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Ortsentwicklung: Pläne werden konkret


Von Sabine Norgall,

Am gestrigen Freitag endete die Auslegefrist für den Entwurf des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für den Markt Regenstauf. Geäußert haben sich die beteiligten Arbeitsgruppen, der Gewerbeverband hat eine schriftliche Stellungnahme angekündigt. Dass es keine Einwendungen von Bürgern gibt, wertet Bürgermeister Siegfried Böhringer als gutes Zeichen: „Es zeigt, dass die Bürger zufrieden sind und ihre Wünsche und Anregungen im Entwurf berücksichtigt finden.“ Der zeitliche Schlussstrich am Freitag ist kein absoluter. Reinhold Viehbacher, Leiter des Bauamts, versichert: „Wer jetzt noch Anregungen einbringen will, wird berücksichtigt.“

Entwurf soll im Frühjahr stehen

18 Maßnahmen aus dem Entwurf hat die Lenkungsgruppe mit oberster Priorität eingestuft. Wurde bisher vorwiegend allgemein gearbeitet, soll es jetzt darum gehen, konkrete Planungen aufzustellen. Im Frühjahr 2013 wird der Marktrat die Einwendungen beraten. Reinhold Viehbacher geht davon aus, dass man sich für den Ortskern, als Sanierungsgebiet einigen wird. Das erfordert nochmals vorbereitende Untersuchungen zum Zustand der Gebäude und Freiflächen.

Idealer Weise, wünschen sich Viehbacher und Böhringer, sollten sich jetzt Hausbesitzer und Gewerbetreibende aus dem betroffenen Gebiet engagieren. Wichtig sei es, sich aufeinander verlassen zu können. Die Privateigentümer brauchten Investitionen des Markts in Straßen, Plätze oder gemeindeeigene Häuser, damit ein attraktiver öffentlicher Raum entstehe. Gelingen könne das Entwicklungskonzept aber nur, wenn sich auch die Privateigentümer von Häuser und Grundstücke im Ortskern an den Sanierungsmaßnahmen beteiligten.

Die Arbeitsfelder für 2013 sind schon abgesteckt. Konkret geplant werden soll die Planung für Querungsmöglichkeiten und das Verschwenken der Bundesstraße. Die Baumaßnahme muss europaweit ausgeschrieben werden, da die geschätzte Kosten über zwei Millionen Euro liegen. Möglichst noch zum Ende dieses Jahres soll die Entscheidung fallen, ob auf dem jetzt als Parkplatz genutzten freien Platz neben dem Kultur- und Mehrgenerationenhaus ein Erweiterungsbau entstehen soll, oder ob der Platz als Freiraum aufgewertet und gestaltet wird. Konkret werden soll das Lichtkonzept für die Ortsmitte, auch ein Fassadenprogramm soll aufgelegt werden. Fördermittel aus dem Fassadenprogramm, stellt Viehbacher klar, wird es nicht geben, wenn ein Hauseigentümer normale Wartungsarbeiten veranlasst, und den Anstrich seines Hauses. Was gefördert wird sind besondere Maßnahmen, die die Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte steigern. Als ein Beispiel nannte Viehbacher Zuschüsse zu Rankgittern an den Häusern, die zu einer vertikalen Durchgrünung entlang der Hauptstraße beitragen könnten.

Markt sucht Stadtplaner

2013 wird auch die Entscheidung fallen, was im Bereich des ehemaligen Diederichshaus passieren wird. Gerne sähe der Markt einen privaten Investor. Ansonsten überlegt die Marktverwaltung selbst zu bauen. Im Frühjahr will man die Entwicklung eines Parkraumkonzepts angehen. Anschließend könnte, je nach Ergebnis, der jetzt provisorisch angelegte Parkplatz am Gelände des ehemaligen Feuerwehrhauses schon bald seine endgültige Form bekommen. Das heißt, der Platz würde gepflastert, begrünt, beleuchtet und mit Toiletten ausgestattet. Auch an eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder ist gedacht.

Als „Kernerarbeit“ sieht Reinhold Viehbacher das notwendige Leerstandsmanagement, mit dem man wieder mehr Gewerbetreibende in der Ortsmitte ansiedeln will. Die vielen Arbeiten kann der Chef des Bauamts nicht mehr alleine bewältigen. Deshalb hat der Markt Regenstauf derzeit die Stelle eines Stadtplaners ausgeschrieben. Der soll sich möglichst schnell vor allem mit den Aufgaben der Stadtentwicklung beschäftigen.

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