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Nittendorf wächst

Im Bereich der Kinderbetreuung muss die Infrastruktur erneut erweitert werden.

Der neue Kindergarten muss erweitert werden.  Foto: Paul Neuhoff
Der neue Kindergarten muss erweitert werden. Foto: Paul Neuhoff

Nittendorf.Eine Vielzahl von Bauvorhaben prägte die Tagesordnung der Aprilsitzung des Nittendorfer Marktgemeinderates. Das Treffen fand Corona-bedingt im Undorfer Kultursaal statt. Ein großer „Brocken“ der Agenda, der den Markt als Bauherrn betrifft, war die Erweiterung des neuen Kindergartens bei der Nittendorfer Grundschule. Die Betreuungsstätte für vier Gruppen war erst im Herbst 2018 eröffnet worden. Der Neubau hatte gut zwei Millionen Euro gekostet.

Alle Beteiligten waren damals davon ausgegangen, dass die Einrichtung mit den weiteren Kindergärten im Marktbereich den Bedarf an Betreuungsplätzen auf Jahre decke. Wie der von Sachbearbeiterin Theresa Feuerer in der Sitzung vorgestellte Bedarfsnachweis aber zeigte, macht die überraschend rege Bautätigkeit im Markt in den letzten zwei Jahren jetzt schon eine Erweiterung des Gebäudes um Räume für eine weitere Gruppe notwendig. Die Berechnung ergab einen weiteren Bedarf von 40 Plätzen.

40 Plätze mehr notwendig

Architekt Karl Hanke aus Regensburg gab Details zum Anbau bekannt. Unter anderem werden ein neuer Gruppenraum errichtet und ein bisher als Flurerweiterung bestehender Speisebereich in einen größeren Speisesaal umgewandelt. Der Sanitärraum wird um ein WC mit direktem Ausgang in den Freibereich erweitert. Insgesamt kommen so etwa 120 Quadratmeter an Gebäudefläche hinzu.

Wie Bürgermeister Helmut Sammüller auf Nachfrage von Marktrat Norbert Müller erläuterte, wird das BRK als Träger der Einrichtung auch das zusätzliche Personal stellen. Man müsse bis zur geplanten Inbetriebnahme im Mai nächsten Jahres mit dem Mehr an Kindern eine Art Notbetrieb organisieren. Ein Container als Übergangslösung lehnt das Gemeindeoberhaupt wegen der relativ kurzen Betriebszeit und der hohen Kosten ab.

Einen weiteren Meilenstein brachte das Gremium auf den Weg. Es erteilte dem Vorhaben des BRK-Kreisverbandes, an der Kreisstraße zwischen Nittendorf und dem Gemeindeteil Glockensiedlung eine neue Rettungswache zu errichten, das gemeindliche Einvernehmen. Die Planunterlagen gehen nun an das Landratsamt zum Genehmigungsverfahren.

Marktplatz für Bewirtungen

Zahlreichen weiteren privaten Bauvorhaben stimmten die Räte in der Sitzung ebenfalls zu. Ein Bauherr darf in Undorf aber keine Garage direkt an der Grenze zwischen seinem Grundstück und der Ortsstraße errichten, da das Gebäude zum größten Teil außerhalb des im Bebauungsplan festgelegten „Baufensters“ zu liegen käme. Norbert Müller regte an, der Markt solle den Nittendorfer Gastronomen den Marktplatz für Bewirtungen zur Verfügung stellen, sobald Corona-Lockerungen dies ermöglichen. Helmut Sammüller sah darin kein Problem. Weitere Hilfen, vor allem in finanzieller Form, könnten vom Markt jedoch nicht erbracht werden, erklärte der Bürgermeister.

Laut Marktrat Dr. Gerhard Bawidamann will die CSU-Ortsgruppe – nach Corona – anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes einen Baum pflanzen. Der Markt werde eine Fläche zur Verfügung stellen, versprach Bürgermeister Sammüller.

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