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Politik

Neutraublinger Umgehung wird umbenannt

Die Neutraublinger SPD wollte den innerörtlichen Charakter der Straße herausstellen. Der Stadtrat unterstützt die Idee.
Von Petra Schmid

Die Stadt Neutraubling sieht ihre Süd- und Ostumgehung (im Bild) als innerörtliche Entlastungsstraße, während Obertraubling und der Landkreis eine überörtliche Bedeutung sehen. Sie wollen ihre geplante Ostumfahrung Obertraubling an die Neutraublinger Umgehung anbinden. Foto: Michael Jaumann
Die Stadt Neutraubling sieht ihre Süd- und Ostumgehung (im Bild) als innerörtliche Entlastungsstraße, während Obertraubling und der Landkreis eine überörtliche Bedeutung sehen. Sie wollen ihre geplante Ostumfahrung Obertraubling an die Neutraublinger Umgehung anbinden. Foto: Michael Jaumann

Regensburg.Die geplante Umfahrung des Obertraublinger Ortsteils Niedertraubling mit dem sogenannten Stich nach Neutraubling erhitzt die Gemüter. Die einen klagen seit Jahren über die Verkehrsbelastung und wünschen sich endlich eine Verbesserung im Bereich des Obertraublinger Knotens. Die anderen haben Bedenken, dass durch die Anbindung der Umfahrung an die Neutraublinger Süd- und Ostumgehung für die Anlieger in den Wohngebieten zusätzliche Verkehrsbelastungen entstehen werden.

Derzeit sind die Fronten verhärtet, auch wenn Neutraubling und Obertraubling grundsätzlich eine einvernehmliche Lösung anstreben. Nach der Ablehnung der Anbindung im Sommer vergangenen Jahres und dem Wunsch nach Planungsvarianten wurde das Thema bisher im Neutraublinger Stadtrat nicht mehr öffentlich behandelt.

SPD-Fraktion stellt Antrag

Die Fraktion der Sozialdemokraten hatte nun im Stadtrat beantragt, eine Umbenennung der Süd- und Ostumgehung Neutraublings vorzunehmen. Fraktionssprecherin Gabrielle Drallmer begründete den Antrag damit, dass man deutlich zum Ausdruck bringen wolle, dass es sich bei der Umgehung in naheliegender Zukunft um eine innerörtliche Straße der Stadt Neutraubling handle.

Verkehr

Veto ärgert Obertraublinger

Der Neutraublinger Stadtrat hatte die R30-Planungen abgelehnt. Doch ohne den angedachten Stich macht das Konzept keinen Sinn.

Bürgermeister Heinz Kiechle betonte, dass die Ost-Umgehung als Ortsstraße gewidmet sei und blickte auf die Historie zurück. Den ursprünglichen Feldweg habe man 1978 zu einer Gemeindeverbindungsstraße aufgewertet und 1998 sei die Umgehung als Neutraublinger Ortsstraße mit der Bezeichnung „Ostumgehung“ gewidmet. Die Südumgehung sei 1992 als erster Bauabschnitt von der Staatsstraße 2145 bis zur Einmündung Pommernstraße als Ortsstraße Südumgehung gewidmet worden, fasste der Rathauschef zusammen.

Die Entscheidung

  • Beschluss:

    Mit drei Gegenstimmen stimmte der Stadtrat dafür, den Namen der Süd- und Ostumgehung zu ändern, um damit zu betonen, dass es sich um eine innerörtliche Straße handelt.

  • Umbenennung:

    Bürgermeister Heinz Kiechle forderte die Fraktionen auf, sich Gedanken über einen neuen Namen zu machen. Die Vorschläge werden dann im Stadtrat beraten und beschlossen.

Gabriele Drallmer betonte, dass es im Zusammenhang mit der geplanten Umfahrung Niedertraubling und dem Stich nach Neutraubling wichtig sei, ein Zeichen zu setzen, das es sich um eine innerörtliche Straße handle. Der Name „Umgehung“ vermittle den Eindruck, es sei keine Ortsstraße, hob die Fraktionschefin hervor.

Schützenhilfe von der CSU

Dr. Philipp Ramin (CSU) betonte, der Antrag mache Sinn und seine Fraktion werde diesen unabhängig von der Benennung der Straße unterstützen. Dr. Edwin Schicker (Aktive Bürger) meinte, er sehe dies leidenschaftslos. Eine Umbenennung ändere nichts am Status einer Straße. Er fragte nach dem Aufwand einer solchen Änderung. Für ihn habe die Ost- und Südumgehung einen anderen Charakter, sie sei abgegrenzt von einem Wall. Eine Erweiterung sei höchstens nach Osten möglich, sagte er weiter. Er sehe darin eine Entlastung der innerörtlichen Straßen.

Politik

Neue Pläne für die Umgehung

Für die Ostumfahrung Niedertraubling ist jetzt eine andere Lösung vorgesehen. Neutraubling hatte die alte Version abgelehnt.

Bürgermeister Kiechle meinte, dass der Aufwand einer Namensänderung überschaubar sei, da es nur wenige Adressen gebe. Er könne sich gut vorstellen, die Bezeichnung „Ring“ zu verwenden, schlug der Rathauschef in der Sitzung vor.

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