MyMz
Anzeige

Theater

Pippi Langstrumpf erobert Kallmünz

Astrid Lindgrens wildes Mädchen ist der Star des Kolpingtheaters. Die Truppe spielt seit 30 Jahren Weihnachtsmärchen.
Von Martina Neu

Tommy liest Pippi und Annika den Brief von Pippi’s Papa vor.  Foto: Martina Neu
Tommy liest Pippi und Annika den Brief von Pippi’s Papa vor. Foto: Martina Neu

Kallmünz.Der Vorhang im Pfarrsaal öffnet sich heuer bereits im 30. Jahr für die Weihnachtsmärchen der Kolpingsfamilie. Kolpingvorsitzender Franz Hübl sagte in seiner Begrüßung, dass man heuer ein rundes Jubiläum feiern könne. Er erinnerte an die vielen Aufführungen, die seither gespielt wurden und an die Kinder gewandt sagte er, „Ihr wart damals noch gar nicht auf der Welt, als Frau Holle das erste Mal ihre Betten aufschüttelte und es im Pfarrsaal geschneit hatte.“

Bürgermeister Ulrich Brey sah sich die Premiere an und sagte, „30 Jahre sind eine lange Zeit. Alle freuen sich jedes Jahr vor Weihnachten, wenn im Pfarrsaal das Treiben für die Weihnachtsmärchen beginnt. Die Kolpingtheatertage sind ein toller Werbeträger für den Markt Kallmünz.“ Den beiden Regisseuren Franz Hübl (führte die ersten beiden Jahre Regie) und Bernhard Hübl (führt heuer zum 28. Mal Regie) zollte Brey ein großes Lob, dass sich beide so für diese Tradition einsetzen. Ein extra Lob erhielten die Kinder, die bei der Aufführung mitwirken, denn sie müssen ihre Rolle ja neben den schulischen Verpflichtungen lernen.

Kinder sangen Pippi-Langstrumpf-Lied mit

Und dann konnte es auch schon losgehen. Natürlich, wie es sich für Pippi gehört – schwungvoll. Denn wer kennt nicht das Lied von Pippi Langstrumpf: „Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt und drei macht neune. Ich mach‘ mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt. Hey, Pippi Langstrumpf ... die macht, was ihr gefällt.“ Zu dieser Erkennungsmelodie tanzte Pippi mit ihren zweifarbigen Socken auf der Bühne im Pfarrsaal herum und die Kinder im Publikum sagen von Anfang an begeistert mit.

Theater

Kolpingbühne spielt Pippi Langstrumpf

Seit 30 Jahren gibt es die Theatertage in Kallmünz. In diesem Jahr stehen die Abenteuer der Astrid Lindgren-Figur im Zentrum.

Pippi muss sich im Stück gegen Banditen wehren

Die Geschichte von Pippi Langstrumpf, die alleine in der Villa Kunterbunt lebt und eines Tages einen Brief von ihrem Vater bekommt, indem er sie und ihre Freunde nach Taka-Tuka-Land einlädt, ist vielen bekannt. Aber sie wird nie alt und als Theateraufführung ist sie etwas ganz Besonderes. Zusammen mit Tommy und Annika sticht Pippi mit der Hoppetosse in See. Auf der Insel Taka-Tuka warten jede Menge Abenteuer auf die Kinder. Als Kapitän Langstrumpf die Insel verlässt, um auf Wildschweinjagd zu gehen, bleiben sie alleine zurück. Da tauchen plötzlich die gefürchteten Banditen Jim, Buck und der kleine Hick auf. Ob Pippi sie in die Flucht schlagen kann, verraten wir natürlich nicht ...

Das Team

  • Rollen:

    In den 30 Jahren wurden von 109 Schauspielern 514 Rollen besetzt. Josef Bleyer stand am häufigsten auf der Bühne, er schlüpfte bereits in 28 unterschiedliche Rollen.

  • Crew:

    Im Bereich Technik, Maske, Kostüme, Beleuchtung, Theatermalerei und Kasse beteiligten sich 33 Personen. Live-Musik kam bei 22 Produktionen zur Aufführung,

  • Besucher:

    Mehr als 66 000 Besucher sahen die 254 Vorstellungen.

Den jungen Besuchern hat es gefallen. Antonia, fünf Jahre ist mit ihrer Oma und ihrem Bruder ins Theater gekommen und hat vor Aufregung ganz rote Backen bekommen. Sie findet Pippi ganz toll und stark und hat mitgefiebert, als die Banditen auf die Bühne kamen. David ist sechs Jahre alt und hat die Aufführung spannend gefunden. Auch Liselotte (7) hat die Geschichte von Pippi im Taka-Tuka-Land super gut gefallen.

Pipi Langstrumpf in Kallmünz

Profi-Musiker im Einsatz

Mit Franzi Wagner als Pippi, Anton Wolf als Kapitän Langstrumpf, Mia Kammerl als Annika und Lilly Dechant als Tommy und vielen großen und kleinen Inselbewohnern ist die Geschichte im Pfarrsaal zu sehen. Für die passende Live-Musik sorgen Profi-Musiker unter der Leitung von Thomas Rappl. Auch hinter der Bühne waren viele Mitglieder der Kolpingsfamilie aktiv. Kostümfertigung, Herstellung von Requisiten und Werbung sorgten wie jedes Jahr für eine Menge Arbeit. Die aufwendigen Bühnenbilder wurden von Kulissenmaler Josef Brey bemalt. Für die prachtvollen Kostüme, Masken und Requisiten sind Gunda Hübl und Ludmilla Brey verantwortlich. Wegen der enormen Nachfrage bietet die Kolping-Theatergruppe insgesamt elf Spieltermine an.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht