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Rettungskräfte

Neukirchen: Feuerwehrauto übergeben

Die Feuerwehr Neukirchen feierte die Übergabe ihres „Wunschfahrzeugs“. Ein „finanzieller Pakt“ ermöglichte die Finanzierung.
Von Alfons Beil

Vom Gerätehaus zogen die Gäste zum Hof des Gasthauses Knerr. Dort fanden die Segnung und die Übergabe des neuen Fahrzeugs statt. Foto: Alfons Beil
Vom Gerätehaus zogen die Gäste zum Hof des Gasthauses Knerr. Dort fanden die Segnung und die Übergabe des neuen Fahrzeugs statt. Foto: Alfons Beil

Hemau.Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr hat den kirchlichen Segen erhalten und ist von Bürgermeister Hans Pollinger offiziell an Kommandant Josef Gaul übergeben worden. Bei der Finanzierung der Anschaffungskosten von 163000 Euro fanden die Stadt Hemau und die Feuerwehr Neukirchen einen gemeinsamen Weg. So erhielten die Aktiven der Wehr ihr Wunschauto.

Viele Ehrengäste, darunter auch Landrätin Tanja Schweiger, die Führungskräfte der Landkreisfeuerwehr um Kreisbrandrat (KBR) Wolfgang Scheuerer, Abordnungen der Feuerwehren der Großgemeinde und die Partnerfeuerwehr aus Zaschendorf bei Dresden fanden sich ein. Die Zaschendorfer waren mit 23 Personen sehr stark vertreten.

Aktive freuen sich über Wunschauto

Unter Vorantritt der Stadtkapelle Hemau führte ein Zug vom Gerätehaus zum Hof des Gasthauses Knerr, wo Vorsitzender Markus Meyer die vielen Gäste begrüßte. Er sagte, dass die Wehr zum 140-jährigen Gründungsjubiläum mit dem neuen Fahrzeug ein Geburtstagsgeschenk bekommen habe. Es handle sich noch dazu um das Wunschauto der Aktiven. Pater Sandosch segnete nach einer kurzen Andacht das neue Fahrzeug und zusätzlich eine neue Tragkraftspritze.

Bürgermeister Hans Pollinger sagte, die Übergabe des neue Tragkraftspritzenfahrzeugs sei ein Festtag für die Feuerwehr aber auch für das ganze Dorf, das hinter seiner Wehr stehe. Innerhalb von kurzer Zeit seien damit im Gemeindebereich drei Feuerwehrfahrzeuge ihrer Bestimmung übergeben worden. In Aichkirchen und Neukirchen handelt es sich um Tragkraftspritzenfahrzeuge, in Hemau um eine neue Drehleiter.

Die Feuerwehr Aichkirchen wurde vor 140 Jahren gegründet. Damals habe es bereits 18 aktive Wehrmänner gegeben, sagte Pollinger. Er erinnerte an das Vorgängerfahrzeug, das 1987 als erstes Fahrzeug der Wehr angeschafft worden war. Es sei eine notwendige Anschaffung gewesen, um die Einsatzbereitschaft der Wehr zu erhalten.

64 Helfer bauten 1999 Gerätehaus

Ein weiterer Meilenstein war 1999 die Einweihung des Gerätehauses. 64 Helfer waren am Bau beteiligt. „Mit dem Konzept der Finanzierung war Neukirchen seinerzeit Vorreiter im Gemeindebereich“, lobte der Bürgermeister die damalige Vorstandschaft.

Die ersten Gespräche bezüglich der Beschaffung des aktuellen Fahrzeugs fanden im September 2015 statt. Die Neukirchener Beschaffungsgruppe legte ein Konzept vor, das die Wunschausstattung darlegte. Die Wehr fand auch einen Weg zur Finanzierung, denn das Tragkraftspritzenfahrzeug in Kastenbauweise war rund 30000 Euro teurer als geplant.

18 Frauen sind aktiv Mitglied

Dabei spielte auch das Engagement der Wehr eine Rolle. Nicht nur die aktive Jugendmannschaft ist laut Pollinger eine Säule für die Zukunft der Wehr, inzwischen seien auch 18 Frauen der Feuerwehr Neukirchen beigetreten und würden bald die Leistungsprüfung ablegen. Dabei würden sich fünf Löschgruppen der Prüfung stellen. Anschließend übergab der Bürgermeister das Fahrzeug offiziell an Kommandant Josef Gaul und dessen Stellvertreter Sven Held.

Landrätin Tanja Schweiger meinte, es sei ein schöner Anlass, im Jubeljahr ein neues Fahrzeug in Empfang zu nehmen. Sie gratulierte zu dem schönen Auto. Sie lobte auch die Stadt Hemau, die eine große Gesamtverantwortung für den Feuerschutz trage. Schweiger wünschte eine unfallfreie Fahrt bei den Einsätzen. Kreisbrandrat Scheuerer sagte, es sei immer wieder ein Freudentag, ein Fahrzeug zu erhalten. Er lobte den „finanziellen Pakt“ zwischen Stadt und Verein. Die Partnerwehr überreichte ein Geschenk.

Optimal gerüstet

  • Aktuell:

    Das neue Fahrzeug ein MAN TGE mit 180 PS mit TSF -Aufbau TN 10. Es ist für die Staffelbesetzung von sechs Personen geeignet. Neben dere Standardausrüstung ist das Fahrzeug mit einem Stromerzeuger und einem pneumatischen Lichtmast ausgerüstet.

Kommandant Josef Gaul sagte, er habe lange nicht geglaubt, ein so schönes Fahrzeuge zu erhalten. Er dankte der Beschaffungsgruppe der Wehr. Man habe mehrere Fahrten zum Fahrzeugwerk Rosenbauer nach St. Pölten in Niederösterreich unternommen, um alle Wünsche zu verwirklichen. Das Auto konnte nach dem Festakt besichtigt werden.

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