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Kultur

Musik und Tanz beenden Kunstprojekt

Zum Abschluss der Aktion „Ein Fluss verbindet“ gab es eine Finissage im Kloster Pielenhofen. Dort zieht künftig die Tanzakademie Regensburg ein.
Von Claudia Kreissl, MZ

  • Eine imposante Installation hatte die Kunstgruppe Mosaik beim Kunstprojekt „Ein Fluss verbindet“ auf der Schirndorfer Insel platziert. Foto: Haslbeck
  • Die Mitglieder des „ensembles fluide“ bei ihrer musikalischen Darbietung im Chorsaal des Klosters in Pielenhofen. Fotos: Kreissl
  • Studenten der Tanzakademie Regensburg bei ihrer Tanzimprovisation zum Thema „Der Fluss als Sinnbild für Veränderung und Verbindung“
  • Katja Barinsky vor einem ihrer Waldkinder-Enigmenschreine

Pielenhofen.Mit Musik, Tanz und Ausstellungen fand das Kunstprojekt „Ein Fluss verbindet“ im Kloster Pielenhofen seinen Ausklang. Die Finissage, zu der Dr. Regine und Dr. Rafael Köhler in die Räumlichkeiten der Herder-Schule eingeladen hatten, stand unter dem Leitgedanken „Der Fluss als Sinnbild für Veränderung und Verbindung“. Viele Sprichwörter, die das Thema Fluss zum Inhalt haben, haben eine negative Bedeutung oder umschreiben ein Scheitern, sagte das Ehepaar Köhler zum Auftakt der Finissage. Dabei gelängen Veränderungen nur, wenn man hin und wieder auch gegen den Strom schwimme.

Um Schule und Kunst künftig stärker zu verbinden, hat sich der Herder-Schulverein dazu entschlossen, einige Räumlichkeiten des Klosters an Künstler der Umgebung zu vermieten. Eine dieser neuen Nutzerinnen des Klosters an der Naab ist die Tanzakademie Regensburg, die ab August Räumlichkeiten in Pielenhofen beziehen wird.

Anmutige Improvisationen

Anmutig und ausdrucksstark nahmen sich denn auch am Montagabend einige Studenten der Tanzakademie unter der Leitung von Eva Eger tänzerisch des Leitgedankens der Finissage „Fluss“ an. Mit ihrer Tanzimprovisation begeisterten die Tänzerinnen und ein Tänzer, von denen einige im Finale um den Tanzpreis der Kulturstiftung der Rewag stehen, das Publikum im Chorsaal.

Der Saal mit herrlichem Blick auf die Naab bot auch den Rahmen für die Fotoausstellung der Künstlerin Rita Gäßler, die bereits im April ein Atelier im Kloster bezogen hat. Ihre weitgehend in dunklen Tönen gehaltenen Aufnahmen zeigen Flüsse, darunter die Naab bei Burglengenfeld. „Meine Bilder sind Momentaufnahmen, die viele Assoziationen erlauben“, sagte die Künstlerin.

Raum für eigene Auslegungen ließ auch Katja Barinsky beim Betrachten ihrer farbenfrohen Acrylbilder. Im Fluss zu sein bedeutet für die in der Gemeinde Nittendorf lebende Künstlerin auch, in Kontakt mit anderen zu treten. Diese Begegnungen fanden sich auf ihren ausgestellten Bildern wieder. Im Innenhof des Klosters zeigte Barinsky darüber hinaus Waldkinder-Enigmenschreine. Diese kleinen in hellblau gehaltenen Schränke beherbergen Miniaturbilder der Künstlerin und kleine Fundstücke wie Moos oder Steine der Kinder des Waldkindergartens Pielenhofen. „Bei dieser Installation geht es um Spiel, um Wohnen in der Natur, um kleine Geheimnisse und darum, sich anzufreunden“, sagte Barinsky.

Lose fließende Gedanken musikalisch zu Gehör brachte das „ensemble fluide“. „Sie brauchen das, was wir jetzt machen, nicht unbedingt Musik nennen“, schob Steven Heelein, studierter Kirchenmusiker und Dozent für Chor und Orchesterleitung an der Kirchenmusikhochschule in Regensburg voraus. Musik war es dennoch, wenn auch eine ungewöhnliche. Statt einer Partitur gab es von den vier Berufsmusikern musikalische Gedanken zu hören. Um diese Gedankengänge vernehmbar zu machen, verwendeten die Musiker nicht nur Geige und Kontrabass, sondern auch Kleiderbügel und Milchaufschäumer. „Geben Sie sich den Klängen einfach hin“, forderte Heelein die Zuhörer auf. Zwei junge Damen im Kindergartenalter ließen sich nicht lange bitten, griffen beherzt zu in Rasseln umfunktionierte Überraschungseier und unterstützen die Musiker.

Auch Kinder stellten aus

Apropos Kinder: Auch der künstlerische Nachwuchs kam bei der Finissage nicht zu kurz. Die Kinder des Waldkindergartens stellten farbenreiche auf Leinwand gemalte Acrylbilder aus, die sie zusammen mit Katja Barinsky angefertigt hatten. Im Obergeschoss des Klosters zeigten die Herder-Schüler verschiedene Arbeiten zum Thema Fluss und Natur, darunter Leporellos sowie Bilder und Fotos, auf denen unter anderem schöne Nahaufnahmen von Tieren oder auch eines Wassertropfens zu sehen waren.

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