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MZ-Landkreislauf: Schön und wadlschonend

Die Strecke ist markiert, man kann schon Schnupperlaufen. Es wird gemütlich, sagt der Strecken-Chef. Ab 26. ist Generalprobe.
Von Heinz Klein

Daniel Wedekind markiert die malerisch schöne Strecke am „Guggi“ entlang. Und wenn jemand beim Laufen mal schnell in den See abbiegt? „Dann viel Spaß“, sagt der Strecken-Chef. Foto: Heinz Klein
Daniel Wedekind markiert die malerisch schöne Strecke am „Guggi“ entlang. Und wenn jemand beim Laufen mal schnell in den See abbiegt? „Dann viel Spaß“, sagt der Strecken-Chef. Foto: Heinz Klein

Regensburg.In der Donauebene gibt’s nun mal kein Bergrennen. Doch Daniel Wedekind, der seit nunmehr zehn Jahren die Strecken für den MZ-Landkreislauf ausbaldowert und vorbereitet, hat auf dem Weg von Aufhausen nach Wiesent jeden möglichen Höhenmeter mitgenommen. Das sind auf den zehn Streckenabschnitten mit Längen zwischen fünf und zehn Kilometern meist gerade mal sechs oder acht Höhenmeter, die zu bewältigen sind. Keine Wadlbeißer also.

Nur die zweite Etappe von Hagelstadt nach Köfering wird auf 10,4 Kilometern viele Schweißtropfen kosten, weil es doch immerhin 79 Höhenmeter bergauf geht. Die schnuckeligste Strecke dagegen ist Nummer 6 von Neutraubling nach Sarching. Auf 4,6 Kilometern geht’s sechs Höhenmeter bergauf und sieben bergab. Insgesamt ist der 10. MZ-Landkreislauf heuer also eher ein gemütliches Lauferlebnis, bilanziert Streckenchef Daniel Wedekind.

Wenn Witzbolde ummarkieren

Daniel Wedekind sprüht das rote „LKL“ als Markierung für den MZ-Landkreislauf auf Asphaltflächen. Foto: Klein
Daniel Wedekind sprüht das rote „LKL“ als Markierung für den MZ-Landkreislauf auf Asphaltflächen. Foto: Klein

Etwa ein Jahr Arbeit steckt in der Konzeption des MZ-Landkreislaufs. Daniel Wedekind ist viele Kilometer mit seiner 950er KTM oder auch mit dem Rad unterwegs, um schöne Laufstrecken zu finden. Dann muss geklärt werden, ob die Strecken auf öffentlichem Grund oder öffentlich gewidmeten Wegen verlaufen. Wo die insgesamt gut 3000 Läufer ihren Fuß auf Privatgrund setzen – und wenn es nur ein paar Meter sind – muss Wedekind vorher das Einverständnis des Grundbesitzers einholen. Doch der muss erst einmal ermittelt sein. Bisher gaben die Kartasterämter bei einer Veranstaltung wie dem beliebten MZ-Landkreislauf gerne Auskunft, doch das wird nächstes Jahr schwieriger, befürchtet Wedekind. Denn die Regeln für den Datenschutz werden verschärft.

Natürlich setzt Wedekind bei der Auswahl auf landschaftlich schöne Strecken. So bleibt vom Start in Aufhausen noch auf mehreren Etappen die malerische Wallfahrtskirche Maria Schnee im Blick. Und auf der Strecke von Mintraching nach Neutraubling könnte der Guggenberger Weiher sogar zu einer kleinen Erfrischung einladen. Landschaftlich schön ist es auch auf den letzten Etappen, die dem Donauknie folgen. Da können die Läufer der Donau gerne die alte Schnulze „Ich hab‘ dein Knie geseh’n“ singen, wenn sie dafür genug Puste haben.

Der Strecken-Chef ist fast täglich mit seiner 950er KTM oder dem Fahrrad unterwegs, um die Etappen zu kontrollieren. Foto: Klein
Der Strecken-Chef ist fast täglich mit seiner 950er KTM oder dem Fahrrad unterwegs, um die Etappen zu kontrollieren. Foto: Klein

Ganz bewusst führt der Strecken-Chef die Läufer auch in die letzten Ecken des Landkreises. Den Landkreis kennenlernen, Spaß an der Natur und am gemeinsamen Laufen haben, nette Menschen treffen und Teamgeist erleben, das sind die Elemente, die den MZ-Landkreislauf zum echten Renner gemacht haben.

Nun ist der gesamte 73,1 Kilometer lange Parcours gesteckt. Etwa 150 Schilder und 300 Sprühmarkierungen weisen den Weg.

Alle Informationen rund um den Mittelbayerische Landkreislauf 2019 finden Sie hier!

„Natürlich gibt es immer wieder Witzbolde, die Schilder abmontieren oder ummarkieren“, sagt Wedekind. Deshalb ist der Strecken-Chef immer wieder unterwegs, um nach dem Rechten zu sehen. Ganz besonders ab dem 26. Juni. Denn dann ist Generalprobe. Interessierte Läufer können dann jeweils mittwochs gemeinsam mit der MZ der Reihe nach alle zehn Etappen ablaufen. Zwei Busse werden im Einsatz sein, die die Läufer dann kostenlos vom Ziel zu ihrem jeweiligen Startpunkt zurückbringen.

Idealer Einstieg für Ultras

Bei solchen Schnupperläufen können die jeweils zehn Läufer eines Teams schon mal überlegen, welche Etappe ihnen behagen würde. Der sportliche Regensburger Stadtdekan Roman Gerl ist treuer Stammgast beim Landkreislauf und macht beim Team des Sachausschusses „Kirche und Sport“ gerne den Schlussläufer. Oder heuer vielleicht mal den Startläufer? Die schwere zweite Etappe könnte man dann der Sportskanone im Team überlassen, überlegt Pfarrer Gerl. Immerhin verfügt der Ausschuss über einen Marathonläufer in den eigenen Reihen.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Mittelbayerische Landkreiselauf 2018:

Bilder rund um den Mittelbayerische Landkreislauf

Für all jene, die nach 42 Kilometern noch fragen, wo es nun bitte weiter geht, bietet der MZ-Landkreislauf die Möglichkeit, die gesamte Etappe solo zu laufen. Gerade weil die Strecke keine allzu großen Anforderungen stellt, sei sie ideal für die sogenannten Ultras, sagt Daniel Wedekind. Und allen anderen 3000 Hobbysportlern soll sie vor allem eine Ultrafreude machen.

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