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Natur unter dem Mikroskop betrachtet

Die Altenthanner Grundschulkinder erlebten einen Unterrichtstag mit dem Naturmobil des Bund Naturschutz. Sie sammelten Tiere und Pflanzen.
Von Peter Luft, MZ

Arbeiten am Mikroskop im Naturmobil. Foto Luft

Altenthann. Das Naturmobil des Bund Naturschutz Regensburg machte bei der Grundschule Altenthann Station. Die Kombiklasse 1/2 mit ihrer Lehrerin Christa Werner und Förderlehrerin Silke Januschke verbrachten einen lehrreichen Vormittag am Kirchbuckel. Das Thema „Hecke“ stand auf dem Stundenplan.

Vorab hatte sich die Kinder schon im Heimat- und Sachkundeunterricht mit dem Lebensraum Hecke beschäftigt. Mit dem Besuch des Naturmobils konnten die Kinder somit ihr Wissen vertiefen und erweitern. Angela Nun vom Bund Naturschutz vermittelte mit einem Spiel, wie sich z. B. ein kleiner Igel in der Hecke fühlt, wenn ein großer Hund ihn verfolgt. Abwechselnd durften die Kinder Igel oder Hund spielen und so am eigen Leib erfahren, wie ein Igel, der noch etwas steif und starr vom Winterschlaf ist, sich fühlt, wenn er plötzlich von einem Hund verfolgt wird.

Anschließend wurden die Mädchen und Buben mit Becherlupe und kleinem Eimer losgeschickt, um die Hecke zu erkunden. Es sollten verschiedene Blätter mit Stiel, etwas Weiches und etwas Hartes, etwas das nicht in die Natur gehört, eine Blüte, etwas Unnützes, ein angefressenes Blatt, etwas besonders Schönes oder auch ein kleiner Käfer gesammelt werden.

Die Kinder sammelten mit großem Eifer

Mit großem Eifer streiften die Kinder durch die Hecke und Graben am Altenthanner Kirchbuckel und sammelten eifrig jede Menge „Natur“ ein. Die Buben gruben sehr gerne im Boden nach kleinen Käfern, Spinnen oder Ameisen.

Den Mädchen hatten es eher die Schnecken, genauer die Weinbergschnecken angetan. Amelie hatte sogar fünf Schnecken in ihren Eimerchen und bekam auch noch eine von ihrer Freundin dazu. Natürlich hatte Amelie auch Blätter und Moos mit dazugetan, damit sich die Tierchen auch wohlfühlten. „Aber eine Schnecke ist ganz witzig, die will immer raus krabbeln und lässt sich an den Fühlern berühren“, erzählte Amelie ihren Freundinnen sehr interessiert.

Angela Nun erklärte: „Geschüttelt werden mögen die Schnecken nicht so gern. Stell dir mal vor, du wirst durchgeschüttelt. Halte den Eimer lieber etwas ruhiger.“ Tobias war ganz stolz auf seine vier Spinnen in der Becherlupe und freute sich, diese später unter dem Mikroskop betrachten zu können. Anschließend durften die Schüler ihre „Fundstücke“ eingehend unter dem Mikroskop im Naturmobil betrachten. Kleine Käfer z. B. wurden in Glasschalen gelegt, sonst würden sie unter dem Mikroskop viel zu schnell weg krabbeln und könnten nicht genau betrachtet werden.

Lernen mit allen Sinnen

„Pflanzen könnt ihr in die größere Plastikschale legen und so unter dem Mikroskop anschauen. Außerdem müsst ihr das Mikroskop auf eure Augen einstellen und scharf stellen“, erklärte Nun den Kindern. Schnell waren alle 26 Arbeitsplätze im Naturmobil belegt.

Die beiden Lehrerinnen Christa Werner und Silke Januschke freuten sich, dass die Kinder den praktischen Unterrichtstag in vollen Zügen genossen. „So macht das Lernen gleich viel mehr Spaß. Lernen mit allen Sinnen, wie riechen, fühlen, sehen, hören und dazu in der freien Natur spricht alle Kinder an und die Brotzeit schmeckte doppelt so gut“, freute sich Christa Werner.

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