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Wirtschaft

Neuer Standort für Welt-Firma

Die Aumer Group erstellt ihr drittes Projekt in Wiesent. Auf 5000 Quadratmetern wird sich eine Baumaschinen-Firma ansiedeln.
von Walter Schiessl

Die Firma Kuhn, die schon 49 Standorte in Europa hat, siedelt nun auch in Wörth-Wiesent an. Sie verkauft Baumaschinen aller Art. Foto: Schiessl
Die Firma Kuhn, die schon 49 Standorte in Europa hat, siedelt nun auch in Wörth-Wiesent an. Sie verkauft Baumaschinen aller Art. Foto: Schiessl

Wiesent.Die Projekte, die der Bauunternehmer Ernst Aumer angestoßen hat, funktionieren. Nach der Ansiedlung des eigenen Betriebs mit gut 100 Beschäftigten und dem Bau einer Produktionshalle für die Regensburger Maschinenbau-Firma Knur hat der findige „Baufuchs“ für den Gewerbepark die Kuhn-Gruppe aus Österreich an Land gezogen. Sie hat bislang in Süddeutschland drei Standorte in Stuttgart, Ulm und Hohenlinden unweit von München sowie Standbeine in Osteuropa. 1973 hat Günter Kuhn in Eugendorf bei Salzburg die Firma gegründet. Damit wurde der Grundstein einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung gelegt. Gehandelt wird mit Baumaschinen aller Art.

49 Niederlassungen in Europa

Ernst Aumer, der mit seinem Sohn Ernst-Matthias die Aumer-Group führt, ist sichtlich stolz, zum Erfolg des Gewerbeparks viel beigetragen zu haben. Zur Schaffung von gut 150 Arbeitsplätzen hat der Unternehmer, der 1978 mit einem Bagger als Ein-Mann-Unternehmer eine eindrucksvolle Karriere begonnen hat, durch seine vielfältigen Kontakte jetzt wieder eine namhafte Firma an Land gezogen.

„Wir kennen uns schon lange“, sagt der 62-jährige Unternehmer, der einerseits selbst zu den Kunden der Kuhn-Gruppe zählt, und andererseits davon erfuhr, dass das in der Nähe von Salzburg beheimatete Unternehmen, das Bagger, Radlader und Maschinen für die Drehtechnik verkauft, ein Grundstück für einen weiteren Standort in Süddeutschland sucht. Die Verhandlungen zwischen Ernst Aumer und Stephan Kuhn, der der Geschäftsführung angehört, wurden erfolgreich abgeschlossen. Schließlich mietet die Kuhn-Gruppe 5000 Quadratmeter im Gewerbepark an. Die Fläche liegt direkt an der Autobahn zwischen der Aral-Tankstelle und dem Unternehmen Knur, das seinen Standort von Regensburg nach Wiesent verlegt hat. Dasrauf errichtet Ernst Aumer eine 600 Quadratmeter große Halle für das Unternehmen, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Reparaturen schnell auszuführen. In Wörth werde man mit etwa zehn Arbeitsplätzen beginnen, sagte Ernst Aumer vorab. Der offizielle Spatenstich werde am Montagmorgen vollzogen, nachdem der Wiesenter Gemeinderat den Bebauungsplan abgesegnet hatte.

Die Firmengruppe Kuhn mit den Geschäftsbereichen Baumaschinen, Ladetechnik und Emco betreibt sechs Produktionsstandorte, 49 Niederlassungen und erwirtschaftet mit 1462 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von 641 Millionen Euro. „Der nachhaltige Erfolg einer Unternehmensgruppe wird von engagierten und motivierten Mitarbeitern, einem Produktportfolio von Weltmarken wie Komatsu, Sennebogen, Powerscreen, Faresin, Magni, FRD, Xentric und einer kundenorientierten Service- und Dienstleistungsstruktur sichergestellt. Die vielfach über mehr als drei Jahrzehnte gelebten Kundenpartnerschaften sind Bestätigung und Herausforderung für Kuhn, diesen Weg konsequent fortzusetzen“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens, das inzwischen Standorte in Österreich, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien hat.

Gewerbepark ist verkauft

Mit der Kuhn-Ansiedlung ist der letzte Teil des Gewerbeparks Wörth-Wiesent an den Mann gebracht. Die Grundstückskäufer hatten pro Quadratmeter zu berappen, zuzüglich der Kosten für die Kläranlage, eine Regenzisterne, die Grunderwerbssteuer, die Notariatskosten und die Vermessungsgebühren. „Das hat sich in den zehn Jahren seit dem Bestehen des Gewerbeparks Wörth-Wiesent als wirklicher Renner erwiesen“, sagten die Bürgermeisterin Elisabeth Kerscher (Wiesent) und der Wörther Gemeindechef Anton Rothfischer immer wieder. Die beiden Gemeinden hatten sich Mitte des vergangenen Jahrzehnts zusammengetan und den Gewerbepark gemeinsam auf die Beine gestellt.

Der Stadt Wörth gehörte das Gelände, Wiesent hatte die Autobahnausfahrt vor der Haustüre und übernahm die Vermarktung und die Bearbeitung der Vergabe des Areals. „Das hat alles bestens funktioniert“, stimmten die Stadt- und Gemeinderäte überein.

Jetzt wird mit der Ansiedlung der Kuhn-Gruppe der letzte Schritt für den ersten Teil des Gewerbegebiets gemacht. Wie berichtet, läuft inzwischen die Vorbereitung der Erschließung des zweiten Teils des Gewerbeparks, der auf einer Fläche zwischen dem ersten Teil und dem Gewerbegebiet Im Hastelt entsteht.

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