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Natur

Neue Heimat für Insekten

Auch in Brunn wurden Blühwiesen angelegt. Ein effektives Grünflächenmanagement soll für einen Ausgleich sorgen.
Von Manfred Kox

An der Laaberer Straße in Brunn wurde bereits eine Blühwiese angelegt. Foto: www.touristikfoto.com/Claudia gruber
An der Laaberer Straße in Brunn wurde bereits eine Blühwiese angelegt. Foto: www.touristikfoto.com/Claudia gruber

Brunn.Der Brunner Bürgermeister Karl Söllner hatte den Spezialisten für Naturschutz, Josef Sedlmeier vom Landratsamt, eingeladen, der den Gemeinderäten die richtige Behandlung von Grünflächen erklärte. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat inzwischen zu einem radikalen Umdenken geführt.

Sedlmeiers erstes Statement lautete: „Wir mähen zuviel.“ Ein sinnvolles Grünflächenmanagement soll für den Ausgleich zwischen der landwirtschaftlichen Nutzung und der Erhaltung des Lebensraums der Insekten sorgen. Das Landratsamt wolle als Vorbild fungieren und habe sich Regeln gesetzt, die von Gemeinden und Landwirten übernommen werden sollten. Ein Beispiel dafür seien die Randstreifen entlang der Straßen. Wenn dort die Pflanzen zu hoch werden und die Sicht versperren, müssten sie gemäht werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Alle anderen Bankette werden künftig nur zwei Mal geschnitten. Eigentlich wäre es ideal gar nichts zu machen, doch würden sich dann stärkere Bäume ansiedeln, die Probleme schaffen, erklärte Sedlmeier. Richtige Maschinen müssten eingesetzt werden, damit sich der gewünschte Erfolg auch einstellt. Um weitere Erfahrungen zu sammeln, möchten die Naturschutzbeauftragten mit den Gemeinden in Verbindung bleiben.

Doppelhaus schließt Lücke

Bei den Bauanträgen konnte für ein Vorhaben keine Entscheidung gefällt werden, da noch Fragen zur Nutzung offen sind. Eine Gartenmauer darf höher werden, weil sie dadurch den Abfluss von Starkregen verbessert. Eine Schweinemasthalle wurde erneut abgelehnt, da sie zu nah an der Gemeindeverbindungsstraße steht. Ein Ausgleich von Abstandsflächen wurde befürwortet, ebenso eine Zaunerhöhung. Ein Doppelhaus wurde zum Schließen einer Baulücke genehmigt.

Das neue Kinderhaus in Frauenberg wird Anfang November in Betrieb gehen. Eine Ausschreibung, deren Ergebnis doppelt so hoch ausfiel wie im Kostenansatz gedacht, macht eine erneute Submission notwendig. Da bereits 30 Anmeldungen vorliegen und auch das Personal bereitsteht, wird geprüft, wie sich die Verzögerung auf die Situation der Eltern auswirkt und wie im Härtefall geholfen werden kann. Beim Hallerbauernhof gehen die Pflasterarbeiten weiter, die Wasser- und Abwasserinstallation und die Stromversorgung werden realisiert. Zur Kirchweih sollen laut Söllner befestigte Flächen bereitstehen.

Schleppender Mobilfunkausbau

Leider habe es die Bundesregierung bei der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen versäumt, ein „National Roaming“ vorzuschreiben, bei dem jeder Betreiber auch Masten der anderen Lizenznehmer verwenden könnte, beklagte der Bürgermeister. Das führe nun dazu, dass eine gewaltige Zahl von Masten aufgestellt werden müssten, um eine lückenlose Abdeckung zu erreichen. Dadurch verzögere sich der Ausbau. Die Gemeinde habe nur wenige Möglichkeiten, darauf einzuwirken.

2. Bürgermeister Gottfried Scheid berichtete von der Ehrung der erfolgreichsten Abiturienten in Parsberg. Darunter waren mit Paula Söllner und Karin Christensen, die den Spitzendurchschnitt von 0,9 schaffte.

Blütenzauber

  • Projekt: Um dem Schwund der Artenvielfalt zu begegnen, hat der Landkreis Regensburg das Kooperationsprojekt „Blütenzauber in unseren Dörfern“ ins Leben gerufen.

  • Umsetzung: In 23 Gemeinden wurden Blühflächen mit heimischen Pflanzenarten angesät.

  • Bildung: Zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen sind Lehraktion für Kindergärten und Schulen geplant.

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