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Bildung

Moschee-Besuch gehört zum Unterricht

Neutraublinger Lehrern ist es wichtig, andere Glaubens-Sichtweisen zu vermitteln. Im Schulalltag sind die Muslime gut integriert.
Von Alexandra nurtsch, MZ

Imam Mehmet Selim Güler beim Gebetsaufruf Foto: na

Neutraubling. Am Gymnasium sind knapp zwei Prozent der Schüler Muslime, an der Realschule sind es rund sieben und an der Hauptschule etwa 20 Prozent. Im Schulalltag macht sich ihre Zahl kaum bemerkbar. Die Schüler sind gut in die Gemeinschaft integriert, sind sich die Rektoren einig. „Die Schüler legen auch keinen großen Wert darauf, sich herauszustellen“, sagt Hauptschul-Rektor Anton Mangelkramer. Der zweite Schülersprecher am Gymnasium sei ein Muslim, sagt Rektor Alfred Krinner. Schülerinnen mit Kopftuch habe es am Gymnasium bislang noch nicht gegeben. „Unsere muslimische Schüler kommen aus sehr liberalen Familien“, sagt Gymnasiallehrer Michael Dronia. Der Moschee-Besuch ist für die Rektoren ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. „Es gehört einfach dazu, wenn die Religion besprochen wird, dass man sich die Gebetshäuser vor Ort ansieht“, sagt Realschul-Rektor Johann Flauger und für Mangelkramer ist es wichtig, dass die Schüler auch die Sichtweise Andersgläubiger kennenlernen. „Aber ich würde mir wünschen, dass muslimische Schüler auch einmal eine katholische oder evangelische Kirche besuchen, damit es kein einseitiges Kennenlernen ist.“

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