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Freitag, 21. September 2018 28° 3

Unterhaltung

Mit Volksmusik Zelt gerockt

Zum Kirta-Auftakt und nun bereits zum 12. Mal organisierte die CSU/FWG Brunn ein Bayerisches Musikkabarett.
Von Fred Amann

Tom und Basti unterhielten zum Kirtaauftakt die Gäste mit echter Volksmusik. Foto: Amann
Tom und Basti unterhielten zum Kirtaauftakt die Gäste mit echter Volksmusik. Foto: Amann

Brunn.Beim Bayerischen Musikkabarett mit dem Duo Tom & Basti „vo da Mauth“ wehte, stellenweise gewaltig, aber auch ruhig und besinnlich, der musikalische „Baemwind“ durchs gut gefüllte Zelt.

„Do wo da Baemwind wachelt“, war der Programmtitel des von der CSU/FWG Brunn organisierten Bayerischen Musikkabaretts. Und diesen frischen Wind spürte man auch in den Liedern, die zum Schmunzeln und Mitsingen animierten, die aber auch Nachdenkliches oder Kurioses aus dem Waidlerleben zutage brachten.

Verschlafenes Gschau

Tom (Thomas Graf) war mit seiner Schlagfertigkeit und dem Perfektionismus an der Gitarre nie aus der Ruhe zu bringen. Von dem netten sympathischen Grantler mit dem verschlafenem Gschau, der zu einer guten halben Bier ned nein sagen konnte, sollte man sich nicht täuschen lassen. Denn im Hinterkopf hatte er schon den nächsten Witz oder süffisanten Satz parat und brachte so des Öfteren das ganze Zelt zum Lachen.

„Ganz früher“ hats im Haus gegenüber auch den Basti (Sebastian Hackl) gebn, und und als sich ihre musikalischen Wege kreuzten, war klar, dass sie es fortan gemeinsam probieren würden. Die leidenschaftliche „echte Volksmusik“ interpretieren sie nun auf ihre ureigenste Art. Und seitdem „gibts (fast) koa Wirtshaus mehr, in dem sie ned a schon gsungen und gspielt haben“.

Begeistertes Publikum Foto: Amann
Begeistertes Publikum Foto: Amann

Basti (Sebastian Hackl), immer an Witz auf de Lippen, an Schalk im Nacken und an Huat aufm Kopf, erklomm nicht nur die Bühne, sondern auch einen der Tische. Er legte sich mit seiner „Quetschn“ gewaltig ins Zeug, stampfte mit seinen riesigen ausgelatschten Schuhen und machte klar, dass man auch mit Volksmusik so richtig die Bühne rocken kann.

So spielten Tom mit seiner Gitarre und Basti mit seiner Steirischen Harmonika für ihr Publikum zünftige, ehrliche, lustige, ernste, echte, gmiatliche, freche, bewegende, handgemachte, haglbuachane Volksmusik. Meist kam dazu ein spontaner Spruch oder eine kurze Einleitungsgeschichte zum Lied und schon ging auch dem Publikum der Refrain flott über die Lippen.

Besonders angetan war Basti auch von „Biene“, einem Kirtamoidl, das auch beim Ausschank mithalf. Einem künftigen Bräutigam von Biene prophezeite er, dass Biene im Falle einer Heirat dann beim Hausbau nicht nur „das Holz mitbringt“, sondern wegen „Bienes Piercings auch noch die Nägel dazu liefern wird“.

Die Lieder und Texte von „Geh tausch hold aus“, „de Schwiatza (Schmuggler) vom Landl“ oder auch „de zwoa armen Teifeln“ sorgten für jede Menge Lacher.

Juchitzen, Klatschen, Johlen

Eine ganz andere, nämlich ruhige und besinnliche Seite zeigte das Duo beim „wißt's wo mei Hoamat ist“, um dann beim nächsten Lied das Publikum gleich wieder zum „Juchitzen“, Klatschen und Johlen zu animieren ...

„Ich gehe davon aus, dass Tom&Basti, wie manche ihrer Vorgänger, nach dem Auftritt auf der Frauenberger Bühne, in nächster Zeit bestimmt (noch öfter) „im Schlachthof“, bei den „Brettlspitzen“ oder „beim Hirzinger“ zu sehen sein werden“, meinte der Organisator dieses bunten Abends.

Die Baemwind-Tour ist ein Liveerlebnis, für das es eigentlich keine große Bühne braucht, dafür aber ein freudig mitmachendes Publikum. Und genau dieses fanden die beiden Musikanten in Frauenberg vor.

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