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Wirtshauskultur

Pettendorf sucht Wirtshaus-Pächter

In Kneiting geht eine Ära zu Ende: Das Ehepaar Maria und Karl Kroneder verabschiedet sich in den Ruhestand.
Von Claudia Kreissl

Das Dorfhaus in Kneiting sucht einen neuen Pächter. Foto: Claudia Kreissl
Das Dorfhaus in Kneiting sucht einen neuen Pächter. Foto: Claudia Kreissl

Pettendorf.Am 31. Dezember geht in Kneiting eine Ära zu Ende. Die Pächter des Dorfhauses, das Ehepaar Karl und Maria Kroneder, verabschiedet sich in den Ruhestand. Bevor die Verwaltung auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger geht, beschäftigte sich der Gemeinderat zunächst mit den Rahmenbedingungen für die Neuverpachtung und künftige Bewirtschaftung des Dorfhauses.

Bürgermeister Eduard Obermeier wies eingangs darauf hin, dass sich der Betrieb des Dorfhauses aus der Betreuung und Versorgung der Kneitinger Vereine heraus entwickelt habe. Immerhin nutzen fast alle örtlichen Vereine das Dorfhaus für ihre Veranstaltungen. Darüber hinaus finden im Saal auch gemeindliche Veranstaltungen wie die Bürgerversammlung statt. Der aktuelle Pachtvertrag umfasst neben dem Mehrzwecksaal auch die Küche, die WC-Anlagen, das Lager, das Foyer und einen Putzraum. Bislang wurden die Besucher des Dorfhauses überwiegend nur mit Getränken versorgt.

Warme Speisen möglich

Doch die vorhandenen Räumlichkeiten erlauben auch eine Bewirtung, vorausgesetzt, der Schankbereich befindet sich außerhalb der Küche und es sind geeignete Kühlmöglichkeiten vorhanden. Das ist das Fazit einer Ortsbegehung mit Verantwortlichen des Landratsamtes, bei der unter anderem die Themen Lebensmittelhygiene und Gaststättenrecht zur Sprache kamen, informierte Obermeier. Eine Bewirtung mit Brotzeiten sollte künftig schon möglich sein, meldete sich 2. Bürgermeister Bernhard Weigl (FW) zu Wort.

Als Schützenmeister der Jägerheimschützen wies Walfried Achhammer (CSU) darauf hin, dass das Dorfhaus mit seinem Schießstand zukünftig auch für die Pettendorfer Schützenvereine als Übergangslösung interessant werde. Deshalb sprach er sich weiterhin für eine vorrangige Nutzung der Räumlichkeiten durch die gemeindlichen Vereine und Organisationen aus. Dieser Auffassung schloss sich das Gremium einstimmig an. Der Thekenbereich wird umgebaut, damit der künftige Pächter auch Brotzeiten und warme Speisen in begrenztem Umfang servieren kann.

In der Gemeindeverwaltung bahnen sich in den nächsten Jahren spürbare personelle Veränderungen an. „Rund ein Drittel der Beschäftigten geht in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand“, stellte Obermeier fest. Daher müssen Nachbesetzungen frühzeitig geplant und das vorhandene Personal entsprechend gefördert und qualifiziert werden, fügte Verwaltungsleiter Martin Antretter hinzu. Deshalb wird die Gemeinde ab September nächsten Jahres erstmals eine Beamtin oder einen Beamten der 3. Qualifikationsebene im dualen Studium ausbilden.

Mehr Geld für die Gemeindebücherei

  • Zuschuss:

    Ab 2020 stocken die Kirchenverwaltung und die Gemeinde Pettendorf ihren jährlichen Zuschuss für die Bücherei St. Margaretha um 700 Euro auf jeweils 2700 Euro auf. Die beiden Träger verschaffen der Bibliothek, die vor fast genau einem Jahr in ihre modernen und farbenfrohen Räumlichkeiten umgezogen ist, damit nicht nur etwas mehr Spielraum für die Anschaffung frischer Medien. Sie reagieren damit auch auf notwendig werdende Investitionskosten für EDV-Ausstattung und Softwarepflege.

  • Softwarepflege:

    Noch heuer muss die Bücherei aufgrund von Änderungen im Datenschutzrecht und für die Anpassung des Katalogisierungsstandards rund 2500 Euro aufwenden. Aufgrund dieser EDV-Umstellung bleibt die Gemeindebücherei St. Margaretha am Dienstag, 5. November und Mittwoch, 6. November geschlossen, kündigte Büchereileiter Reinhold Demleitner an. Am Freitag, 8. November, findet der Ausleihbetrieb in der Margarethenstraße wieder wie gewohnt von 17.30 Uhr bis 19 Uhr statt.

Vor allem in der Kämmerei und im Bauamt gebe es eine Vielzahl von Tätigkeiten, die dem ehemals gehobenen Dienst zuzuschreiben sind, sagte Antretter. Das dreijährige Studium kostet die Gemeinde rund 10 000 Euro an Studiengebühren, hinzu kommt die monatliche Besoldung des Studierenden in Höhe von rund 1200 Euro. Schnellstmöglich möchte sich die Verwaltung um einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den langjährigen Kassenleiter kümmern, der Anfang 2021 in den Ruhestand geht. „Ziel ist eine gründliche Einarbeitung und ein reibungsloser Übergang“, brachte es der Bürgermeister auf den Punkt.

Seit Herbst 2016 werden die Kinder des Schulverbands Pettendorf-Pielenhofen mit Linienbussen des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV) zur Grundschule nach Pettendorf gebracht. Im Verlauf der staatlichen Rechnungsprüfung wurde nun festgestellt, dass Kinder aus den Ortsteilen Adlersberg und Neudorf seither unrechtmäßig kostenfrei befördert werden, da ihr Schulweg weniger als zwei Kilometer beträgt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Beförderungskosten für die betroffenen Kinder als freiwillige Leistung der Gemeinde rückwirkend ab 2016 zu übernehmen und sie dem Schulverband, der bislang dafür aufgekommen ist, zu erstatten. Dadurch ergibt sich für die Gemeinde ein finanzieller Aufwand in Höhe von rund 15 000 Euro für die Jahre 2016 bis 2019, rechnete Obermeier vor.

Gefahr durch parkende Autos

Ausgeweitet wird das Halteverbot entlang der Hauptstraße am östlichen Ortseingang von Pettendorf. Der Gemeinderat folgte einer Empfehlung des Straßen- und Umweltausschusses, der sich aufgrund eines Antrags der CSU-Fraktion mit dem Thema beschäftigte. Die CSU-Räte bemängelten, dass die Sicht durch parkende Pkws, aber auch abgestellte Campinganhänger oftmals stark eingeschränkt sei und es deshalb zu gefährlichen Situationen komme, wenn Lastkraftwagen oder Linienbusse die an der Straße parkenden Fahrzeuge überholen.

Die Kommunalwahl im März wirft auch bereits ihre Schatten voraus. Einstimmig bestellte das Gremium Gerold Meyer als Wahlleiter und Jörg Mayer zum Stellvertreter.

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