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Polizei

Nachteile für die Oberpfalz

MdL Tanja Schweiger sieht den Bezirk als Verlierer der Personalaufstockung bei der bayerischen Polizei. Ihre Kritik: Die Staatsregierung teilte zu wenig Stellen zu.

Stark benachteiligt sich Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger die Oberpfalz bei der Personalaufstockung der Polizei. Foto: dpa

Regensburg. Als „stark benachteiligt“ betrachtet Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger (FW) die Oberpfalz im Zuge der Personalaufstockung bei der Polizei. Während Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sich vor kurzem bei der Sicherheitskonferenz in Neutraubling gegen Vorwürfe wehrte, die Oberpfalz sei der Verlierer der Personalzuteilung, sieht die Abgeordnete aus Pettendorf dagegen ihre Befürchtungen bestätigt.

Die Polizeireform bringt ihrer Ansicht nach für die Oberpfalz viele Nachteile mit sich. Insgesamt stehen bayernweit 1750 Sollstellen zur Verteilung an, heißt es dazu in einer Pressemitteilung von Schweiger. Hiervon resultieren 1000 Sollstellen aus Stellenmehrungen sowie 750 vormals eingezogene Sollstellen die nach Rückkehr zur 40-Stunden-Woche wieder an die Polizeidienststellen zurückgeführt werden.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz mit einem Sollstand 2122 Polizisten habe aktuell einen landesweiten Anteil von 6,61 Prozent an den Gesamtsollstellen (32111). Bezogen auf die 1000 neuen Stellen entspräche dies einem rechnerischen Anteil von etwa 66 Stellen für die Oberpfalz. Bei der anteiligen Rückführung würden sich etwa 45 Stellen ergeben. Nach Rechnung der Abgeordneten wären dies insgesamt 111 Stellen für die Oberpfalz anstelle der aus München zugeteilten 101.

Schweiger führt aus, dass die jetzige Verteilung der Stellen zu erheblichen Nachteilen für die Oberpfalz führt. „Denn wir haben aufgrund unserer ländlichen Infrastruktur viele kleinere Dienststellen, denen wir zum Erhalt der Funktionsfähigkeit Personal zuführen müssen“, betont sie. Darüber hinaus gebe es auch noch stark belastete Dienststellen in Regensburg, Neumarkt, Amberg und Weiden. Gerade diese Dienststellen würden im landesweiten Vergleich einen hohen Arbeits- und Einsatzbelastungswert aufweisen und deshalb mehr Personal benötigen, argumentiert die Abgeordnete.

„Um die Sicherheitslage weiterhin zu gewährleisten brauchen wir bayernweit zusätzlich mehr junge Beamte, die für den Dienst auf Bayerns Straßen zur Verfügung stehen“, fordert die Landtagsabgeordnete.

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