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Mit Mundschutz immer im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr des Markts Donaustauf erklärt, warum sie während der Pandemie besonders gefordert ist.
Von Petra Schmid

Einige Aktive der Freiwilligen Feuerwehr demonstrieren, wie sie auf die Gesundheit achten  Foto: FF Christopher Möck
Einige Aktive der Freiwilligen Feuerwehr demonstrieren, wie sie auf die Gesundheit achten Foto: FF Christopher Möck

Donaustauf.Löschen, retten, bergen sind die Kernaufgaben der Freiwilligen Feuerwehren. Diese Hilfe für die Menschen bei Notfällen ist selbstverständlich auch zu Zeiten der Corona-Pandemie notwendig. Die Ortswehren sind in dieser Ausnahmesituation besonders gefordert. Kommandant Christopher Möck gibt einen Einblick, wie die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr derzeit aussieht und was die Kameraden beachten müssen.

Der Einsatzbetrieb müsse natürlich weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit erhalten bleiben. Es handele sich schließlich um eine gemeindliche Pflichtaufgabe. Deswegen habe die Wehr Maßnahmen getroffen, um die Gefahr, sich gegenseitig zu infizieren, zu minimieren, erklärt der junge Chef der Stützpunktwehr.

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Anders als sonst, sammeln sich alle Kameraden bei einem Einsatz vor dem Gerätehaus, achten auf den Sicherheitsabstand und warten, bis eine Führungskraft eintrifft. Diese Führungskraft teilt die Mannschaft dann auf die Fahrzeuge je nach Einsatzlage ein, sagt Möck. „Der Rest der Mannschaft, die für den Einsatz nicht benötigt wird, muss wieder nach Hause fahren“. Dieser Prozess sei natürlich sehr dynamisch und verlange von den Führungskräften einiges ab, die Entscheidung müsse je nach Einsatzlage getroffen werden.

So wenig Personal wie möglich

Es werde versucht, mit so wenig Personal wie möglich auszurücken und auf so viele Fahrzeuge wie möglichst aufzuteilen, fasst er zusammen. Mit dem Löschfahrzeug werde, wenn es die Lage zulässt, nur noch mit sechs statt mit neun Leuten ausgerückt. „In den Fahrzeugen kann natürlich der Mindestabstand nicht eingehalten werden, aber durch diese Maßnahmen zumindest vergrößert werden, betont der Kommandant.

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Zusätzlich sei schon vor der allgemeinen Maskenpflicht das Tragen eines Mund-Nasenschutzes eingeführt worden. Jeder Aktive habe auf seinem persönlichen Platz eine Maske, die vom Betreten bis zum Verlassen des Gerätehauses bei einem Einsatz getragen wird, versichert der Aktiven-Chef. Ist Kontakt mit anderen Personen zu erwarten, werde der dementsprechende höherwertige Mundschutz getragen, sagt Möck weiter. Wartungsarbeiten an Fahrzeugen oder Geräten werden mit reduziertem Personal durchgeführt. Alle Tätigkeiten, die nichts mit dem Einsatzbetrieb zu tun haben oder aufschiebbar sind, seien eingestellt, erklärt der Kommandant.

Die Führung der Wehr legt großen Wert darauf, mit steten Übungen die Kenntnisse der Aktiven zu schulen. Jedoch sind seit dem 26. März alle Übungen komplett eingestellt. „Wir halten hier uns an die Empfehlung des Bundesfeuerwehrarztes. Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht genau. Hierzu werden wir in nächster Zeit Informationen sammeln und sehen, was der Bundesfeuerwehrarzt empfiehlt. Ich denke allerdings, dass es ziemlich schwierig ist, nur mit einem Teil der Mannschaft zu üben, auch im Hinblick darauf, dass Feuerwehr eine Teamarbeit ist und dadurch nicht immer der Mindestabstand eingehalten werden kann“, erklärt Möck.

Desinfektion ist Standard

Nach einem Einsatz würden alle Kontaktflächen desinfiziert, um Schmierinfektionen zu vermeiden. Material, das mit einem Patienten in Kontakt gekommen sei, werde ebenfalls desinfiziert – dies sei aber auch vor der Pandemie schon so gewesen, versichert der Kommandant.

Die Jugend

  • Alternativen:

    Die Jugendwarte Stefanie Jobst und Michael Wagner versuchen trotz der ausfallenden Übungen, die Jugendlichen mit kleineren Aufgaben virtuell und kontaktlos zu beschäftigen.

  • Aktion:

    An Ostern gab es sogar für jeden Jugendlichen ein kleines Osternest – kontaktlos nach Hause geliefert. Übungen sind selbstverständlich wie bei den Aktiven nicht möglich.

Lob gibt es für seine Mannschaft: Es habe sich noch niemand gemeldet, der aufgrund der Pandemie nicht mehr ausrücken wolle. Allerdings habe er Verständnis, wenn jemand diese Entscheidung treffen würde, weil zum Beispiel im eigenen Haushalt oder auf der Arbeitsstätte ein Risikopatient sei.

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