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WOLFSEGG

OGV-Kids bauten in den Ferien Insektenhotels

Die Ferienaktion des Obst- und Gartenbauvereins Wolfsegg lockte 18 hoch motivierte Kinder zur Ferienaktion.

Amelie ist eifrig am Bau ihres Insektenhotels.  Foto: Stephan Neu
Amelie ist eifrig am Bau ihres Insektenhotels. Foto: Stephan Neu

WOLFSEGG.Bei der Ferienaktion des Obst- und Gartenbauvereins nahmen sich die Organisatoren um stellvertretenden Vorsitzenden Torsten Brede der ganz aktuellen Themen „Rettung der Bienen“, und „Insektensterben“ an. Der OGV Wolfsegg wollte nicht nur darüber reden, sondern aktiv einen Betrag leisten. So wurde bei der diesjährigen Aktion beim Ferienprogramm der Gemeinde der Bau eines Insektenhotels in die Wege geleitet. Dem Angebot folgten 18 hochmotivierte Kinder.

Zu Beginn erklärte Torsten Brede den Kindern, warum es wichtig sei, den Krabbeltierchen einen „künstlichen“ Unterschlupf im Garten anzubieten und beschrieb auch die Vorlieben der einzelnen Arten für ihre Behausungen. Der erste Schritt schien ganz einfach: Vier Brettchen aneinander schrauben und dann das Dach drauf. Da konnten die kleinen Bastler ihr Können beim Umgang mit Akkuschrauber und Hammer beweisen.

Entgegen gewisser Vorurteile waren einige Mädchen dabei schneller und geschickter als so mancher Junge, stellten die Organisatoren schmunzelnd fest. Nachdem die Rückwände festgenagelt waren, ging es daran, das Innenleben des Hotels wohnlich zu gestalten. Zur Verfügung standen die unterschiedlichsten Materialien, wie Rinde, Zapfen, Bambusröhrchen, Stroh, ausgebohrte Äste etc. Dieses Material hatte im Vorfeld Vereinsmitglieder gesammelt.

Sogar an weichen Ton wurde gedacht, den der OGV-Chef Erhard Unger aus einer Lehmgrube besorgt hatte. Ganz nach eigenem Geschmack teilten die kleinen Architekten ihre Häuschen in Einzelzimmer ein und widmeten sich der Inneneinrichtung. Dabei entstanden fantasievolle Kreationen, gefüllt mit passenden Naturmaterialien. Einer bastelte eine Schmetterlingsvilla, Andere eher die Brutstätte für die Wildbienen. Als alle Zimmer gefüllt waren, wurden die neuen Hotels noch mit einer Vorderwand aus Hasengitter versehen, um Feinde der Insekten abzuhalten.

Zwischenzeitlich gab es zur Stärkung noch eine Brotzeit und Getränke. Zum Schluss bekamen die zukünftigen Hoteliers ein Infoblatt zur Standortwahl für das gebastelte Häuschen. Am Ende war für Teilnehmer und Organisationsteam klar, dass dies ein besonders lustiger und lehrreicher Nachmittag war, der nicht nur den eifrigen Bastlern, sondern auch den Helfern richtig viel Spaß machte. In der Zeit der allgegenwärtigen Digitalisierung des Lebens wurden reale und nützliche Objekte mit den Händen hergestellt. Nun müssen diese neuen Hotels in den Gärten bei den Insekten nur noch Anklang finden, damit sie demnächst voll ausgebucht sind. (lsn)

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