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Soziales

Nachbarschaftshilfe packt in Mötzing an

In Mötzing haben sich Ehrenamtliche unter dem Dach der Gemeinde zusammengetan. Sie unterstützen alle, die es brauchen.
Von Monika Bucher

Dr. Gaby von Rhein (l.) übergab einen Scheck in Höhe von 1000 Euro als Starthilfe an Marianne Hausladen und Bürgermeister Reinhard Knott. Foto: Bucher
Dr. Gaby von Rhein (l.) übergab einen Scheck in Höhe von 1000 Euro als Starthilfe an Marianne Hausladen und Bürgermeister Reinhard Knott. Foto: Bucher

Mötzing.Im Zuge der Dorferneuerung Mötzing-Schönach entstand auch ein Arbeitskreis „Dorfgemeinschaft“. Dieser hat unter anderem die Initiative zur Gründung einer Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde Mötzing ergriffen. In zahlreichen Sitzungen, bei denen auch Referenten aus bestehenden Nachbarschaftshilfen wie aus Aufhausen und Mintraching eingeladen waren, wurden vielfältige Informationen und Anregungen gesammelt.

Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit Seniorenbeauftragten aus Riekofen und Schönach im Vorfeld mit einem Fragebogen eine Bedarfsanalyse unter den Senioren durchgeführt. Diese bestätigte durchaus den Wunsch nach einer derartigen Unterstützung. Das Ergebnis aller Recherchen und den Plan für die Umsetzung stellte der Arbeitskreis jetzt in einer Informationsveranstaltung im Gemeindehaus in Haimbuch vor.

Bürgermeister von Initiative begeistert

Bürgermeister Reinhard Knott betonte, dass er die Initiative begrüße und sicherte auch die Unterstützung der Gemeinde zu. Man hatte sich entschieden, keinen Verein zu gründen, sondern mit der Nachbarschaftshilfe unter dem Dach der Gemeinde zu starten. Als Orte nannte er neben Mötzing und Schönach auch Haimbuch und Dengling.

Ansprechpartner

  • Leitung:

    Marianne Hausladen, die Leiterin des Arbeitskreises Dorfgemeinschaft, koordiniert die neue Mötzinger Nachbarschaftshilfe, die auch für Schönach und Haimbuch zuständig ist.

  • Information:

    Ein Flyer wurde bereits erstellt und liegt im Bürgerbüro der VG und in den Kirchen der Gemeinde aus. Weitere Informationen sind erhältlich bei Marianne Hausladen, Tel. (0176) 54880772.

Als Leiterin der Freiwilligenagentur des Landkreises Regensburg erklärte Dr. Gaby von Rhein den Begriff „organisierte Nachbarschaftshilfe“ und stellte die verschiedenen Konzepte vor. In den Jahren 2009 bis 2020 war, so betonte sie, eine rasante Entwicklung von Nachbarschaftshilfen zu verzeichnen. Neben Marianne Hausladen, Leiterin des AK Dorfgemeinschaft und Koordinatorin der Nachbarschaftshilfe, arbeitet Wolfgang Hausladen als kreativer Art Director mit und Sarah Hausladen kümmert sich um den Schriftverkehr. Dr. Birgit Meyer und Bernard Meyer sind zuständig für Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Unterstützer der Initiative sind auch Nicole Niedermeier, Gabi Schütz, Alfred Wolf und Jürgen Giebl.

Zielsetzung sei, so Marianne Hausladen, Hilfe für alle im Alter oder in besonderen Lebenssituationen. Diese soll schnell und unbürokratisch erfolgen, aber es soll keine Konkurrenz zu professionellen Anbietern entstehen.

Ehrenamtliche müssen Einsatz dokumentieren

Marianne Hausladen erläuterte den Ablauf eines Hilfeeinsatzes. Nachdem eine hilfsbedürftige Person um Hilfestellung gebeten hat, sucht die Koordinatorin in der Kartei einen geeigneten Helfer aus und benachrichtigt diesen. Der Ehrenamtliche begibt sich zur hilfesuchenden Person und kümmert sich. Der Einsatz muss anschließend auf einem Formblatt dokumentiert werden.

Alle Daten würden selbstverständlich vertraulich behandelt. Die Mitarbeit in der Nachbarschaftshilfe sei ein rein freiwilliges Engagement ist, bei dem keinerlei vertragliche Bindung erfolgt. Dr. von Rhein übergab noch mit freundlichen Grüßen von Landrätin Tanja Schweiger einen Scheck in Höhe von 1000 Euro als Starthilfe an Marianne Hausladen und Bürgermeister Reinhard Knott.

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