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Politik

Obertraubling bekommt Demenzpflegeheim

Der Bauausschuss bereitet den Weg für die Einrichtung. Ein Bebauungsplan soll klare Regeln vorgeben.
Von Petra Schmid

In Niedertraubling sollen im Außenbereich 20 Pflegeplätze für Menschen mit Demenz entstehen.  Foto: David Hecker/dpa
In Niedertraubling sollen im Außenbereich 20 Pflegeplätze für Menschen mit Demenz entstehen. Foto: David Hecker/dpa

Obertraubling.Die Gemeinde Obertraubling hat alle Generationen im Blick. Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen und Jugendtreff sind im Augenmerk von Bürgermeister, Verwaltung und den gemeindlichen Gremien. Auch für die Senioren wird in Obertraubling viel getan. Es gibt ein Seniorenpflegeheim und nun möchte ein Regensburger eine Demenzpflegeeinrichtung im Gemeindeteil Niedertraubling bauen.

Bereits im September beriet der Bauausschuss Obertraubling über das Vorhaben. Damals kamen die Ausschussmitglieder überein, dass Bürgermeister Rudi Graß und die Gemeindeverwaltung mit dem Bauherrn nochmals das Gespräch suchen sollten, um sich unter anderem über die vorgesehene Dachform und die beantragten Stellplätze auszutauschen.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses informierte nun Bürgermeister Graß, dass die Gespräche stattgefunden hätten und ein neuer Antrag vorliege. Nach wie vor beabsichtige der Bauherr auf dem Grundstück, welches sich im Außenbereich befindet, eine Demenzpflegeeinrichtung zu errichten. Das betroffene Grundstück sei als landwirtschaftliche Fläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen und es handle sich bei dem Projekt nicht um ein sogenanntes privilegiertes Vorhaben, erklärte der Bürgermeister.

Debatte um Flachdach

Die gemeindliche Stellplatzverordnung sehe pro drei Pflegebetten zwei Parkplätze vor und diese würden im Antrag nachgewiesen. Elf Parkplätze seien in der geplanten Tiefgarage untergebracht, vier weitere als Außenstellplatze geplant. Das geplante Gebäude soll über zwei Stockwerke und ein Flachdach verfügen.

Das Projekt

  • Beschluss:

    Die Mitglieder des Bauausschusses Obertraubling beschlossen, die Verwaltung mit der Einleitung eines Bauleitplanungsverfahrens zu beauftragen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

In der anschließenden Diskussion betonte Franz Aukofer, dass er für eine solche Einrichtung sei, denn dies sei für die Obertraublinger Bürger eine gute Sache. Aber er spreche sich dafür aus, dass man einen Bebauungsplan für das betroffene Areal aufstellen solle. Irritiert zeigte er sich dadurch, dass beim neuen Antrag die Dachform nicht verändert sei und man den Wunsch des Gemeinderats ignoriert habe. Bürgermeister Graß entgegnete, dass der Bauwerber ein Flachdach wolle. Er habe zugesagt, dies zu begrünen, so Graß und weiter: Das Flachdach habe der Antragsteller mit der Gestaltung des geplanten Innenhofs begründet.

Aukofer sprach sich dennoch für ein Satteldach, so wie es in Obertraubling üblich sei, aus und meinte, dass seiner Ansicht nach die Stellplätze, auch wenn sie der Verordnung entsprechen würden, zu knapp dimensioniert seien. Denn für Personal und Besucher brauche man auch Parkplätze. Er könne sich vorstellen, dass man die Tiefgarage größer ausführen solle.

Bebauung im Außenbereich

Bürgermeister Graß machte darauf aufmerksam, dass es sich bei dem Vorhaben um eine Bebauung im Außenbereich handle und sich die Ausschussmitglieder entscheiden müssten, ob sie dafür einen Bebauungsplan erstellen lassen wollten oder nicht.

Karl Span und Franz Aukofer sprachen sich dafür aus, ein Bauleitverfahren einzuleiten, denn so könne man genau festlegen, was hinsichtlich Größe und Höhe dort hinkommen solle. Rainer Sinn war ebenfalls dafür und meinte, ansonsten komme eventuell wieder ganz etwas anderes hin, als der Ausschuss und Gemeinderat dort haben wollten und so könne man dies vermeiden.

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