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Nominierung

Peter ist offiziell SPD-Landratskandidat

Der 62-jährige Rentner Reinhard Peter aus Tegernheim wurde genauso wie die Liste für den Kreistag in großer Harmonie gewählt.
Von Gabi Hueber-Lutz

Freuen sich über die reibungslose Nominierung (v.l.): Reinhard Peter, Matthias Jobst, Katja Stegbauer, Sebastian Koch und Petra Lutz  Foto: Gabi Hueber-Lutz
Freuen sich über die reibungslose Nominierung (v.l.): Reinhard Peter, Matthias Jobst, Katja Stegbauer, Sebastian Koch und Petra Lutz Foto: Gabi Hueber-Lutz

Regenstauf.Breite Zustimmung für Reinhard Peter: Der 62-jährige Rentner wurde am Samstag von den 53 anwesenden Mitgliedern des SPD-Kreisverbands mit 50 Ja-Stimmen zum Herausforderer der amtierenden Landrätin Tanja Schweiger gewählt. Er war seit 1982 als Gewerkschaftssekretär der IG Bau in Regensburg tätig.

Inzwischen ist Reinhard Peter ehrenamtlicher Sozialrichter, Mitglied im AOK-Beirat, Rentenberater, AWO-Vorsitzender in Tegernheim und Vorsitzender im Vorstand der Agentur für Arbeit. Gleichzeitig verabschiedeten die Genossen ihre Kandidatenliste für den Kreistag.

Nach den Turbulenzen der jüngeren Vergangenheit bot die Kreis-SPD ein Bild der Geschlossenheit. Bei den kurzen Vorstellungen der einzelnen Listenkandidaten war viel Aufbruchsstimmung und jede Menge Engagement spürbar.

Mit Reinhard Peter nominierte die Partei einen Mann mit einer sozialdemokratischen Vita, wie man sie selten finde, so Kreis-Vorsitzender Matthias Jobst. „Wir haben einen Kandidaten, der die SPD lebt und die Arbeiterpartei darstellt“, hob Jobst hervor. Peter berief sich mit seiner Kandidatur auch auf die lange Tradition der SPD: „Wenn wir von der SPD keinen Kandidaten aufstellen, fehlt etwas“, sagte er.

Kommunalwahlen

SPD nominiert Landratskandidaten

Der Tegernheimer Reinhard Peter geht für die Sozialdemokraten ins Rennen. Er muss noch vom SPD-Kreisverband gewählt werden.

Tarifflucht, ÖPNV und Wohnen

Seine gesamte Politik stellte er unter das Motto: „Leben, arbeiten und wohnen in einer intakten und sauberen Umwelt.“ Inhaltlich ging er auf etliche kommunalpolitische Themen ein. Er forderte, die Tariftreue gesetzlich zu verankern, und mahnte ein Ende der Tarifflucht auch am Landratsamt an. Die Stadtbahn sehe er erst in der Zukunft.

Aktuell solle man sich auf bestehende Buslinien konzentrieren. „Wenn ich von Brennberg bis Regenstauf mit dem Bus wollte, hätte ich gestern schon abreisen müssen“, umriss er die Lage. Angesichts der Wohnungssituation müsse die kommunale Wohnungsbaugenossenschaft belebt werden. Der Landkreis müsse außerdem sozialer werden. Hier gehe es in erster Linie um den Mietkostenzuschuss. Im Punkt Lebensmittelüberwachung müsse mehr getan werden. Es würde nicht schaden, ein paar Wirtshäuser und Betriebe mehr zu überwachen und nicht immer nur die Vereine zu kontrollieren, sagte Peter.

Von den amtierenden zehn Kreisräten der SPD treten sieben wieder an: Petra Lutz (Platz 2), Karl Söllner (7), Paula Wolf (8), Marianne Mayer (12) und Siegfried Böhringer (13), stellvertretender Landrat Hans Dechant (19) und Jürgen Sommer (34). Die weiteren Kandidaten bis Platz zehn: Reinhard Peter (1), Sebastian Koch (3), Alexander Roth (5), Susanne Nichtewitz (6), Otto Wöhrl (9), Angelika Ritt-Frank (10). Vorsitzender Matthias Jobst ist ganz am Ende der Liste auf Platz 70 zu finden, seine Kollegin im Vorstandsteam, Katja Stegbauer, auf Platz vier.

Der Kandidat

  • Politik:

    1980 trat er in die SPD ein. Knapp 20 Jahre war er ehrenamtlicher Arbeitsrichter am Arbeitsgericht Regensburg. (lhl)

Das große Ganze zählt

Die Liste werde nicht allen gefallen, hatte Jobst bei der Begrüßung der Delegierten vermutet. Es gehe aber hier um das große Ganze und nicht um persönliche Befindlichkeiten. Bis Platz 57 habe man die Quotierung einhalten können. Das heißt, dass die Plätze abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt sind. Die Genossen waren offensichtlich einverstanden mit der Liste.

Groß war die Zustimmung zum Beispiel als Jobst begründete, warum der aussichtsreiche Platz fünf an den 18-jährigen Juso-Vorsitzenden Alexander Roth ging. Es sei wichtig, dass Leute, die sich einbringen wollen und ein Versprechen darstellen, prominent platziert werden. Es gab keine Kampfabstimmungen um die Plätze, die Kandidaten erhielten maximal eine Gegenstimme.

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