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Theater

Musikalische Gaunerjagd mit Hotzenplotz

112 Mitwirkende der Musikschule „Letita la musica“ brachten Otfried Preußlers Geschichte auf die Bühne.
Von Dieter Waeber, MZ

  • Kasperl und Seppl mussten es in dem Stück mit dem Räuber Hotzenplotz aufnehmen.Foto: Waeber
  • Großmutter berichtet dem Wachtmeister Dimpflmoser und Kasperl und Seppl vom Diebstahl der Kaffeemühle. Foto: Waeber

Viehhausen.Zur Feier des zehnjährigen Bestehens des Waldkindergartens in Pielenhofen und des einjährigen Bestehens des Waldkindergartens in Sinzing präsentierte die Musikschule „Letitia la musica“ das räuberische Vergnügen vom Räuber Hotzenplotz nach der Buchfassung von Ottfried Preußler. Die jeweils zwei Aufführungen im Waldkindergarten Pielenhofen sowie im Klosterstadl Viehhausen gehörten auch zur Veranstaltungsreihe Kulturlandschaften 2017 des Kulturreferates im Landkreis Regensburg.

Stück begeisterete Alt und Jung

Die musikalische Gaunerjagd begann mit dem Raub von Großmutters Kaffeemühle durch den Räuber Hotzenplotz. Wie immer war Wachtmeister Dimpflmoser ratlos – und so stürzten sich Kasperl und Seppl ins Abenteuer, um dem messerbewehrten Räuber die Mühle wieder abzujagen. Dabei gerieten die beiden in die Fänge des Räubers und des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann. Am Ende gabe es aber natürlich ein Happy End: Der Zauberer wurde besiegt und der in einen Vogel verwandelte Schurke Hotzenplotz wurde wieder ins menschliche Leben zurückgeholt. Kasperl, Seppl und die Großmutter waren wieder glücklich vereint.

Für die Verantwortlichen des Waldkindergartens und der Musikschule bedeutete es zunächst einen riesigen Aufwand, die im Rieglinger Wald geplante Aufführung wegen des Regenwetters kurzfristig in den Stadl zu verlegen, berichtet Simone Schmid, Leiterin der Musikschule „Letitia la musica“. Aber mit Improvisationsgeist und Unternehmungslust wurden die Hürden des Aufbaus der Bühne, der Kulisse und der Zuschauerräume problemlos gelöst. 112 Mitwirkende sorgten für ein musikalisches Spektakel, das Alt und Jung gleichermaßen gefiel

Die Proben begannen schon nach den Faschingsferien, blickt Susanne Schmid zurück. „Im Wald bot sich uns eine atemberaubende Kulisse, die uns leider nur in Pielenhofen vergönnt war. Für die Auftritte in Sinzing hatte Petrus leider kein Einsehen. Wir durften aber in den Klosterstadl ausweichen.“ Der Klosterstadl hatte sogar eigens für die Aufführungen einen „Räuber-Kaffee“ geröstet.

Bewerbung für Jugend-Kulturpreis

Mit dem Erlös der Aufführungen wird die Kongo-Hilfe unterstützt. Außerdem werden für ein weiteres Jahr Schulpatenschaften übernommen. Zum ersten Mal wird außerdem dem an die Organisation „Yes we care“ der Bischof-Manfred-Müller-Schule gespendet, die den Bau eines Jungen-Internates in Lesotho unterstützt. „Auch in diesem Jahr werden wir uns für den Kinder- und Jugend-Kulturpreis bewerben“, sagt Simone Schmid. Sie hofft auf eine Belohnung für die vielen Aktivitäten.

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