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Politik

Neue Pläne für die Umgehung

Für die Ostumfahrung Niedertraubling ist jetzt eine andere Lösung vorgesehen. Neutraubling hatte die alte Version abgelehnt.
Von Petra Schmid

Obertraubling hat massiv unter den stetigen Verkehrszuwächsen zu leiden. Eine neue Umgehung soll Entlastung bringen. Foto: Jaumann
Obertraubling hat massiv unter den stetigen Verkehrszuwächsen zu leiden. Eine neue Umgehung soll Entlastung bringen. Foto: Jaumann

Obertraubling.Von der geplanten Ostumfahrung Niedertraubling versprechen sich die Experten eine Verkehrsentlastung für Obertraubling. Die Bürger der Gemeinde und die Verantwortlichen hoffen seit langem auf diese Lösungen des Verkehrsproblems. Freilich liegt dies nicht nur in den Händen des Landkreises und der Gemeinde Obertraubling, sondern auch die Stadt Neutraubling hat hier ein gewichtiges Wort mitzureden. Denn eine Verbindung auf die Pommernstraße oder alternativ die Berliner Straße gehören zum Konzept der Umfahrung.

Eben diese Anbindung sorgte für Gesprächsbedarf zwischen den Kommunen und dem Landkreis Regensburg. Der Neutraublinger Stadtrat lehnte nämlich die Planung in der vorgestellten Form ab.

Noch mehr Verkehr befürchtet

Unter anderem befürchteten die Neutraublinger Verantwortlichen um Bürgermeister Heinz Kiechle eine erheblich verkehrliche Mehrbelastung für die Bürger der Stadt. Außerdem sahen sie die Gefahr, dass diejenigen, die zur Autobahn wollten den neu geschaffenen Stich als Abkürzung oder zumindest aus Ausweichstrecke nutzen würden. Der Neutraublinger Stadtrat hatte bei der Beratung den Stich mit dem Hinweis abgelehnt, über Alternativvorschläge erneute zu beraten. Zusätzlich forderte das Neutraublinger Gremium eine in die Zukunft gerichtete weitere Verkehrsplanung, da man befürchtete, dass bis zur Umsetzung der Umfahrung und des Stichs, diese den Verkehrsanforderungen bereits nicht mehr gerecht würden. Freilich sorgte diese Entscheidung der Stadt Neutraubling gerade bei der betroffenen Nachbarkommune für Unwillen.

Dr. Christoph Häusler, Bereichsleiter Verkehrsentwicklung und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) des Landkreises Regensburg, stellte nun in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Obertraubling den derzeitigen Planungsstand vor. Man habe nun quasi die von Neutraubling aufgegebenen Hausaufgaben gemacht, sagte der Experte. Eines stehe fest, dass die Umfahrung nur mit dem Stich Sinn mache. Während mit Beschluss der Regierung der Oberpfalz die Trasse der Südspange R 30 Poing – Köfering feststehe, seien die östlich und nördlich davon vorgesehene Ostumfahrung Niedertraublings, ausgehend von Köfering bis Obertraubling, Vorplanungen, hob Dr. Häusler hervor. Die Verlängerung der R 30 mit Verlegung der 2111 und der Stich zur Südumgehung Neutraubling seien quasi Zukunftsvision, hob der Verkehrsexperte hervor.

Um dem Wunsch Neutraublings nachzukommen, habe man sich Gedanken gemacht, wie man beim Stich das Abbiegen nach rechts (zur Autobahn) verhindern oder erschweren könne. Häusler zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, wie dies geschehen könne. Rainer Sinn fragte nach, wohin die Fahrzeuge fahren würden, denen man das Abbiegen nach rechts erschwere. Dr. Häusler entgegnete, dass er davon ausgehe, dass ein Teil der Fahrzeuge sich ihren Weg dann durch Neutraubling hindurch suchen würden. Wobei man bedenken müsse, dass der größte Anteil der Autos bewusst nach Neutraubling entweder zu ihrem Arbeitsplatz oder zum Einkaufen fahren würden. Der Stich entlaste den Knoten und zudem werde er leistungsfähiger ausgebaut, betonte er.

Verkehr

Diskussion um geplante Ostumfahrung

Die Neutraublinger wollen ihre Nachbarn in Obertraubling entlasten. Die eigenen Bürger sollen aber auch nicht zu kurz kommen.

Zukunftsträchtige Lösung?

Die Zukunftsplanung, die unter anderem auch eine Umfahrung Mangoldings beinhalte, sei auf alle Fälle für diejenigen, die zur Autobahn wollten, attraktiver, als den Neutraublinger Stich zu nutzen, sagte er weiter. In ersten Vorgesprächen habe die Gemeinde Mintraching positive Signale gegeben, erläuterte Dr. Häusler.

Nach einiger Diskussion im Gremium betonte Bürgermeister Rudi Graß, dass die Kommunen zusammenarbeiten müssten, denn nur gemeinsam lasse sich eine gute Lösung für alle Gemeinden finden. Er sehe es als positives Zeichen an die Nachbarstadt, dass man nun eine zukunftsträchtige Lösung aufzeige. Es sei nun an der Zeit ein Zeichen zu setzen, dass man auf einem gemeinschaftlichen Weg sei, eine Lösung zu finden, betonte der Rathauschef nochmals. Es sei ihm auf alle Fälle wichtig, die Obertraublinger Bürger bei einer Veranstaltung zu informieren, denn mittlerweile werde sehr viel spekuliert.

Die Umfahrung Niedertraubling

  • Pläne:

    Mit Beschluss der Regierung der Oberpfalz ist die Trasse von der Südspange R 30 Poing nach Köfering planfestgestellt. Östlich und nördlich davon sieht die weitere Vorplanung der Ostumfahrung Niedertraubling, ausgehend von Köfering bis nördlich von Obertraubling einen Stich nach Neutraubling vor.

  • Vorstellung:

    Dr. Christoph Häusler stellte dem Gemeinderat Obertraubling die neuesten Pläne vor. Der ursprünglich vorgesehene Stich nach Neutraubling wurde vom dortigen Stadtrat abgelehnt.

  • Beratung:

    Als einer der nächsten Schritte steht nun an, dass die neuen Planvarianten im Neutraublinger Stadtrat vorgestellt werden. Dabei ist die Forderung Neutraublings nach neuen Varianten erfüllt. Der Befürchtung, dass der Stich als Abkürzung zur A 3 genutzt wird, wurde Rechnung getragen.

  • Info:

    Die Gemeinde Obertraubling sieht vor, am 9. Oktober eine Infoveranstaltung für die Bürger durchzuführen. Eine genaue Information, wann und wo die Veranstaltung sein wird, erfolgt noch.

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