MyMz
Anzeige

Projekt

Pausenhöfe nehmen Gestalt an

Die Realschule Obertraubling werkelt weiter an ihrem neuen Schulhof. Ruhezonen, Obstbäume und Blumenwiesen begeistern.

Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Rudolf Graß, Schulleiterin Monika Müller-Sperl und Referent Harald Hillebrand, umrahmt von über 50 Teilnehmern, direkt an der Blumenwiese Foto: Stefan Lex
Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Rudolf Graß, Schulleiterin Monika Müller-Sperl und Referent Harald Hillebrand, umrahmt von über 50 Teilnehmern, direkt an der Blumenwiese Foto: Stefan Lex

Obertraubling.Wer selbst mit anpackt, weiß das Geschaffene auch mehr zu schätzen. Das ist einer der Grundgedanken bei der naturnahen Aufwertung der Pausenhöfe an der Realschule Obertraubling. Beim mittlerweile dritten Projekttag sprach Landrätin Tanja Schweiger den über 50 Helfern ihre Anerkennung und ihren Dank aus.

Mit ihrer Bitte um Aufwertung der Außenanlagen habe die Rektorin der Realschule Obertraubling, Monika Müller-Sperl, im Vorjahr offene Türen bei ihr eingerannt, so Landrätin Schweiger. Nachdem die Schulleitung als Vorbild für die Neugestaltung den Naturerlebnis-Schulhof Abensberg vorschlug, den der Referent der Landrätin, Harald Hillebrand, in seinem früheren Beruf als Landschaftsarchitekt vor vielen Jahren federführend umgesetzt hatte, lag es auf der Hand, die Schule auch mit Tatkraft und dem entsprechenden Fachwissen zu unterstützen. „Denn das Bewusstsein für Biodiversität und Artenvielfalt entwickelt man bereits in der Schule und am besten mit gemeinschaftlichem Engagement“, erklärt Harald Hillebrand.

„Denn das Bewusstsein für Biodiversität und Artenvielfalt entwickelt man bereits in der Schule und am besten mit gemeinschaftlichem Engagement“ Harald Hillebrand

In mehreren Treffen des Schulforums wurden die Grundzüge der Neugestaltung gemeinsam festgelegt und der Kostenrahmen dafür abgesteckt. Es sollte Platz für Inspiration und Bewegung sein, aber auch für Ruhezonen, naturnahe Bereiche, Kräuter, Blumenwiesen und Obstbäume. Die im Frühjahr angelegte Sommerblumenwiese konnte bereits besichtigt werden und erntete Bewunderung.

Obertraubling

Realschule spendete einen Stolperstein

Am Dienstag wurde der Stolperstein der Realschule Obertraubling in der Nähe des Museums für Bayerische Geschichte in Regensburg verlegt.

Der mittlerweile dritte Arbeitseinsatz diente dazu, die vom Schulforum gewünschten Liegedecks aufzubauen. Bei der Formensprache wurde ein dreidimensionales Konzept verfolgt. Mit der ellipsenförmigen Anordnung in verschiedenen Ebenen wurde die strenge geometrische Grundstruktur aufgelockert. Bei der fachlichen Umsetzung, entwickelt mit dem ersten Bürgermeister Rudolf Graß und unterstützt durch den zweiten Bürgermeister Rainer Sinn, konnten die Schüler das Handwerk des Schreiners näher kennen lernen. Es wurden Hölzer gestrichen, geschraubt, genagelt, geschliffen und getackert. Anschließend wurden die vorbereiteten Bretter und Sparren wie ein Puzzle zusammengesetzt. Die Schülerbeteiligung soll auch für Wertschätzung der selbst errichteten Rückzugsräume sorgen.

Ohne die Hilfe von Eltern und Lehrer und die Vorbereitung durch die Gartenabteilung im Landratsamt wären auch die 30 Meter Trockenmauer nicht zu errichten gewesen. Sie dienen nach der Bepflanzung als Biotop für Spinnen, Käfer, Eidechsen, heimische Kräuter und Gartenkräuter. Hier lässt sich später die heimische Natur begreifen und beobachten. Auch hier ging es darum, neue Lebensräume zu schaffen.

Ebenso wurden die vielfach gewünschten Sitzmöbel ordentlich aufgebaut. Teilweise werden diese später als grünes Klassenzimmer verwendet. Damit soll eine Brücke zwischen Ökologie, Naturschutz, Handwerk, Bürgerbeteiligung und Pädagogik gebaut werden.

Die weiteren Pläne

  • Erweiterung:

    Bäume, Sträucher und Kräuter sollen gepflanzt werden. Eine Kletterwand, ein Reck und Hängematten werden von Fachfirmen aufgebaut.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht