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Zeitlarn

Noch mehr Strom soll von Dächern fließen

Die Gemeinde leistet ihren Beitrag zur Energiewende mit Photovoltaikanlagen (PV) auf öffentlichen Gebäuden.
Von Ralf Strasser

Auf dem Dach des neuen Gerätehauses der FFW Zeitlarn wird eine Photovoltaikanlage entstehen. Start ist im Oktober.  Foto: Ralf Strasser
Auf dem Dach des neuen Gerätehauses der FFW Zeitlarn wird eine Photovoltaikanlage entstehen. Start ist im Oktober. Foto: Ralf Strasser

Zeitlarn.Jetzt kommt auf dem Dach des neuen Gerätehauses der FFW Zeitlarn eine weitere Anlage dazu, die von „Bürger Energie Region Regensburg“ (berr) realisiert wird.

Die Genossenschaft hat sich die nachhaltige Energieversorgung zur Aufgabe gemacht. 30 PV-Anlagen hat sie sie seit ihrer Gründung 2012 im Landkreis installiert, wie auf der Turnhalle in Wiesent, wo man jährlich 14,6 Tonnen CO2 einspart. „Das kann auch in Zeitlarn erreicht werden“, erklärte Vorstandsvorsitzender Jochen Scherr in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Das Projekt Zeitlarn beinhaltet eine Leistung von 61,7 Kilowatt-Peak (kWp) und eine Stromlieferung für 0,207 Euro pro Kilowattstunde (kWh) ins Gebäude. Aber: „Das gilt nur am Tag, eine Speichernachrüstung bei entsprechend günstigeren Speicherkosten wäre angedacht“, so Scherr. Mit „alles aus einer Hand“ warb der berr-Vorsitzende für die Anlage. „Die Genossenschaft kümmert sich um alles, zahlt an die Gemeinde eine Miete und liefert gemäß eines Stromvertrags.“

Gute Argumente, befand der Gemeinderat und folgte in der Mehrheit dem Vorschlag, auch wenn Florian Bucher (CSU) anmahnte, die Möglichkeit einer Realisierung durch die Gemeinde selbst in Betracht zu ziehen. Dies sei nur durch einen Projektanten möglich, informierte Bürgermeister Franz Kröninger, und stelle dadurch auch keine wirtschaftlichere Lösung dar.

Wird Zeitlarn zur „Fair-Trade-Town“? Gut möglich. Auf Antrag der SPD-Fraktion will die Gemeinde den fairen Handel auf kommunaler Ebene fördern, sich bewerben und geeignete Personen für eine Steuerungsgruppe finden. 643 Städte und Gemeinden gibt es bereits als Fair-Trade-Town in Deutschland – und Zeitlarn soll dazukommen.

Man sei auch in der CSU-Fraktion dafür, sagte Florian Bucher, „aber sollte man die Reihenfolge nicht umkehren: erst Mitwirkende finden und dann bewerben?“ Es gehe um die Vernetzung und man habe mit der Kirche und der Schule bereits zwei Parteien, die sich hier engagieren, erläuterte Bürgermeister Kröninger. Ohnehin müsse man für den Titel „Fair-Trade-Town“ eine Steuerungsgruppe nachweisen.

Die Mobilität für Menschen mit Behinderung stand im Fokus eines Antrags der CSU-Fraktion, der auf einen barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle in Zeitlarn, Abzweigung nach Ödenthal abzielt. Zeitlarn habe mit der „Regensburger Erklärung“ einen wichtigen Schritt zur gelebten und aktiven Inklusion vollzogen, heißt es im Antrag. Jetzt sei die Gemeinde bei der Umsetzung gefragt, so Florian Bucher.

Bürgermeister Kröninger sagte, Zeitlarn sei in Sachen Inklusion gut aufgestellt. Dies habe eine Expertengruppe erst im September nach einer Begehung bestätigt. Dennoch gelte: „Barrierefreiheit ist ein langer Weg.“, so Kröninger. Im konkreten Fall wäre in Absprache mit dem Staatlichen Bauamt als erster Schritt das Einkürzen der Leitplanke und eine Wegverbreiterung möglich. (mrs)

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