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Politik

Pentling segnet Großprojekt ab

Statt der 107, entstehen an der „Steinernen Bank“ jetzt 138 Wohnungen. Das Gremium bekam die Pläne vorab nicht zu Gesicht.
Von Gabi Hueber-Lutz

Wo früher das Kinderland war, entstehen „An der Steinernen Bank“ 138 Wohnungen.  Foto: Gabi Hueber-Lutz
Wo früher das Kinderland war, entstehen „An der Steinernen Bank“ 138 Wohnungen. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Pentling.In der letzten Sitzung des Jahres beschäftigte sich der Gemeinderat nochmals ausführlich mit dem geplanten Baugebiet „An der Steinernen Bank“. Zu Beginn der Sitzung stellte sich die Firma Bachl-Kroneder GmbH vor. Die Bayernwohnen Residenz GmbH, die das ganze Projekt entwickelt hat, hat es an die Firmengruppe Bachl-Kroneder verkauft.

An der Außen-Planung ändert sich nichts, die neuen Inhaber haben aber die Wohnungszuschnitte verändert. Bekanntlich werden auf dem Areal ja sieben Häuser entstehen. Für die Häuser eins und zwei war dem Gemeinderat bereits in der Septembersitzung bekannt gegeben worden, dass sie im sogenannten Genehmigungsfreistellungsverfahren laufen. Das ist möglich, da die Grundsätze des geltenden Bebauungsplans nicht berührt werden. Nun wurde diese Genehmigungsfreistellung auch für die Häuser drei bis sieben beantragt. Weil man sich im Gemeinderat kürzlich darauf geeinigt hatte, größere Projekte auf jeden Fall dem Gremium vorzustellen, legte Bürgermeisterin Barbara Wilhelm (FW) den Antrag vor und ließ auch darüber abstimmen. Mit 11:7 sprach sich der Rat knapp für die Genehmigungsfreistellung aus.

Kubatur bleibt unverändert

Allerdings entzündete sich an der Planung eine längere Diskussion. Gerhard Sadler (CSU) wollte wissen, ob es bei der ursprünglich vorgesehen Anzahl der Wohnungen bleibe. Dem ist nicht so, da die Zuschnitte verändert wurden. Statt 107 Wohnungen werden es voraussichtlich 138. An der Kubatur der Häuser ändert sich dabei nichts, sondern die Wohnungen werden teilweise kleiner. Wegen der höheren Anzahl an Wohnungen werden die Stellplätze in der Tiefgarage mehr. Festgelegt sind 1,25 Stellplätze pro Wohneinheit, egal wie groß die Wohnung ist. Carmen Paul (FW) und Josef Eder (CSU) sahen kleinere Wohnungen als zukunftsorientiertes Bauen an. Willi Haubner (Grüne) sprach dagegen von Gewinnmaximierung. Geschäftsführer Christoph Limmer wies darauf hin, dass es ein Baurecht gebe. Der Bauträger halte sich an den Bebauungsplan und weise die Stellplätze nach.

Mehrere Räte kritisierten, dass sie die neuere Planung gerne vor der Sitzung erhalten hätten. Bürgermeisterin Wilhelm sagte, das sei nicht möglich gewesen, das habe sich erst letzte Woche erst ergeben.

Wasserversorgung

  • Versicherung:

    Darin ging es um die Befürchtungen, dass der Wasserpreis wegen einer Personalie steige könnte. Wilhelm erläuterte die Lage und schloss eine daraus entstehende Erhöhung aus. (lhl)

Nochmals aufgerollt wurde die Befürchtung, dass es Probleme mit den benachbarten Sportanlagen gibt. Es gibt Bedenken, dass die Geräuschkulisse des Sportplatzes die künftigen Bewohner stört und daraus Probleme erwachsen. Gerhard Sadler war der Meinung, dass wegen der veränderten Wohnungsanzahl mehr Leute in den Häusern wohnen werden. Weniger Menschen seien aber für die Sportanlage und die Großberger besser, meinte er. Architekt Werner Gruber führte aus, dass die Personendichte sich nicht erhöhen würde. In den ursprünglich geplanten größeren Wohnungen hätten ja mehr Menschen gelebt.

Die Fenster, die zum Sportplatz hin liegen, können außerdem nicht geöffnet werden und damit kein Lärm eindringen. Die Wohnungen der Anlage haben eine Be- und Entlüftung. Bei den meisten kann das Fenster aber trotzdem geöffnet werden, nur zum Sportplatz hin nicht.

Tiefgarage genehmigt

Nicht im Freistellungsverfahren läuft die Tiefgarage für die Anlage, da hier einige Befreiungen vom Bebauungsplan notwendig sind. So wird die Zufahrtsrampe etwas steiler und die Erdabdeckung höher. Von den Änderungen betroffen ist auch die Bushaltestelle.

Damit die Einfahrtsradien in die Tiefgarage eingehalten werden können, muss die Haltestelle nach Norden verlegt werden. Der entsprechende Bauantrag wurde mit 15:3 Stimmen genehmigt.

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