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Umwelt

Müllmenge entsetzt die Triathleten

Die Sportler reinigten ihre Laufstrecke. Die Aktion soll auf jeden Fall wiederholt werden.
Von Josef Eder

Die Triathleten sammelten beim Laufen Müll am Straßenrand. Foto: Eder
Die Triathleten sammelten beim Laufen Müll am Straßenrand. Foto: Eder

Pentling.Das Triathlon-Team Gewekin bestehend aus jungen Männern, vornehmlich aus den Ortsteilen Nieder- und Hohengebraching. Sie hatten eine Superidee. Bei ihren Trainingseinheiten war den jungen Männern der Dreck am Straßenrand ein Dorn im Auge. Jetzt ergriffen sie die Initiative und sammelten den Müll ein. Pro Kilometer wurde es ein voller Müllsack.

„Wir haben ausgemacht, dass wir zukünftig einmal im Monat einen Lauf machen, bei dem wir unsere Natur ein wenig sauberer machen wollen! Es war allerdings erschreckend, wie viel Müll tatsächlich verstreut war“, berichten die Mitglieder des Triathlon-Teams. Bereits nach den ersten Kilometern vom Waldspielplatz bis nach Pentling waren die ersten fünf Säcke voll. „Einfach erschreckend“, sagt Michael Neumüller. „Durch diese Aktion sind unsere Augen immer größer geworden. Wir können es noch immer nicht fassen, wie viel Müll hier am Straßenrand liegt.“ Das Feedback auf den Social Media-Kanälen der Athleten war so positiv, dass sie dieses Jahr noch einmal einen Lauf machen wollen. Der Termin soll rechtzeitig bekanntgegeben werden, da viele von dieser Idee begeistert sind und mitmachen wollen. Die Laufstrecken sollen an die Teilnehmer angepasst werden, anschließend könnte es noch einen gemeinsamen Umtrunk geben, sagt Neumüller. Erschreckend war für ihn besonders, dass auf dieser Strecke vor wenigen Wochen beim Rama dama bereits der Arbeitskreis Jugend der Gemeinde Pentling unterwegs war und ebenfalls große Menge an Müll aufsammelte.

„Warum räumt ihr Dreck von anderen Weg!“ oder „Wenn ich das gewusst hätte, würde ich das auch machen“ lauteten die Reaktionen auf die Aktion im Internet. Michael Neumüller ergänzte: „Wir finden, diese Aktion sollten sich die Fridays-for-future-Demonstranten als Beispiel nehmen und Müll sammeln gehen, anstelle Straßen zu blockieren, wodurch die Abgasbelastung im Stau stark in die Höhe getrieben wird.“

Das Laufen und gleichzeitige Sammeln von Müll ist ein neuer Trend, der als „Plogging“ bekannt ist. Das Wort setzt sich aus dem schwedischen „plocka“ für aufheben und „Jogging“ zusammen.

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