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Energie

Nittendorf scheitert mit Windpark-Klage

Die drei Windräder zwischen Sinzing und Viehhausen können einstweilen gebaut werden. Die Hauptklage steht aber noch aus.
Von Michael Jaumann

Drei Windräder sollen an der Gemeindegrenze von Sinzing und Nittendorf entstehen. Foto: Patrick Pleul
Drei Windräder sollen an der Gemeindegrenze von Sinzing und Nittendorf entstehen. Foto: Patrick Pleul

Sinzing.Die Firma Ostwind Erneuerbare Energien GmbH Regensburg könnte einstweilen mit dem Bau ihrer drei Windenergieanlagen bei Viehhausen (Gemeinde Sinzing) beginnen. Wie Bürgermeister Patrick Grossmann seitens der Gemeinde Sinzing meldete, hat das Verwaltungsgericht Regensburg einen Antrag der Marktgemeinde Nittendorf auf einen vorläufigen Stopp abgelehnt.

Nittendorf wollte mit der Klage eine aufschiebende Wirkung gegen einen Bescheid des Landratsamts Regensburg vom September 2018 erreichen. Dieses hatte die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von drei Windenergieanlagen erteilt.

Damit tritt laut Mitteilung der Gemeinde Sinzing die sofortige Vollziehung der Genehmigung in Kraft. Die Firma Ostwind will zur Jahresmitte mit den Erdbauarbeiten für die drei Anlagen beginnen, hieß es am Freitag auf Anfrage der Mittelbayerischen. Sie wartet damit das Hauptsacheverfahren über die Klage gegen den Genehmigungsbescheid nicht ab.

Zwischen den Orten Viehhausen und Viergstetten an der Gemeindegrenze von Sinzing und Nittendorf möchte das Unternehmen Ostwind drei Windräder mit einer Nabenhöhe von 137 Metern und einem Rotordurchmesser von 127 Metern errichten. Mit der installierten Leistung von 3,3 Megawatt pro Windrad können 7700 Haushalte mit Strom versorgt werden. 15 000 Tonnen Kohlendioxid könnten damit jährlich eingespart werden.

Bereits im Herbst hat Ostwind noch eine wichtige Hürde genommen: In der Ausschreibung für Windenergie an Land vom 1. Oktober 2018 hat das Unternehmen den Zuschlag für das neue Windprojekt erhalten. Dies ist Voraussetzung für eine finanzielle Förderung gemäß dem Gesetz für Erneuerbare Energien und damit auch für die weitere Umsetzung des Projekts. Ohne eine finanzielle Förderung wäre ein wirtschaftlicher Betrieb des Windparks nicht möglich.

Die drei Windräder sind der verbleibende Rest eines Windparks, bei dem Anfang des Jahrzehnts ursprünglich 15 Anlagen im Paintner Forst entstehen sollten. Gegen die Anlagen läuft seit Jahren die Bürgerinitiative Gegenwind Sturm. (jn)

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