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Nachfolge

Neuer Second-Hand-Basar startet durch

Viele befürchteten das Aus für den Kinder-Second-Hand-Basar in Brennberg. Dazu kommt es nicht – im Gegenteil.
Von Resi Beiderbeck

Die Kundschaft freut sich: Das Einkaufen im Brennberger Kinder-Second-Hand-Basar wird auch künftig möglich sein.  Foto: Beiderbeck
Die Kundschaft freut sich: Das Einkaufen im Brennberger Kinder-Second-Hand-Basar wird auch künftig möglich sein. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Vor drei Wochen startete das ehrenamtlich arbeitende Team des seit fast 25 Jahren bestehenden Brennberger Kinder-Second-Hand-Basars einen Aufruf: Würden sich nicht mindestens ein halbes Dutzend Helfer finden, die sich bereiterklären, die Basararbeit weiter zu führen, so müsse die beliebte Einrichtung im Oktober schließen. Man befürchtete, dass es mit der bewährten Plattform für günstige Kinderkleidung und Spielzeug ein für alle Mal vorbei sein würde.

Doch das Gegenteil trat ein, denn der Aufruf fand gleich doppelt Gehör: Eine Gruppe von 14 jungen Frauen wird den Basar ab Oktober übernehmen, ihn ein wenig updaten, aber das bewährte System mit monatlichen Öffnungszeiten beibehalten. Parallel dazu entschloss sich der Elternbeirat des Kindergartens, zwei mal jährlich einen Kinderbasar in der Schulturnhalle abzuhalten. Der Herbst- und Winterbasar wird am 5. Oktober ab 13.30 Uhr stattfinden. Schwangere mit Mutterpass und je eine Begleitperson haben bereits ab 13 Uhr Zutritt.

30 Helfer für Turnhallen-Basar

Ist das jetzt eine Konkurrenz? „Auf keinen Fall“, betont Lisa Fischer. Sie ist eine der Initiatorinnen des Turnhallenbasars und sagt: „Die Veranstaltungstage wählen wir bewusst so, dass nicht verkaufte Ware anschließend im Gemeindehaus-Basar erneut angeboten werden kann.“ Zusammen mit Claudia Irrgang nimmt sie schon fleißig Anmeldungen entgegen und vergibt Kundennummern „Die Resonanz auf unsere Flyer ist erfreulich groß.“ Auch an Motivation im Team fehlt es nicht, und das ist gut so. Es werden für den Turnhallenbasar rund 30 Helfer gebraucht. Erst nach umfangreichen Planungs- und Aufbauvorbereitungen kann der Handel mit der gebrauchten Kleidung und Zubehör beginnen.

Doppelte Chance

  • Turnhallenbasar:

    Am 5. Oktober von 13.30 bis 15.30 Uhr mit Kaffee- und Kuchenbüfett. Kontakt: Lisa Fischer, Tel. (0 94 84) 9 51 96 98 und Claudia Irrgang, Telefon (0 94 84) 9 51 97 51

  • Gemeindehausbasar:

    Jeden 2. Samstag im Monat, erstmals am 12. Oktober von 10 bis 12 Uhr im Gemeindehaus, Lerchenfeldstraße 1. Kontakt: Sybille Hirschberger, Tel. (0 94 84) 9 51 78 25

Beide Basare haben Vorteile. Im Turnhallenbasar können auch größere Spielgeräte, Kinderbetten, Wiegen, Fahrräder oder Skier gehandelt werden, weil genügend Platz vorhanden ist. Außerdem gibt es eine Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Der Gemeindehausbasar dagegen hat als besonderes Plus die Regelmäßigkeit vorzuweisen. Man bringt Ware hin und weiß diese dann ein halbes Jahr lang im Verkaufsangebot. „Ändern werden wir nur die Öffnungszeiten“, berichtet Sybille Hirschberger. Es wird weiterhin jeden zweiten Samstag im Monat offen sein, aber von zehn bis zwölf Uhr und nicht mehr nachmittags.

Beide Basare haben aber auch eine Gemeinsamkeit: Zehn Prozent des Verkaufserlöses werden einbehalten und gespendet, sei es für den Kindergarten St. Raphael oder für gemeinnützige Projekte im Gemeindebereich.

Für das altgediente Basarteam, das im ersten Stock des Gemeindehauses seit fast 25 Jahren „alles rund um’s Kind“ kauft und verkauft, ist der doppelte Neustart eine gute Nachricht: „Wir freuen uns, dass sich Nachfolgerinnen gefunden haben, denn das spiegelt auch die Wertschätzung wider, die unser Basar all die Jahre erfuhr“, heißt es. Der Grund dafür, dass die „Alten“ aufhören wollten, liegt nicht in mangelnder Nachfrage durch Kunden, die preisgünstige Kleidung und Zubehör suchen. Vielmehr wollen sie sich nach so langer Zeit auf Neues besinnen und für die Einrichtung „nicht bis in alle Ewigkeit“ verantwortlich sein.

Sommerware abholen

Basar-Öffnungstage vor dem Neustart sind noch am 10. August und 14. September jeweils von 14 bis 16 Uhr. Die komplette Sommerware muss am Mittwoch, 2. Oktober, von 18 bis 19 Uhr und am Freitag, 4. Oktober, von 19 bis 20 Uhr abgeholt werden und auch der Erlös des Verkaufs. Sollte an diesen Tagen die Ware oder das Geld nicht abgeholt werden, wird alles, was noch übrig ist, komplett gespendet. „Dann machen wir einen großen Cut, rechnen alles ab, spenden das restliche Guthaben und setzen uns zur Ruhe“, lacht Hildegard Dummer.

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