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Oho- und Aha-Effekte zum Jubiläum

Die Ausstellung „200 Jahre Thurn und Taxis in Donaustauf hält einige Details auf Bildern, Fotos oder Plänen bereit, die Liebhaber in Staunen versetzt.
Von Felix Jung, MZ

  • Wo sitzt der Erbprinz? Dr. Hermann Hage weiß es. Fotos: Schmid/Jung
  • Dr. Hermann Hage zeigt auf eine seltene Fotografie, die das Schloss in Donaustauf unversehrt vor dem Brand 1880 zeigt. Thurn-und-Taxis-Stipendiatin Manuela Daschner ist begeistert von dem Fund. Fotos: Schmid/Jung
  • So sah das Fürstenpaar aus, das ein gemeinsames Schlafzimmer hatte – unglaublich für das 19. Jahrhundert.
  • Thurn und Taxis ließ Donaustauf-Motive auf Tassen, Teller und sogar auf einer Pfeife malen.

Donaustauf.. Es waren die Kleinigkeiten, ja die Details auf den Bildern, Fotos oder auch Plänen in den Vitrinen, die die Besucher zum Auftakt der Ausstellung „200 Jahre Thurn und Taxis in Donaustauf“ vollauf begeisterten. Jeder begab sich auf Entdeckungssuche und viele der geschichtsinteressierten Gäste wurden auch fündig.

Gertrud Heinze aus Regensburg beispielsweise – keine Fachfrau aber unbedingt eine Kennerin der Geschichts- und Kulturszene in der Region, die sich jeden Mittwoch freihält, um sich Museen, Galerien oder andere kulturelle Einrichtungen zu besehen – verharrte lange Zeit bei einer Fotografie von Fürst Albert I. und erzählte anschließend dem MZ-Reporter, dass sie damals als Englisches Fräulein ihn und seiner Ehefrau Margarethe immer wieder begegnet sei. Sie, die kaiserliche Hoheit, sei oft hoch zu Ross und im Damensitz unterwegs gewesen.

Natürlich war der ehemalige Ortsheimatpfleger Robert Reuschl auch zugegen. Der zeigte sich begeistert: Schon mehrmals sei über die Geschichte der Thurn und Taxis in Donaustauf erzählt und geschrieben worden – etwa im Heimatbuch des Marktes –, aber die Exponate, die hier auf der Ausstellung im Bürgersaal gezeigt würden, machten Geschichte erst richtig erlebbar. Besonders angetan war er von den Porzellangegenständen, die sonst „nur im fürstlichen Archiv deponiert“ seien. Der Fachmann weiß, dass nur derjenige, der etwas auf sich hielt und es sich vor allem leisten konnte, Tassen, Teller oder andere Gebrauchsutensilien mit Ortsansichten verzieren ließ – und das freilich nur in einer Sonderanfertigung, handbemalt und nicht wie heute als Massenware, die in Andenkenläden für billiges Geld zu erwerben ist. Cheforganisator Dr. Hermann Hage verrät der MZ ein ganz ungewöhnliches Detail, das nur beim genauen Hinsehen auf einem Ölgemälde zu erkennen ist. Es trägt den Namen „Ausfahrt mit der Kutsche“. Im Hintergrund sind Donaustauf mit der Burgruine sowie die Walhalla und die Donau zu sehen. Darauf ist Erbprinz Maximilian Anton abgebildet. Er lenkt höchstpersönlich das Gespann, der Leibkutscher sitzt dahinter. Woran das zu erkennen ist? Da fragen Sie am besten einer der Führer, die bestimmt bereitwillig Auskunft geben.

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