M20:

    Die bekannteste Bauserie der Firma ist der M20. Die Maschine wurde in den 1950er-Jahren entwickelt. Das Modell wird bis heute in Kerrville, Texas, gebaut.

Die Jahreshauptversammlung der EMPOA findet jedes Jahr an einem anderen europäischen Ort statt. Organisiert wurde das Mooney-Treffen dieses Jahr vom einheimischen Mitglied Fritz Kaiser aus Bodenwöhr. Er koordinierte an diesem Tag zudem als Fluglotse die Landeanflüge der ankommenden Teilnehmer.

Die European Mooney Pilots and Owners Association ist ein virtueller Verein und hat somit kein Vereinsheim. Umso wichtiger sind daher die gemeinsamen Aus-Flüge innerhalb und mit der Gruppe. Auch zum Abschluss der diesjährigen Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl wurde eine Weiterreise per Flugzeug geplant.

Für den mehrtägigen Aufenthalt in Regensburg wurden einige Aktivitäten organisiert. Auf dem Programm stand unter anderem ein Ausflug zur Walhalla inklusive idyllischer Bootsfahrt, Restaurantbesuche im Kneitinger und im Bischhofshof sowie eine Führung durch die Regensburger Altstadt. Danach ging es für die „Mooniacs“ weiter nach Österreich in die Wachau. Selbstverständlich wurde der Flugplatz in Krems mit den Mooney-Maschinen des Typs M20 angeflogen.

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