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Projekt

Neutraubling: Stadtplan extra für Kinder

Abiturienten haben eine besondere Orientierungshilfe für Neutraubling entwickelt. Ihr Werk geht bald in Druck.
Von Petra Schmid

Stolz präsentieren die Schüler die Entwurfsseiten ihres Stadtplans.  Foto: Petra schmid (2)/ Michael Jaumann
Stolz präsentieren die Schüler die Entwurfsseiten ihres Stadtplans. Foto: Petra schmid (2)/ Michael Jaumann

Neutraubling.NeutraublingWer eine bestimmte Straße sucht, greift meist automatisch zu einem Stadtplan. Ein mit mehr oder weniger Informationen angereichertes Kartenmaterial gibt es von den meisten Gemeinden oder Städten. Auch von der Wirtschafts- und Schulstadt Neutraubling gibt es sicherlich schon eine Übersicht und Straßenkarte. Findige Schüler des Neutraublinger Gymnasiums haben sich nun allerdings etwas Neues einfallen lassen – sie entwickelten einen Stadtplan speziell für Kinder.

Der Arbeitstitel des Projekts des P-Seminars lautet „Entdecke deine Stadt Neutraubling“. Ansprechen soll das Nachschlagewerk Grundschulkinder zwischen sechs und zehn Jahren. Fast ein Jahr arbeiteten die jungen Erwachsenen an diesem Projekt, bevor sie nun mit ihrer Seminarleiterin Angela Kutzer an die Öffentlichkeit traten.

Eigenes Maskottchen geschaffen

Ihr Anliegen sei es, gerade Neutraublinger Kindern ihre Heimat näher zu bringen, erklären sie beim Pressetermin. Wichtig sei es auch, dass Gestaltung und Sprache auf die Zielgruppe ausgerichtet seien. Wie sehr sich die Schüler, die in wenigen Monaten ihr Abitur ablegen, mit ihrem Projekt identifizieren, ist schnell zu spüren. Die jungen Erwachsenen präsentieren voller Stolz beispielsweise das Maskottchen, das sie extra für den Stadtplan entwickelten. Eine lustige Giraffe, sie trägt den flippigen Namen Raffi, ist die zentrale Figur im Stadtplan. Geschaffen hat das witzige Tier Jasmin, die gerne zeichnet. Sie hatte verschiedene Variante vorgeschlagen und das Projektteam hat sich dann für Raffi entschieden.

Sarah, eine der P-Seminar-Teilnehmerinnen blickt zurück, wie alles begonnen hat. Bei der ersten Sitzung habe man zunächst festgelegt, was man wolle und was nicht. Was sich nun so einfach anhört, habe Überlegungen, Vorbereitungen und Gespräche bedurft. Neutraublings Stadtteile seien unter den Projektteilnehmern aufgeteilt worden. Die einen hätten sich beispielsweise der Innenstadt angenommen, die anderen seien für Birkenfeld oder Heising zuständig gewesen, erklärt Sarah das Konzept. Da der Stadtplan auf die Interessen und Belange von Kindern ausgerichtet ist, habe man sich überlegt, welche zusätzlichen Informationen notwendig seien.

Mit einem ausgeklügelten Symbolsystem haben die Gymnasiasten auf dem Stadtplan beispielsweise Eisdielen, Restaurants, Sport- und Bolzplätze markiert. In dem Stadtplan-Buch gibt es neben dem üblichen Kartenmaterial noch Informationsseiten, etwa was ein Spielplatz bietet oder für welche Altersgruppe er am besten geeignet ist. Auch Raum für eigene Eintragungen haben die Autoren vorgesehen und sich dazu auch diverse Mitmachseiten ausgedacht, damit ein Bummel durch Neutraubling für die Kinder auf keinen Fall langweilig wird.

Details sind noch offen

Die Seminarteilnehmer und ihre Leiterin machten sich vor und während der Arbeit am Kinderstadtplan jede Menge Gedanken, denn wenn etwas schwarz, beziehungsweise bunt auf weiß gedruckt werde, solle nichts falsch sein, fasste Kutzer scherzhaft zusammen. Nach rund einem Jahr Arbeit, sind die 13 Seminaristen nun in der „heißen Phase“. Gespräche zur Feinabstimmung mit dem Verlag sind notwendig. Die Art der Bindung, Größe und viele weitere Details wollen abgesprochen werden. Lob gibt es hier für Dr. Heike Wolter aus Obertraubling, die neben anderen, die das Projekt finanziell unterstützen, praktisch anpackt und als Mittlerin zum Verlag fungiert.

So soll das Cover des Kinder-Stadtplans aussehen. Vermutlich wird es ein gebundenes Buch werden  Foto: Petra Schmid
So soll das Cover des Kinder-Stadtplans aussehen. Vermutlich wird es ein gebundenes Buch werden Foto: Petra Schmid

Das rund 50 Seiten starke Buch, wurde nicht nur „theoretisch“ auf die Belange der Kinder abgestimmt, sondern die Gymnasiasten machten sich bei den Ganztagsklassen der Grundschüler schlau. Der Input, was die Jüngeren an einem Stadtplan interessieren würde, habe sie doch ein wenig erstaunt. Restaurants oder Eisdielen seien höher im Kurs gestanden als etwa ein Sport- oder Spielplatz, versichert einer der Autoren. Freilich, dürften auch Erwachsene sich mit dem Kinder-Stadtplan beschäftigen, fügt er scherzhaft an, denn langweilig sei nicht nur Kindern. Auf QR-Code oder Apps habe man bewusst verzichtet, denn die Kinder sollten bewusst ohne Handy mit dem Stadtplan klarkommen, fasste Kutzer zusammen.

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