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Pentlinger Friedhof bekommt neue Stelen

Der Gemeinderat Pentling beschloss, die Rentenberatung aufzugeben. Weitere Themen waren der Friedhof und die Drachenschlucht.
Von Gabi Hueber-Lutz

Die Bestattungsmöglichkeit in Urnenkammern am Pentlinger Friedhof wird um zwei Stelen erweitert.  Foto: Josef Eder
Die Bestattungsmöglichkeit in Urnenkammern am Pentlinger Friedhof wird um zwei Stelen erweitert. Foto: Josef Eder Foto: Josef Eder/Josef Eder

Pentling.Mit Urnenstelen und der gemeindlichen Rentenberatung beschäftigte sich der Pentlinger Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung. Soll die Gemeinde ihre Bürger weiterhin zum Thema Rente beraten? Diese Frage wurde diskutiert. Seit der Gebietsreform habe man in der Pentlinger Gemeindeverwaltung ein eigenes Versicherungsamt, sagte Bürgermeisterin Barbara Wilhelm. Dadurch habe man gerade den älteren Mitbürgern den Weg nach Regensburg zum Leistungsträger ersparen wollen.

Rund 30 000 Euro pro Jahr entstünden dadurch an Kosten für Räumlichkeiten und Personal entstanden, teilte Geschäftsleiter Christoph Limmer mit. Verpflichtet ist die Gemeinde nicht, diese Aufgabe zu übernehmen, sie muss nur die Anträge vorhalten und an den Träger weiterleiten. Unter den Gemeinderäten war die Fortführung der Rentenberatung am Versicherungsamt umstritten.

Hoher Aufwand

Josef Eder und Marianne Wild hoben den guten Service hervor, den sie in Rentenangelegenheiten in der Gemeinde erfahren hatten. Carmen Paul betonte, die jetzige Generation der Rentner sei digital unterwegs. Willi Haubner und Bruno Weigt wiesen darauf hin, dass die Sache teilweise hoch komplex sei und in Regensburg die Spezialisten säßen, die auch unmittelbaren Zugriff auf die benötigten Daten hätten.

Aktuelles

  • Nachrücker:

    Jürgen Steinhofer wurde einstimmig in den Gemeinderat berufen. Der Pentlinger CSU-Vorsitzende rückt für Erwin Skorianz nach, der sein Mandat nicht angenommen hatte.

  • Wertstoffhof:

    Ab heute ist der Wertstoffhof wieder regulär geöffnet: Montag und Mittwoch von 16 bis 18 Uhr, Freitag von 13 bis 16 Uhr, Samstag von 9 bis 12 Uhr. Es herrscht Maskenpflicht.

Jürgen Steinhofer fragte nach, ob eine Sozialberatung insgesamt aufgebaut werden könne. Dafür gebe es eine eigene Stelle, sagte Wilhelm. Das vorhandene Personal sei aber mehr als ausgelastet und der Aufwand, sich in die Rententhematik einzuarbeiten, sei hoch. Mit 14:7 Stimmen beschloss das Gremium schließlich, diesen Service nicht mehr anzubieten.

Im Anschluss daran wurde mit zwei Gegenstimmen die Erweiterung der Stelenwand am Pentlinger Friedhof beschlossen und der Auftrag in Höhe von knapp 9000 Euro vergeben. Zwei weitere Stelen mit jeweils vier Kammern sollen errichtet werden. Eine Beteiligung der Pfarrgemeinderäte bei dieser Entscheidung lehnte Wilhelm ab. Der Friedhof sei ein gemeindlicher und für alle da, sagte sie.

Ärger wegen Drachenschlucht

Die Drachenschlucht bei Pentling ist landschaftlich reizvoll. Ortsheimatpfleger Hans Weigert hatte im letzten Mitteilungsblatt der Gemeinde einen Wanderweg beschrieben, der die Schlucht mit beinhaltete.

Bei Marianne Wild sorgte das für helle Empörung. Zur Drachenschlucht führe kein Weg, machte sie geltend. „Der Weg führt schnurstracks durch unsere Blumenwiese, wir haben jetzt eine Völkerwanderung dorthin. Die treten uns unsere Arbeit in den Dreck. Ich bin stocksauer“, machte sie ihrem Ärger Luft. Es gebe viele Privatwege in der Natur, die Bürger könnten das aber nicht wissen, sagte Wilhelm. Sie appellierte an die Bürger, auf markierten Wegen zu bleiben und nicht einfach durch Wiesen und Felder zu gehen.

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