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Kirche

Pfarrer unter Missbrauchsverdacht

Gegen einen Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg wird ermittelt. Der Geistliche wurde vorläufig vom Dienst suspendiert.
Von Kathrin Robinson

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg aufgenommen. Foto: Friso Gentsch/dpa
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg aufgenommen. Foto: Friso Gentsch/dpa

Regensburg.Gegen einen Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg wird wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch ermittelt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Regensburg am Dienstagmorgen auf MZ-Anfrage. „Bei uns ist eine Anzeige des Bistums eingegangen. Die Ermittlungen sind noch ganz frisch“, sagte Oberstaatsanwalt Dr. Markus Pfaller am Dienstagmorgen. Demnach habe sich das betroffene Opfer erst jetzt selbst an das Bistum gewandt, der Fall liege aber schon mehr als zehn Jahre zurück. Das Bistum habe den Fall dann umgehend bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagte Pfaller. „Daher können wir noch keine weitere Informationen dazu geben.“

Pfarrer vorläufig beurlaubt

Clemens Neck, Pressesprecher des Bistums Regensburg, bestätigte am Dienstag: „Wir haben den Missbrauchsvorwurf, der an uns herangetragen wurde, an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.“ Dieses Vorgehen entspreche den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch durch Geistliche. Der Pfarrer aus dem Landkreis Regensburg sei vorläufig vom Dienst beurlaubt worden. Mit der Verwaltung und Seelsorge der entsprechenden Pfarreien seien übergangsweise andere Priester beauftragt worden.

Generalvikar Michael Fuchs hofft nun auf eine zeitnahe Klärung des Vorwurfs und betont, dass für die Zeit der Prüfung die Unschuldsvermutung gilt. Weitere Informationen zum Fall gibt das Bistum nicht bekannt. „Es ist nun der Job der Staatsanwaltschaft, den Vorwurf zu klären“, sagte Clemens Neck am Dienstag. (wk)

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