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Verkehr

Neue 20er-Zone in der Maxstraße

Nach vielen Beschwerden setzt der Donaustaufer Marktrat die ursprüngliche Planung um. Nach der Testphase wird Bilanz gezogen.
Von Petra Schmid

In der Maxstraße in Donaustauf hat der Marktrat nun eine 20er-Zone eingeführt. Foto: Resi Luft
In der Maxstraße in Donaustauf hat der Marktrat nun eine 20er-Zone eingeführt. Foto: Resi Luft

Donaustauf.Autofahrer, die gerne mit sportlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, sollten ab sofort nur noch mit angepasster Geschwindigkeit durch den Markt Donaustauf fahren. Tempoüberschreitung kann nämlich jetzt teuer werden. Denn nun ist der Zweckverband zur kommunalen Verkehrsüberwachung 25 Stunden im Monat unterwegs.

Wer nun meint, am Abend oder an den Wochenenden könne man beispielsweise unbeschwert durch die neue Tempo-20-Zone in der Maxstraße flitzen, denn zu diesen Zeiten werde eh nicht geblitzt, der irrt gewaltig. Die Geschwindigkeitskontrollen würden willkürlich verteilt, denn es sei nämlich nicht um 18 Uhr Feierabend, erklärt Bürgermeister Jürgen Sommer. Dies könne während des ganzen Tages aber auch nachts oder am Wochenende erfolgen, sagte er im Gespräch mit unserem Medienhaus. Er könne nur empfehlen, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten.

In 14 Bereichen wird geblitzt

Neue Schilder regeln geänderte Vorfahrtsrechte. Foto: Resi Luft
Neue Schilder regeln geänderte Vorfahrtsrechte. Foto: Resi Luft

Es werde allerdings nicht nur in der neuen Tempo-20-Zone in der Maxstraße, sondern auch in 13 weiteren Straßen geblitzt. Als Beispiele nannte Sommer etwa die Ludwigstraße, die Frankenstraße oder die Regensburger Straße. Zu dieser Regelung gibt es eine längere Vorgeschichte: Die Maxstraße, einst Hauptader und Geschäftsstraße durch den Ortskern, wurde vor Jahren umgestaltet. Durch die Umgehungsstraße und den Umbau sollte nicht nur eine Aufwertung, sondern auch eine Verkehrsberuhigung und Entschleunigung erreicht werden. Die Gehwege wurden verbreitert und als überfahrbare Flachborde ausgeführt. Nach Abschluss der Umgestaltung und Freigabe beschloss der Gemeinderat, die Strecke für 30 Stundenkilometer freizugeben. Das Planungskonzept hatte ursprünglich eine 20er-Zone und eine Einbahnstraßenregelung der zur Maxstraße hin- oder wegführenden Seitenstraßen beinhaltet. Auch die Einbahnstraßenregelung wurde nicht umgesetzt.

Bereits von Anfang an gab es bei Anwohnern und Geschäftsleuten mit der Neugestaltung Unzufriedenheit. Es werde zu schnell gefahren, außerdem sei die Überfahrbarkeit des Gehwegs eine Gefährdung für die Fußgänger, wurde als Dauerbrenner bei den Bürgerversammlungen beklagt. Es werde nicht nur, wie erlaubt, im Begegnungsfall auf den Bürgersteig ausgewichen, sondern über eine längere Strecke hin darauf gefahren, und dies noch dazu mit hoher Geschwindigkeit. Man müsse Angst haben, wenn man das Haus oder ein Geschäft verlassen wolle, wurde Kritik geübt. Man übergab mit der Forderung um Nachbesserung eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Sommer.

Ortstermine und Begehungen mit Vertretern der Gemeinde und der zuständigen Polizei sowie einem Vertreter der Regierung, die Zuschüsse zur Neugestaltung gewährte, bezüglich einer eventuellen Umgestaltung oder Verkehrsänderung wurden durchgeführt. Auch der Marktrat beschäftigte sich speziell mit der Maxstraße und der Verkehrsüberwachung mehrfach. Bauliche Maßnahmen durch beispielsweise Fahrbahnschwellen, welche von den Bürgern immer wieder vorgeschlagen wurden, seien nicht zulässig oder nicht praktikabel, erklärte Sommer in einer der Marktratssitzungen. Als förderungsschädlich seien Plateau-Ebenen oder eine Engstelle einzustufen, fasste der Bürgermeister damals zusammen.

Die Sicherheit wird erhöht

Nachdem auch die Polizei die Änderungsvorschläge der Verwaltung, die Maxstraße, wie ursprünglich vorgesehen, in eine 20er-Zone zu wandeln und die Seitenstraßen mit einer Einbahnstraßenregelung zu versehen, befürwortet und angemessen verstärkte Geschwindigkeitskontrollen empfohlen hatte, beschloss der Marktrat, die 20er-Zone und Einbahnregelung durchzuführen. Auch beschloss man, vom Zweckverband den ruhenden Verkehr mit 80 Stunden im Monat und den fließenden Verkehr mit 25 Stunden je Monat überwachen zu lassen. Mit der Umbeschilderung und teilweisen Änderung der Vorfahrtsrechte fiel nun der Startschuss, um die Sicherheit zu erhöhen. Dies wolle man nun testen und nach einem angemessenen Zeitraum Bilanz ziehen, kündigte der Rathauschef an. Es gehe vorrangig darum, die Sicherheit zu erhöhen. Mit der Überwachung entstünden Mehrkosten, die durch eine Erhöhung der Sicherheit im Bereich der Maxstraße und der übrigen Ortsstraßen auf alle Fälle gerechtfertigt seien, sagte Sommer abschließend.

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