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Notfall

Neutraubling: Eine gelungene Großübung

In Neutraubling spielten Feuerwehr, Polizei, Landrats- und Wasserwirtschaftsamt das Szenario eines Lecks der Ölleitung durch.
Von Theresia Luft

Im Ernstfall ist es vorrangig, in Gewässern im Umkreis der Leitung Ölsperren einzubauen.  Foto: Theresia Luft
Im Ernstfall ist es vorrangig, in Gewässern im Umkreis der Leitung Ölsperren einzubauen. Foto: Theresia Luft

Neutraubling.„Neutraubling Mero“ ist das Kurzwort für die Mitteleuropäische Rohölleitung, die mit einer Länge von 35 Kilometern auch den Landkreis Regensburg durchquert. Dazu gab es eine Übung mit den Feuerwehren, den Verantwortlichen der Mero Germany, dem Landratsamt, der Polizei und dem Wasserwirtschaftsamt. Seit nun mehr 25 Jahren liegen die Leitungen zirka zwei bis drei Meter unter der Erde und haben im Durchschnitt einen Durchmesser von 50 Zentimetern. 30 bis 40 Bar Druck sind auf der Leitung. Bis dato hat es noch nie einen Ernstfall gegeben. Dennoch ist es wichtig, für den Ernstfall vorbereitet zu sein und alle Eventualitäten im Vorfeld schon durchzuspielen. Bei der angesetzten Großübung, mit mehr als einhundert Beteiligten, vor allem Mitgliedern der Feuerwehr, ging man von einem Leck in der Leitung in der Nähe der Bahnlinie zwischen Obertraubling und Köfering aus. Das Leck-Erkennungssystem der Mero in Vohburg meldete den angenommenen Schaden im Streckenabschnitt B 10. Es wurde Ölalarm über die integrierte Leitstelle in Regensburg ausgelöst. Im Landratsamt wurde die Kreiseinsatzzentrale eingerichtet. Die Feuerwehren wurden alarmiert, die Einsatzleitung lag bei der Feuerwehr Neutraubling.

Großübung für den Öl-Einsatz

Leitung hatte Wilfried Hausler

Die Leitung übernahm Kreisbrandinspektor Wilfried Hausler. Er wurde von Kreisbrandmeister Rainer Stadl-bauer, der für Gefahrgut zuständig ist unterstützt. Nun galt es, schnell zu reagieren, um den Schaden für Menschen, Tiere und die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Vorrangig ist es, in Gewässern im Umkreis der Ölleitung, die bei einem Ernstfall betroffen wären, Ölsperren einzubauen. Dazu stellt das Unternehmen Mero in der Nähe der Gewässer Häuschen mit Wathosen, Holzbalken, Tauchwänden, Sandsäcken, Spaten, Planen und weiteren Materialien zur Verfügung, die zum Abtrennen in Bächen benötigt werden.

Die Beteiligten

  • Angebot: Mero bietet Feuerwehren, in deren Einsatzgebiet Mero-Leitungen liegen, auch separate Schulungen und Übungen an. (llt)

Hier und da gab es einige Verbesserungsvorschläge, sowohl von den Einsatzkräften der FF als auch von Seiten der Mero-Verantwortlichen. KBI Hausler freute sich, dass die Übung, die an die drei Stunden dauerte, einwandfrei über die Bühne gegangen war. Die Kommunikation von der Einsatzzentrale nach draußen hatte gut geklappt. Alle Gesichtspunkte, die bei einem Ölaustritt zu beachten sind, wurden eingehalten. Die Kooperation mit Mero in Vohburg an der Donau bei der Suche nach dem Leck war relativ schnell erfolgreich.

Übung alle drei Jahre

Wie Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer sagte, finden diese Übungen im Zyklus von drei Jahren statt: „Es ist für uns eine Pflichtübung. Zum einen wird die Einsatzfähigkeit der Materialien vor Ort getestet und die Örtlichkeiten überprüft. Zum anderen muss die Koordination der einzelnen Stellen genauso funktionieren“, erklärte Scheuerer. Die Verantwortlichen fuhren jede errichtet Ölsperre ab, hielten Rücksprache mit den Feuerwehren, nahmen Mängellisten auf und sprachen über alternative Methoden der Ölrückhaltung. Verbesserungen können am Besten durch realistische, praxisorientierte Übungen erfasst werden. Scheuerer dankte allen Beteiligten. Thomas Rölz, Leiter der Polizeiinspektion Neutraubling, fand es positiv, für den Ernstfall gerüstet zu sein. (llt)

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