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Neubau

Neue Heimat kostet viel Zeit

Die Feuerwehr Thonlohe hat bereits gut 2000 Stunden in ihr Wunsch-Gerätehaus investiert. Sie hat noch viel Arbeit vor sich.
Von Alfons Beil

Die Feuerwehr Thonlohe legt derzeit auch bei den Außenanlagen Hand an. Im Bagger sitzt 2. Kommandant Franz Kuffer. Fotos: Beil
Die Feuerwehr Thonlohe legt derzeit auch bei den Außenanlagen Hand an. Im Bagger sitzt 2. Kommandant Franz Kuffer. Fotos: Beil

Hemau.Zur Zeit entsteht in der Dorfmitte von Thonlohe das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Die Mitglieder und sonstige Helfer leisteten bis jetzt bereits weit über 2000 freiwillige Arbeitsstunden, die zur Finanzierung der Maßnahme beitragen. Nach Vollendung der Rohbauarbeiten stehen nun der Innenausbau sowie die Außenanlagen auf dem Programm.

Das neue Feuerwehrhaus. Foto: Beil
Das neue Feuerwehrhaus. Foto: Beil

Vor rund 45 Jahren wurde das bisherige Gerätehaus erstellt. In einer Doppel-Fertiggarage, die später ein Satteldach erhielt, sind der Tragkraftspritzenanhänger – der einzige, der im Hemauer Stadtgebiet noch im Einsatz ist – und die Ausrüstungsgegenstände einschließlich der Schutzanzüge und Schutzhelme untergebracht. Die beengten Verhältnisse entsprechen nicht mehr den Vorschriften. Es sind keine Umkleiden vorhanden, geschweige denn getrennt nach Mann und Frau. Umkleiden kann man sich allenfalls in einem nahegelegen Geräteschuppen.

Dorferneuerung genutzt

Die Aktiven der Feuerwehr und die der Jugendgruppe hegen schon lange den Wunsch nach einem neuen Gerätehaus. Nun geht er in Erfüllung. Die Stadt hat bei der Dorferneuerung und beim Ausbau der Ortsdurchfahrt gegenüber der Kirche eine Fläche erworben. Dort entsteht nun das neue Gebäude.

Rund um das Feuerwehrhaus

  • Fahrzeughalle:

    Im Erdgeschoss befinden sich die Fahrzeughalle mit einem Stellplatz, das Schlauchlager, Umkleiden für Damen und Herren in jeweils eigenen Räumen, Toiletten für Damen, Herren und Behinderte mit Dusche sowie ein Abstellraum.

  • Zusatzflächen:

    Das Obergeschoss wird nach Fertigstellung als Abstellraum genutzt. Sollte jemals das Gasthaus „Zur Post" geschlossen werden, könnte eventuell hier der Schützenverein „Römerschanz" seine Schießanlage einbauen.

  • Vorgänger:

    Der Tragkraftspritzenanhänger der Wehr ist bislang im alten Gerätehaus untergebracht. Die Platzverhältnisse dort sind sehr beengt. Zusätzlich mangelt es an Stauraum und weiteren Räumen beispielsweise für Schulungen.

  • Richtfest:

    Mit vielen Ehrengästen und den Helfern feierte die Feuerwehr Thonlohe im Februar 2019 das Richtfest. Die Gäste konnten damals bereits den Rohbau besichtigen. Bei der Außenanlage sollen mehrere Parkplätze entstehen. (lbt)

Seit ungefähr fünf Jahren verfolgt die Thonloher Feuerwehr den Gerätehaus-Neubau intensiv. Damals fanden mit der Stadt Hemau die ersten Gespräche statt. Um einen Kostenrahmen zu erhalten, machte Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer eine Grundplanung. Die endgültige Feinplanung wurde dann vom Bauamt der Stadt Hemau durchgeführt. Hier wurden viele Wünsche der Wehr mit eingebracht. Die Baumaterialien werden von der Stadt Hemau bezahlt. Zusätzlich finanziert sie bei jedem Gewerk einige Arbeitsstunden, beispielsweise beim Einbau der Elektrik, wie Vorsitzender Tobias Köhl erklärt. Der Rest der Aufgaben ist Sache der Feuerwehr, bei der viele Mitglieder als Helfer Hand anlegen. Nach Köhls Angaben fielen bisher bereits weit mehr als 2000 Arbeitsstunden an. Die Helfer der Feuerwehr kommen aus den Dörfern Albertshofen, Thonlohe und Waltenhofen.

Das Foto zeigt den Tragkraftspritzenanhänger der Wehr und die Enge im Gerätehaus.
Das Foto zeigt den Tragkraftspritzenanhänger der Wehr und die Enge im Gerätehaus.

Köhl lobt, dass stets genügend Helfer anwesend gewesen seien, die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten eingebracht hätten. Ein Motor bei den Rohbauarbeiten war Maurermeister Berthold Silberhorn, der ständig Ratschläge gegeben habe, was gerade zu tun sei. Beachtlich sei auch, so Köhl, dass die Arbeiter immer mit Brotzeiten und Getränken versorgt worden seien. Manchmal habe es sogar Kaffee und Kuchen gegeben. Bereits im Februar wurde mit vielen Ehrengästen und den Helfern das Richtfest gefeiert.

Fertigstellungstermin ist offen

Die Hände in den Schoß legen können die Feuerwehrler aber noch lange nicht. Da noch viele Arbeiten im Innen- und Außenbereich anfallen, will sich die Führung der Wehr auch noch nicht auf einen Fertigstellungstermin festlegen. Hauptorganisator des Neubauprojekts ist Vorsitzender Köhl. Er lobt vor allem die Mitglieder der Feuerwehr, deren Einsatz bei den Bauarbeiten das übliche Maß weit übersteigen würde.

Ein Lob für alle bisher am Bau beteiligten Helfer gibt es auch vom Kommandanten Johannes Kagerer und seinem Stellvertreter Franz Kuffer. Beide freuen sich schon auf die Fertigstellung der idealen Räumlichkeiten für das Fahrzeug und die Ausrüstung sowie auf die Umkleiden und den Schulungsraum.

Die Freiwillige Feuerwehr Thonlohe hat 85 Mitglieder aus den Orten Albertshofen, Thonlohe und Waltenhofen. Davon sind 45 aktive Einsatzkräfte. Auch die Jugendgruppe der Thonloher Wehr steht mit ca. 20 Mitgliedern vorbildlich da.

Das neue Gerätehaus ist an einem Abhang gebaut und kann daher auf drei Ebenen genutzt werden. Die Grundfläche des Hauses beträgt 13,5 mal elf Meter. Das Obergeschoss wird nach Fertigstellung als Abstellraum genutzt. Sollte das Gasthaus „Zur Post“ jemals geschlossen werden, könnte eventuell hier der Schützenverein Römerschanz seine Schießanlage einbauen. Im Untergeschoss ist ein großer heller Schulungsraum geplant. Außerdem sollen dort das Büro der Kommandanten und der Vereinsführung, ein Technikraum und nochmals ein Abstellraum Platz finden. Der Eingang ist getrennt vom Tor zur Fahrzeughalle angelegt.

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