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NaturFreunde setzen auf das „Wir“

Beim Landestreffen in Schönhofen zeigt die Regensburger Ortsgruppe, dass sie den Begriff „Gemeinschaft“ wirklich lebt.
Von Ralf Strasser, MZ

Michael Fuchs leitet mit viel guter Laune vor Mitgliedern der NaturFreunde das kollektive Jonglieren mit bunten Bällen.
Michael Fuchs leitet mit viel guter Laune vor Mitgliedern der NaturFreunde das kollektive Jonglieren mit bunten Bällen. Foto: Ralf Strasser

Schönhofen.„Hochwerfen, fallen lassen und mit Freude wieder aufheben.“ Michael Fuchs steht mit Mikrofon und guter Laune vor Mitgliedern der NaturFreunde auf der grünen Wiese und nordet ein. Auflockern nennt er das. Nicht dass die Freunde des gemeinschaftlichen Naturerlebnisses das nötig hätten, aber Spaß macht das kollektive Jonglieren mit bunten Bällen trotzdem. „Wir dürfen fangen, müssen aber nicht. Und immer die Mundwinkel nach Norden“, fordert Fuchs auf. Soll heißen: lächeln beim Versuch, der kleinen Kugel eine bestimmte Richtung zu geben.

Zu dem Landestreffen der NaturFreunde hatten der stellvertretende Landesvorsitzende Alex Körber und die gastgebende Regensburger Ortsgruppe rund 130 Ortsvereine in das Laabertal eingeladen.

An der Kletterwand versuchten sich die jungen Besucher des Landestreffens.
An der Kletterwand versuchten sich die jungen Besucher des Landestreffens. Foto: Ralf Strasser

Und viele schauten vorbei auf dem grünen Rund des SSV Sportplatzes in Schönhofen und im Naturfreundehaus. Nicht mit einem „guten Morgen“, sagte Körber am frühen Samstagvormittag Hallo, er begrüßte die Teilnehmer mit einem vergnüglichen „Berg frei“ – angesichts der Höhen des Alpinen Steigs im Hintergrund war das auch nicht deplatziert.

Alphornbläser zum Auftakt

Der Tag, mit dem man zeigen will, was man alles tut und wie der Verband mit der Natur und den kulturellen Werten umgeht, beginnt mit Musik. Vier Alphornbläser geben die Ouvertüre zu einem Festtag, den der Regensburger Ortsvorsitzende Dr. Dieter Groß als generationsübergreifend bezeichnet. Unter den Gästen sind auch der 3. Regensburger Bürgermeister Jürgen Huber und Landrätin Tanja Schweiger. Sie könne sich keinen schöneren Ort für das Treffen ausdenken, erklärte Schweiger. Der Landesvorsitzende der NaturFreunde, Christian Schwarzkopf, hatte seine Rede irgendwo an einem Parkplatz vergessen, wie er lächelnd mitteilte, also forderte er nur noch auf, zu zeigen, was man denn so drauf hätte.

Auf geht´s zum Rutschen
Auf geht´s zum Rutschen Foto: Ralf Strasser

Und das war und ist eine ganze Menge. Während die Bratwürste auf dem Grill Farbe annehmen, die Brezen zur Käsbrotzeit schmecken, werden sportive und kreative Angebote ausprobiert. Die Jugend versuchte sich an der Kletterwand, als Umweltdetektiv oder im Spielezelt, die Schwarze Laber lud zum Schnupperpaddeln ein, die Mountainbiker gingen wie die Wanderer auf Thementour, Dart wurde geworfen, auf Slacklines balanciert und beim Faustball die Wettkampfstärke erprobt. Dazu spielte ein Mandolinenorchester auf, es wurde getanzt, gelesen, diskutiert und informiert. „Wir haben heute unsere ganze Bandbreite mit großem Erfolg aufzeigen können“, wird Groß am Ende des Tages zufrieden feststellen.

Haben das Landestreffen mitorganisiert: Bezirksvorsitzender Roman Dotzer  und der Vorsitzende der Regensburger Ortsgruppe, Dr. Dieter Groß.
Haben das Landestreffen mitorganisiert: Bezirksvorsitzender Roman Dotzer und der Vorsitzende der Regensburger Ortsgruppe, Dr. Dieter Groß. Foto: Ralf Strasser

Ohne Helfer geht nichts

Doch ohne Helfer geht nichts, betont er, „immerhin kümmern sich 50 Regensburger NaturFreunde um unsere Gäste, dazu kommen Helfer vom Landesverband und von den Ortsvereinen.“ Auch hier spürt man die Gemeinschaft. „Das ist eben keine Phrase, sondern gelebtes Motto, denn bei den Aktionen bringen sich alle ein.“ Wer am Sportplatz die Informationen aufgesaugt hatte oder mit den Holzskiern zu dritt oder zu viert über das Gelände marschierte, konnte sich an den Angeboten am Naturfreundehaus erfreuen. Schwerpunkt: Kinderaktivitäten. Rallyes, Hüpfburg, Märchen, Kegeln, Schlittenfahren oder Origami basteln. All das gab es kostenlos, wie auch den überragenden Blick hinunter ins Tal.

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